Miltz schießt Kerpen zum Sieg

Sieg ohne GlanzSieg ohne Glanz
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PRESSEINFORMATION

Zwei

äußerst wichtige Punkte konnten die Kerpen Barracudas bei ihrem Gastspiel in

der 2. Skaterhockey-Bundesliga Süd gegen den RRV Bad Friedrichshall nach

Nordrhein-Westfalen entführen. Im Kellerduell gegen die Roadrunners reichte den

Rheinländern, die kurzfristig auf Rafael Rutkowski und Jan Körfgen verzichten

mussten, ein Kraftakt im letzten Drittel, um die Partie mit 8:5 zu gewinnen.

 

Von Beginn

an entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel auf niedrigem Zweitliganiveau. Wie

im Abstiegskampf üblich war Kampf Trumpf. Diese Marschroute nahmen beide Teams

auch gut an. Bei den Barracudas kam allerdings hinzu, dass sie die besseren

Einzelspieler in ihren Reihen hatten. An diesem Tag ein ausschlaggebender

Faktor. Allen voran sind da Christian Miltz und Thomas Schmalen zu nennen, die

einen „Sahnetag“ erwischten. Miltz legte berits in der achten Minute mit einem

Doppelpack los und brachte die Kolpingstädter mit 2:0 in Führung. Leider

verloren die Gäste in der Folge komplett ihre Linie und ließen die

aufopferungsvoll kämpfenden Roadrunners zurück ins Spiel kommen. Zunächst

gelang den Hausherren in Überzahl der Anschluss durch einen Schlagschuss von

Tobias Bockisch. Noch nicht mal eine Minute später nutzte Michael Sigmund einen

Patzer der kerpener Defensive zum 2:2-Ausgleichstreffer. Kerpen schien danach

aus dem Spiel zu sein und Bad Friedrichshall konnte sogar das Spiel kurz vor

der ersten Pause drehen. In der 19. Minute düpierte Maximilian Friedrich die

komplette Defensive des SSK und schob den Ball durch Giesens Beine zum 3:2-Pausenstand.

 

Nachdem

Saivanidis sein Team um mehr Sicherheit im Spielaufbau ersuchte, besannen sich

die Gäste wieder auf ihre Tugenden. So nutzte Miltz einen Aufbaufehler des RRV

zu seinem dritten Tor und dem 3:3 Ausgleich. In der 30. Minute dann Schmalen

mit einem schönen Zuspiel auf Miltz und der macht die erneute Führung für

Kerpen. Nach der Führung machten die Barracudas einen zweiten alt bekannten

Fehler. Sie kassierten zu viele Strafzeiten und waren bald in doppelter

Unterzahl. Besonders bitter, weil eine Strafe gegen Felix Seybold fünf Minuten

betrug und die Gäste damit eine lange Unterzahl überbrücken mussten. Dies

gelang nur bedingt, weil Alexander Mezger im Powerplay das 4:4 erzielen konnte.

Der 5:4 Führungstreffer hingegen war nicht auf das gute Überzahlspiel der

Hausherren, sondern auf einen haarsträubenden Fehler in der Abwehr des SSK

zurückzuführen. So ging Kerpen erneut mit einem Rückstand in die Kabine.

 

Im letzen

Drittel stellte Saivanidis auf zwei Blöcke um, um das Tempo zu erhöhen. Und

sein Tempo machte richtig Tempo. Dementsprechend waren es nun die Hausherren,

die sich auf der Strafbank wiederfanden. So konnte Jens Schipplock eine 4:2-Situation

zum 5:5 nutzen. Direkt danach hämmerte Schmalen im vier-gegen-drei einen

Schlagschuss in die Maschen des Bad Friedrichshaller Gehäuses. In der 49.

Minute stellte Offensivverteidiger Schmalen mit einem weiteren beherzten

Schlagschuss aus der Halbdistanz die Weichen endgültig auf Sieg. Der

Schlusspunkt blieb allerdings Christian Miltz vorbehalten, als er mit seinem

fünften Tor den 8:5-Endstand herstellte.

 

Ein Sieg,

der enorm wichtig für den SSK ist. Ausschlaggebend war zum einen die größere

Klasse in den Reihen des SSK, sowie die Tatsache dass Basti Giesen

durchgehalten und eine gewohnt sichere Leistung geboten hat. Die Barracudas

haben damit acht Punkte und ziehen an den Commanders Velbert, die in Merdingen

mit 13:2 untergingen, vorbei auf Platz sechs. Im Genick des SSK sitzt auch noch

der TSV Bernhardswald, der mit einem 6:3 gegen die Langenfeld Devils Boden gut

gemacht hat. Die Devils hatten bereits am Vortag mit einem sensationellen 2:4

in Deggendorf den zweiten Platz der Tabelle erreicht. Allerdings ist diese

Platzierung trügerisch, weil die SGL doppelt so viele Spiele aufweist wie

Verfolger Assenheim. Allerdings verabschieden die Teufel sich dank dieses

Ergebnisses aus dem Kreis der Abstiegskandidaten. Der RRV Bad Friedrichshall

hingegen scheint kaum noch zu retten zu sein.