Marcel Brandt verstärkt Atting in BissendorfIHC Atting

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Bereits vor drei Jahren hatten die Wölfe den 21-jährigen gebürtigen Dingolfinger verpflichten wollen. „Wir sind happy, dass es nun geklappt hat und freuen uns, dass er endlich eingreifen kann“, sagt Coach Jürgen Amann. Denn der DEL-Spieler musste zu Beginn der Saison noch eine Sperre aus der vergangenen Saison absitzen. „Was er drauf hat, hat er in den beiden Spielen letztes Jahr gegen uns gezeigt“, sagt der Coach. Vier Tore und eine Vorlage gelangen ihm damals noch gegen Atting. Insgesamt kam er in der vergangenen Saison in 13 Zweitligaspielen auf 20 Tore und 13 Vorlagen.

„Ich freue mich auf mein erstes Spiel“, sagt Brandt, der 2010 zusammen mit Wölfe-Torwart Alexander Herzog in der deutschen Junioren-Europameistermannschaft stand. „Daher kenne ich auch schon ein paar Spieler aus Augsburg und Iserlohn“, sagt Brandt. „In der 1. Bundesliga ist das Spiel intensiver und schneller als in der 2. Liga. Da wird jeder Fehler bestraft. Ich will versuchen, der Mannschaft in allen Situationen zu helfen und eine Art Spielmacher sein.“

Am Samstagabend in Bissendorf (Beginn 19 Uhr) möchte die Mannschaft sich nach dem schlechten Vorwochenende mit zwei Niederlagen und 26 Gegentoren wieder rehabilitieren. „Lehrwochenende hat es ganz gut getroffen“, sagt Florian Tkocz, der derzeit Kapitän ist. „In Essen sind uns die Bälle nur so um die Ohren geflogen, wir bekamen gefühlte 80 Torschüsse.“ Neben dem ungewohnten Belag, auf dem für die Attinger kein richtiger Aufbau möglich gewesen sei, führt Tkocz auch den dünnen Kader als Grund für die hohen Niederlagen an: „Wenn man nicht vollständig ist, kann man in dieser Liga wenig gewinnen.“

Die Personalsituation hat sich zum Glück und wie angekündigt für die Wölfe aber vor dem Spiel in Niedersachsen – mit rund 630 Kilometer die weiteste Auswärtsfahrt – aber etwas entspannt. Neben Neuzugang Brandt ist auch Verteidiger Simon Bogner dabei, allerdings fehlt weiterhin Michael Welter. „Wir haben etwas mehr als drei Reihen, das brauchen wir auch, um 60 Minuten bestehen zu können“, sagt Coach Amann.“

Doch er warnt auch, jetzt gleich wieder von Punkten auszugehen: „Wir haben eine lange Busfahrt und sind wieder in einer ungewohnten Halle. Da darf man jetzt keine Wunderdinge erwarten.“ Ohnehin ist man nach mit dem bisher Erreichten sehr zufrieden: „Die beiden Siege zu Beginn der Saison waren wirklich extrem wichtig“, sagt Tkocz. „Wir haben gesagt, dass drei Siege aus der Auswärtsperiode schön wären, aber zwei sind natürlich schon super. Mal schauen, was noch geht. Die Niederlagen  vom Wochenende sind sicher noch im Hinterkopf, aber die müssen wir jetzt ausblenden und sagen: Neues Spiel, neues Glück.“

Nach dem Spiel in Bissendorf geht es noch am ersten Aprilwochenende nach Lüdenscheid und Iserlohn, bevor dann am 12. April das Derby in Augsburg wartet. Am 4. Mai beginnt gegen Köln die Heimsaison. Möglich ist auch, dass dann René Röthke ins Geschehen eingreift, der am Donnerstag zum ersten Mal im Training war. „Ich möchte auf alle Fälle einige Heimspiele machen, wenn ich gesund bin“, sagt Röthke, der im vergangenen Jahr schon so erfolgreich für die Wölfe spielte. „Ich denke, im Mai sollte es mit einigen Spielen klappen. Ich freue mich schon darauf.“