Länger mitgehaltenUedesheim unterliegt Essen

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Im Gegensatz zur ersten Begegnung der Uedesheim Chiefs mit den frischgebackenen „European-Cup-Winners-Cup-Siegern“ Rockets Essen konnten die Neusser diesmal zwei Drittel lang das Spielgeschehen offen gestalten: hatten sie im Pokal nach 40 Minuten bereits 3:14 aussichtslos hinten gelegen, war es heute nur ein einholbarer Rückstand von zwei Treffern.

Die Chiefs traten ohne die gesperrten Jakob Matzken und Dennis Kobe an, legten gleich los wie die Feuerwehr, und nach 38 Sekunden zappelte der erste Ball im Netz. Trotz einer (von insgesamt nur drei im ganzen Spiel) Strafe gegen Raphael Scheu konnten die Hausherren diese Führung bis zur 12. Minute  halten, dann jedoch schlug der Gast gleich doppelt zu. Die Chiefs ließen sich davon aber nicht schocken und legten ihrerseits zwei Treffer nach, ehe in den Schlussminuten des Drittels die Rockets zu drei weiteren Toren und dem Pausenstand von 3:5 kamen. Nach dem ersten Pfiff gegen Scheu hatte es keine weitere Hinausstellung mehr gegeben, eher schienen die Unparteiischen das Spiel nach dem „Laissez-faire-Prinzip“ laufen zu lassen.

Besonders frisch erholt von der Pause zeigte sich Dominik Luft, der zunächst alle Grün-Weißen in deren Verteidigungsdrittel schwindelig spielte und dann noch das Spielgerät um René Hippler löffeln konnte. Hier war dann auch Hippler machtlos, der heute in Bestform war und einige Hochkaräter entschärfte. In der Folge hatten die Chiefs eine ganze Reihe von Chancen, doch Max Bleyer hatte heute die Seuche am Schläger und traf mehrfach nur das Gestänge. Zur Drittelmitte zeigten Scheu und Jerome Bonin ihre gute Zusammenarbeit, und in der 34. Spielminute konnte nach zwei Treffern aus dieser Zusammenarbeit ein 5:6 auf der Uhr bewundert werden. Eishockey-Oberliga-Stürmer Luft traf nochmals, nicht ganz aus heiterem Himmel, für die Gäste, und mit einem 5:7 ging es zum zweiten Pausentee.

Danach machten die Rockets ihrem Namen alle Ehre, die Gastgeber standen wohl noch nicht ganz wieder auf dem Parkett, als es nach nur elf Sekunden hinter Hippler einschlug. Mit einem Doppelschlag in der 47./48. Minute machten Luft und Sebastian Schröder alles klar für die Gäste, während Uedesheim mit der Chancenverwertung haderte. Es kam noch schlimmer: ein Maskentreffer beendete Hipplers Arbeitstag, die Maske ließ sich auf die Schnelle nicht reparieren, und Dario Khazaei kam kalt ins Spiel. Er wurde aber sofort warmgeschossen, zumal es kurz nach seiner Einwechslung auch noch die dritte Strafe gegen die Chiefs gab. Nach zunächst einem Pfostentreffer konnte sich dann Benny Hüsken mit dem einzigen Überzahltreffer in die Liste eintragen, Jan Niklas Pietsch und Schröder legten binnen 60 Sekunden zwei weitere Tore nach.

Essen schien jetzt ein wenig das Tempo rauszunehmen, und Coach Frank Petrozza gab seinem zweiten Goalie noch knapp fünf Minuten Spielzeit, der auch gleich einen Schuss aus der Drehung von Brandon Bernhardt parieren musste. Das Duo Bonin/Scheu war schließlich nochmals erfolgreich, diesmal war Raphael der Torschütze. Mit endlich seinem Treffer am heutigen Nachmittag stellte Max Bleyer den Endstand von 7:13 her, 100 Sekunden vor der finalen Sirene.

Frank Petrozza stapelte dann auch ziemlich tief mit seiner Anmerkung: „Das war heute nicht unser bestes Spiel, aber drei Punkte sind drei Punkte.“

Die Treffer erzielten: Bonin (2), Bernhardt, Clemens, Kammen, Scheu und Bleyer für die Chiefs; Luft (4), Dreyer (3), Schröder (2), Wegener, Hellwig, Hüsken und Pietsch für die Rockets.

Für die Chiefs geht es am Samstag bereits weiter, wenn sie in Augsburg die Visitenkarte abgeben.


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