Konzentriert zum ersten Drei-Punkte-SiegRostocker Nasenbären

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„Wir haben heute nur zwei Strafen kassiert, eine in der ersten und eine in der letzten Minute. Dazwischen hat meine Mannschaft sehr konzentriert und diszipliniert gespielt. Das brachte den Erfolg“, so ein zufriedener Rostocker Coach in der Pressekonferenz nach den Match. „Die taktische Linie wurde von Beginn an umgesetzt, so dass es cool war, das Spiel mal ohne Hektik beobachten zu können.“ Das, was die Rostocker vermeiden sollten, traf aber schon nach 50 Sekunden ein. Jörg Müller ging etwas zu robust mit den Stock zum Gegner und kassierte die ersten zwei Strafminuten. Lange saß er nicht auf der Strafbank, da hatte die junge und schnell agierende Truppe des Crefelder SC schon die 1:0-Führung erzielt. Zum Glück konnte Viatcheslav Koubenski fast im Gegenzug nach einer Vorlage von Kapitän Christian Herrmann ausgleichen.  Bis zum Rostocker 2:1 (9.) durch Paul Paepke hatten die Hausherren gute Möglichkeiten für einen höheren Vorsprung. Doch selbst bei zweimaligem Überzahlspiel gelang kein Tor. Da waren die Gäste zunächst besser im Abschluss, die erst zum 2:2 (14.) ausglichen und noch das 3:2 (19.) erzielten. Jörg Müller behielt zehn Sekunden vor der ersten Pause den Kopf oben und nutzte ein Zuspiel von Kristian Damgaard zum 3:3-Ausgleich.

Mit 4:1 ging der zweite Spielabschnitt dann deutlich an die Nasenbären, die jetzt etwas flinker auf den Rollen waren und ihre Möglichkeiten für vier Treffer in Folge besser umsetzten. Zugute kam den Einheimischen nach dem frühen 4:3 (22.) durch Viatcheslav Koubenski eine Fünf-Minuten-Strafe gegen die Krefelder. Der Sünder André Kammen durfte danach gar nicht mehr spielen. Zunächst traf Christian Ciupka, dann Kristian Damgaard und zum 7:3 (29.) noch Jörg Müller. Hier hatten Patrick Folkert, Christian Ciupka und erneut Jürgen Brümmer aufgelegt. Nachdem Krefeld noch auf 4:7 (30.) verkürzen konnte und auch das erste Tor im letzten Drittel zum 5:7 (45.) erzielte, waren wieder die Nasenbären am Drücker. Zunächst traf Marko Jagnow, dann zweimal Christian Herrmann mit knallharten und platzierten Schlagschüssen und zum Schluss noch Søren Damgaard zum 11:5 (59.). Das letzte Tor der Gäste war nur noch Ergebniskosmetik.

Auffallend in diesem Spiel war eine geschlossen agierende Rostocker Mannschaft, die immer wieder in Christian Herrmann und besonders Jürgen Brümmer ihre Antreiber hatte. So konnten sich alle Feldspieler auch in der Scorerliste notieren lassen. Die führt bei den Nasenbären nach fünf Begegnungen Kristian Damgaard mit zwölf Punkten (6 Treffer, 6 Vorlagen) an. Übrigens war nach seiner Weltreise Keeper Felix Thomas nach fast einem Jahr Abwesenheit wieder im Rostocker Aufgebot. Nach diesem Erfolg tauschten die Nasenbären mit den Gästen den Tabellenplatz und sind in der ersten Liga mit fünf Punkten nach fünf Spielen vorerst Zehnter. Der Erfolg über den Crefelder SC trägt auch dazu bei, das kommende schwere Auswärtsspiel am Samstag beim Deutschen Meister TV Augsburg mit breiterer Brust anzugehen.