Klare Niederlage in Schwabmünchen

Hotdogs besiegen KollnauHotdogs besiegen Kollnau
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Viel hatte man sich für das Gastspiel bei den Mammuts des TSV Schwabmünchen vorgenommen, so gut wie nichts davon wurde in die Tat umgesetzt. So unterlagen die Hotdogs Bräunlingen in der Skaterhockey-Bundesliga mit 7:12 (2:6, 0:2, 5:4).

Kompakt wollte man stehen, um Ruhe und Übersicht in die Partie gegen den jetzigen Tabellenzweiten der 1. Bundesliga Süd zu bringen. Dass aber allein in den ersten 20 Minuten schon sechs größtenteils blitzsauber herausgespielte Treffer im Gehäuse von Bräunlingens Goalie Dominik Müller einschlugen, beweist, dass von Kompaktheit am gestrigen Samstag in Bayern nicht die Rede sein konnte. Haarsträubende Fehler in der Abstimmung des Dogs-Teams luden die Gastgeber geradezu ein, wunderschöne Tore zu erzielen und innerhalb kürzester Zeit einen Kantersieg einzuläuten. Zu bemitleiden waren in vorderster Front wieder einmal die aus Bräunlingen mitgereisten Fans, für die es ein Gräuel gewesen sein muss, anschauen zu müssen, was ihre Jungs unten auf der Spielfläche der Grundschulsporthalle in Schwabmünchen da aufs Parkett „zauberten“.

Wenn man, was ja nichts wirklich Neues für Bräunlingen ist, immer erst mit dem Toreschießen beginnt, wenn der Gegner bereits deutlich in Führung liegt, ist es in dieser Liga einfach schwer, eine ernstzunehmende Aufholjagd einzuleiten. Dennoch, nach dem vierten Heimtreffer in der zwölften Minute, war es Bräunlingens gut agierender Kapitän Philipp Rosenstihl, der in Minute 17 nach Pass von Thomas Hutmacher zum 1:4 traf. Nach zwei weiteren Mammuts-Treffern war es Youngster Andreas Bernstorff, der auffälligste Mann der Hotdogs in letzter Zeit, der in der 20. Minute zum Pausenstand von 2:6 einnetzte.

Im zweiten Abschnitt gelang es den Bräunlingern das Tempo aus dem Spiel zu nehmen, zweimal traf der TSV aber dennoch. Selbst gelangen in diesen 20 Minuten aber keine Treffer, so dass es mit dem Pausenstand von 2:8 in die zweite Unterbrechung ging. Im Schlussdrittel schlich sich dann wieder der Schlendrian des Auftaktsabschnittes ein und Schwabmünchen ließ sich nicht lange bitten, weitere Treffer im Dogs-Gehäuse zu versenken. Zwar traf Stefan Ziegler in der 43. Minute zum 3:8, doch zwischen Minute 45 und 57 schraubten die Gastgeber das Ergebnis auf 12:3 hinauf, was dem Spielverlauf nach auch ein gemäßes Resultat gewesen wäre. Um den Lohn, einen weiteren Kantersieg wie gegen Uedesheim oder auswärts in Langenfeld einzufahren, brachten sich die Mammuts in den letzten drei Minuten jedoch ganz allein. Denn in der 58. und dreimal (!) in der 60. Minute konnte Bräunlingen noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben, als der TSV das Spiel drei Zeigerumdrehungen zu früh ad acta gelegt hatte und plötzlich nicht mehr wirklich auf dem Feld stand. Erfreulicherweise gelang es aus Sicht des Teams von Trainer Jens Hahn, dies zu erkennen und durch Philipp Dold, Andreas Bernstorff, Stefan Ziegler und Michael Rosenstihl vier Treffer zum Endstand von 7:12 aus Sicht der Bregtäler zu markieren.

Ein Lob gilt es trotz der neuerlichen Misere auszusprechen: Neben Philipp Rosenstihl, der alles versuchte, um als Leader mit gutem Beispiel voranzugehen, stechen derzeit die jüngsten Akteure um Dold, Ziegler und vor allem Bernstorff hervor. Stefan Ziegler brachte es bei den sieben Bräunlinger Treffern auf insgesamt fünf Punkte (zwei Tore, drei Assists), Andreas Bernstorff, die ganze Saison schon mit einem tollen Lauf, konnte auch beim TSV an seine Form anknüpfen und schon zum dritten Male zwei Treffer in einem Spiel für die Dogs erzielen.


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