Kein Grund zum Jubeln

Gelungener Einstieg in die neue SaisonGelungener Einstieg in die neue Saison
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Verloren und dennoch gewonnen! Wie geht das? Trotz der frustrierenden Niederlage gegen den Absteiger Crefelder SC bleiben die Crash Eagles Kaarst nicht nur in der 1. Skaterhockey-Bundesliga, sondern müssen nicht einmal in die Relegation. Das bessere Torverhältnis gegenüber den Samurai Iserlohn gab den Ausschlag. Auf den letzten vier Plätzen musste der Rechenschieber über die Platzierungen entscheiden. Schlussendlich entschied in allen Fällen das bessere Torverhältnis aller Meisterschaftsspiele. Kaarst stand gegenüber Iserlohn eben so besser da wie Menden gegen Krefeld. Nun ist für die Eagles diese verkorkste Saison zu Ende und das Trainergespann kann sich voll und ganz auf die Zukunft konzentrieren.

Das Spiel gegen Krefeld ist schnell erzählt. Die Skating Bears hatten mehr Herz und Ehrgeiz, zwei Punkte zu ergattern. Kaarst hatte wohl nach dem letzten Sieg in Menden nicht den allerletzten Biss. So erwischte Krefeld auch einen perfekten Start. Nach zwölf Minuten führten sie 2:0 durch Tore von Wasja Steinborn und Dennis Holthausen. Kaarst wachte auf und drehte den Spieß um. Am Ende des ersten Drittels stand es 2:2 dank zweier Tore von Oliver Latocha (15., 17.).

Mike Höfgen gelang nach Wiederbeginn die 3:2-Führung (22.) und es sah aus, als ob Kaarst das Spiel in den Griff bekäme. Das Spiel wog aber während der nächsten 15 Minuten hin und her und beide Teams erarbeiteten sich eine Menge Torchancen. In der 34. Minute kassierte Eagles-Keeper Robert Pinior seinen dritten Gegentreffer durch Patrick Büren und so ging es in die letzte Pause.

Krefeld kam frischer aus der Kabine zurück und ging nach 13 Sekunden dritten Mal in Führung. Torschütze war Patrick Büren. Aber Eagles-Torjäger Oliver Latocha sorgte in der 42. Minute für den 4:4-Ausgleich. Krefeld wehrte sich verzweifelt und spielte mit mehr Herz. So gelang ihnen folgerichtig die erneute Führung, wieder durch Patrick Büren (46.). Damit nicht genug. Nun zog Krefeld davon und spielte sich in einen Rausch, den sich der Trainer sicherlich öfter in der laufenden Saison gewünscht hätte. Aber ein Lokalderby gibt es eben nur zweimal pro Spielzeit. Innerhalb von acht Minuten zogen sie sogar auf 7:4 davon. Jens Meinhardt (46.) und Dennis Holthausen (54.) sorgten für einen komfortablen Vorsprung. Darauf ruhten sich die Gäste aus. Das Spiel Rostock gegen Kaarst hat jedoch allen Beteiligten gezeigt, dass man auch im Skaterhockey in fünf Minuten mehrere Tore schießen kann. Ein Fünkchen Hoffnung glimmte auf, als Tim Hauck einen Pass von Oliver Latocha in der 58. Minute zum 5:7 erzielte. Trainer Hellwig reagierte sofort und nahm den Torhüter hinaus. Lohn dieser Entscheidung war der sechste Treffer der Kaarster durch Oliver Latocha, der im Nachstochern einnetzte. Noch waren 42 Sekunden zu spielen. Am Ende blieb es aber beim 6:7.