Kaarst gewinnt in Lüneburg

Gelungener Einstieg in die neue SaisonGelungener Einstieg in die neue Saison
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Diese beiden Topscorer und der sehr gut aufgelegte Torhüter Oliver Winter waren die Garanten des 7:4-Auswärtssieges der Crash Eagles Kaarst bei den Salzstädtern aus Lüneburg.

„Diese drei Spieler und auch unsere insgesamt höhere Disziplin entschieden dieses Spiel“, fasste Coach Marcus Drücker nach dem Abpfiff seine ersten Eindrücke zusammen. Dazwischen lag ein hartes Stück Arbeit.

Wie erwartet waren die Keiler ein kämpferisch eingestellter Gegner angetrieben von einem lautstarken Anhang. Dennoch ließen sich die Adler nicht auf einzelne Scharmützel ein. Sie ließen sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als Lüneburgs Wjatscheslaw Fritz in der zehnten Minute den Führungstreffer erzielte. Die Antwort der Adlertruppe folgte auf dem Fuß. Der Hallensprecher gab gerade noch den Namen des Torschützen durch, da konterte 30 Sekunden nach der Lüneburger Führung Christopher Pickhardt und erzielte den 1:1-Ausgleich. Kaarst nahm nunmehr phasenweise das Heft in die Hand. Noch eine Überzahlsituation und die Chancen zur erstmaligen Führung lagen in der Luft. Leider vertändelte man im Aufbau den Ball und Erich Dumps fing einen Querpass ab, lief alleine auf das Kaarster Tor zu und versenkte den Ball unter dem Jubel der heimischen Zuschauer zum 2:1 (14.). Dennoch spielte Kaarst konzentriert weiter und konnte noch innerhalb derselben Überzahl den erneuten Ausgleich schaffen. Christian Perlitz verwandelte einen knallharten und gezielten Schlagschuss von der Seitenlinie (16.). Noch vier Minuten waren im ersten Drittel zu spielen. Es sah alles nach einem Unentschieden nach den ersten 20 Minuten aus. Wieder saß ein Lüneburger Spieler auf der Strafbank. Christopher Pickhardt erhielt ein Zuspiel des Centers und schlenzte ansatzlos von der Seitenlinie ins obere Eck. Lüneburgs Torhüter Jan-Philipp Fiege war verdutzt (19.).

Zurück kam ein engagiertes Kaarster Team, das die ersten zehn Minuten des Spiel klar diktierte. Kurz nachdem der vierte Lüneburger Spieler von der Strafbank zurückkehrte, legte Cédric Rauhaus einen Querpass prächtig auf Christopher Pickhardt auf, der ihn zur 4:2-Führung verwandelte (23.). Mitte des Drittels verloren die Eagles den Tordrang und Lüneburg kam wieder stärker auf. Angetrieben vom Publikum entwickelte sich ein munteres Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. In diesen Momenten stand Oliver Winter, der den noch grippegeschwächten Robert Pinior im Tor vertrat, seinen Mann und wehrte Schüsse aus nächster Nähe ab. Die durch die beruflich bedingten Ausfälle neu zusammengestellten Abwehrreihen schwammen in diesen Momenten etwas, hatten aber Glück und konnten sich heute auf die Fangkünste von Oliver Winter verlassen. Als diese Phase überstanden war, nahm sich in der 38. Minute Kapitän Michael Geiß den Ball und lief über das gesamte Spielfeld, passte anschließend gekonnt zu Oliver Latocha, der auch problemlos den 5:2-Vorsprung herausspielte. War Lüneburg schon geschlagen? Nein, noch nicht. Sie kamen noch einmal stärker auf, es war der Mut der Verzweiflung, mit dem sie sich gegen die drohende Niederlage stemmen wollten. Zehn Sekunden vor Ende des zweiten Drittels ging ein Schlagschuss neben das Gehäuse von Oliver Winter und der von der Wand abprallende Ball erwischte Klaas Jeschke als Erster und verkürzte somit auf 3:5 aus Lüneburger Sicht.

Nun mussten die Trainer Marcus Drücker und Arnold Kuschnitzki alle Motivationskräfte in den Spielern freimachen, um sich gegen den zu erwartenden erneuten Ansturm der Gastgeber zu wappnen. Dies gelang auch lange Zeit ohne große Probleme, wobei sich die Rückkehr von Verteidiger Martin Fonken in brenzligen Situationen auszahlte. Er brachte Ruhe ins Spiel und nahm sich und der Mannschaft manche Auszeit und Verschnaufpause, ehe das Spieltempo wieder erhöht wurde. Die besonnen und gut leitenden Schiedsrichter Sascha Strachowitz und Christian Groeters behielten auch im Schlussabschnitt die Übersicht und setzten so mancher Lüneburger Keiler für zwei Minuten in die Kühlbox. Allerdings konnten die Eagles solche Momente nicht weiter nutzen. In der 53. Minute kam der starke Schlussauftritt von Christian Perlitz. Er erhöhte mit seinem zweiten Treffer auf 6:3, den Lüneburg nochmals vier Minuten später mit dem 4:6 beantwortete. Ulf Ebeling brachte nach einer verwirrenden Szene vor dem Kaarster Tor den Ball über die Linie. Nun versuchten die Salzstädter alles auf eine Karte zusetzen und nahmen schon sehr früh ihren Torhüter zugunsten eines fünften Feldspielers vom Platz. Erst 48 Sekunden vor Schluss konnte die Kaarster Abwehr den Ball in aller Ruhe erobern und Christian Perlitz lupfte das Spielgerät im hohen Bogen fast über das gesamte Feld ins leere Tor. 4:7 und der Widerstand war nun endgültig gebrochen.

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