Iserlohn in entscheidenden Situationen einfach clevererRhein-Main Patriots

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Auch im letzten Auswärtsspiel konnten die Niddataler keine Punkte mitnehmen. Trotz engagierter Leistung und einer 1:0-Führung durch Christian Trautmann in der achten Spielminute waren die heimischen Iserlohner an diesem Samstagabend einfach cleverer. Iserlohn setzte sein druckvolles Spiel besser um und war in der Chancenverwertung abgeklärter. Besonders Nationalspieler Pascal Neumann zeigte mit vier Toren seine Klasse.

Dennoch spielten die Patriots, die ohne Hannes Ressel und Nationalspieler Marcel Patejdl antraten, selbstbewusst und führten bis zur 15. Minute, bis Pascal Poersche ein Abstimmungsfehler in der Patriots-Hintermannschaft zum 1:1-Ausgleich nutzte. Drei Minuten später klärte Verteidiger Andre Gabler im Torraum der Hessen mit der Hand; die Folge: Penalty für Iserlohn. Und eben dieser Pascal Neumann war es, der Ingo Schwarz im Tor der Patriots keine Chance ließ und die erste Führung der Sauerländer bescherte. 30 Sekunden später gar der Treffer zum 3:1 für Iserlohn. Erneut ließ man einen Sauerländer vor dem Tor blank stehen und das nutzt der Tabellen zweite eiskalt. Torschütze war Dominik Bialke.

Mit diesem Ergebnis ging es auch ins zweite Drittel. Die Patriots spielten weiter gut mit und erarbeiteten sich zahlreiche Torchancen, doch das leidige Thema Chancenverwertung war auch an diesem Tag wieder Grund für einen weitaus knapperen Ausgang. Die Hausherren machten es dagegen besser und so konnten sie durch Jan Schreiner auf 4:1 erhöhen. 27 Minuten waren gespielt, aber bei den Patriots kein Anzeichen von Resignation, versuchte man weiter Iserlohn zu beschäftigen. In der 38. Spielminute war es dann Jan Erik Bannenberg, der den verdienten Anschluss der Hessen markierte. Doch Iserlohn wusste zu Antworten und so war es nur eine Minute später Pascal Neumann, der den Drei-Tore-Vorsprung  wieder herstellte.

Im Schlussabschnitt PowepPlay für Assenheim. Zahlreiche Einschussmöglichkeiten blieben ungenutzt, und dann war es Neumann, der ein Abspielfehler nutzte und  frei vor dem jetzt im Patriots-Tor stehenden Marcel Kempf, einschieben konnte. Die Moral der Patriots war weiter in Takt, das zeigte die Antwort von Marco Forster, der 80 Sekunden später für die Patriots zum 6:3 einschoss. Man versuchte nun alles und reduzierte auf zwei Reihen, doch ein vermeidbarer Wechselfehler der Niddataler verhinderte weiteren Druck auf das Tor der Samurai. Stattdessen Power Play für Iserlohn und das 7:3 für die Hausherren durch Marco Peters. Wieder komplett versuchte man erneut heranzukommen, doch ein sehr gut ausgespielter Konter brachte das 8:3 für Iserlohn. Das Spiel war gelaufen, doch dass die Patriots sich nicht aufgaben zeigt der Treffer zum 8:4 von Marco Forster. Der Schlusspunkt war aber dem an diesem Tag besten Akteur auf dem Feld gewidmet. Pascal Neumann machte mit seinem vierten Treffer den 9:4-Erfolg der Sauerländer perfekt.

„Wir hatten eine sehr junge Mannschaft heute in Iserlohn dabei. Einige haben noch keine zehn Bundesligaspiele in  ihrer Kariere bestritten. Dass da kleinere Fehler auftreten, ist absolut zu erwarten. Dennoch hat die Mannschaft Moral gezeigt und gegen den Tabellenzweiten zeitweise auf Augenhöhe agiert. Ich denke, das Ergebnis ist zwei bis drei Tore zu hoch ausgefallen. Wir sind auf einem guten Weg“, zeigte sich Co-Trainer Jan Hofmann nicht sehr enttäuscht.

Aufgrund der übrigen Bundesligaergebnisse kann man das im Patriots-Lager auch sein, verloren die Verfolger Krefeld gegen Bissendorf mit 3:8 und Essen in Köln mit 3:7. Das verbleibende Restprogramm  bringt den Patriots nun noch zwei Heimspiele. Am Samstag empfangen sie den Vizemeister Duisburg und eine Woche später kommt Köln in die Inlinehalle nach Assenheim. Spielbeginn ist jeweils um 19 Uhr.