Iserlohn gewinngt Play-down-Serie

Hotdogs besiegen KollnauHotdogs besiegen Kollnau
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Nichts war es mit dem Klassenerhalt in der ersten Runde der diesjährigen Play-downs der Skaterhockey-Bundesliga. In Spiel zwei der Serie unterlagen die Hotdogs Bräunlingen gegen Samurai Iserlohn mit 5:12 (2:2, 3:6, 0:4). Nun müssen die Dogs in der Relegationsrunde ran.

Dabei verlief alles wie so oft schon in der Vergangenheit. Das erste Drittel am Sonntag war mit Sicherheit eines der besten, was die Hotdogs in der gesamten Saison 2008 gespielt haben. Wieder einmal legte man los wie die Feuerwehr und war im Startdrittel mit den Gästen auf Augenhöhe. So war es auch kein Wunder, dass Bräunlingen in der fünften Minute durch Joe Obergfell verdient in Führung ging. Iserlohn war hiervon nur bedingt beeindruckt und kam durch Treffer von Bialke und Poerschke (8., 12.) zur 2:1-Führung. Bräunlingen seinerseits war bislang im Gegensatz zum Hinspiel aber nicht bereit, sich seinem Schicksal ohne Weiteres zu überlassen und kam in der 19. Minute durch Martin Lange zum 2:2-Ausgleich. Goalie Dominik Müller, gestern mit mehreren Glanzparaden auffällig, konnte kurz darauf mit einem starken Save nach einem Direktschuss das Unentschieden für sein Team in die Pause retten.

War bis dato alles für Bräunlingen noch gut gelaufen, so nahm das Schicksal wieder einmal im Mitteldrittel, wie schon so oft, seinen Lauf – und das mehr als niederschmetternd. Hatte man sich nach den Lehren des ersten Aufeinandertreffens in Iserlohn noch fest vorgenommen, den Gästen diesmal keine Geschenke in Form von Überzahlmöglichkeiten zu bereiten, so war dieses Vorhaben spätestens nach den ersten 20 Minuten ad acta gelegt worden und den Gästen Tür und Tor zu Powerplay-Treffern geöffnet. Sage und schreibe fünf der sechs Tore, die die Sauerländer in diesem Abschnitt erzielen konnten und die letztlich auch den klaren Sieg einleiteten, fielen bei numerischer Überzahl der Samurai. Für die Gästetreffer im zweiten Drittel zeichneten zwei Mal Poerschke (26., 27.), Eckert (28.), Borchmann (30.), und zwei weitere Male Poerschke (31./36.) verantwortlich. Überhaupt gelang es trotz aller Vorwarnungen in der gesamten Serie nicht, den Iserlohner Sturmführer Pascal Poerschke auszuschalten. Er und sein kongenialer Leader-Kollege Sascha Jacobs trugen einen Großteil zu den beiden Siegen über die Dogs bei. Für Bräunlingen trafen in diesem Abschnitt Philipp Butkus (24.) zum zwischenzeitlichen 3:2 und zwei Mal Hotdogs-Kapitän Philipp Rosenstihl zum 4:7 und 5:8 (34./37.). Mit diesem Stand ging es in die zweite Unterbrechung.

Spätestens nachdem durch Sommer in der 42. Minute das 9:5 für Iserlohn gefallen war, begannen die Hoffnungen der Fans in der Sporthalle endgültig merklich zu sinken. Man spürte förmlich, wie es zunehmend mucksmäuschenstill in der wieder einmal bestens gefüllten Hockeyarena wurde und dem Scheitern gegen die Samurai wohl nichts Sonderliches mehr entgegen gesetzt werden könne. Und dabei blieb es dann auch. Wieder hatte Bräunlingen im gesamten Spiel und eben auch im Schlussabschnitt etliche Tormöglichkeiten, um mehr als fünf Treffer bei einer derart offensiv ausgerichteten Vorgehensweise zu erzielen. Doch die Torabschlüsse, wenn sie denn mal durchkamen und in die Nähe von Iserlohns Schlussmann Röske kamen, waren allzu oft nicht mehr als ein laues Lüftchen vor den Schonern des Samurai-Goalies bzw. gar teils nicht einmal als erstligatauglich einzustufen. Die zurecht enttäuschte Bräunlinger Fanschar musste dann in der 51., 57. und 59. Minute noch die Gegentreffer zehn, elf und zwölf durch Eckert, Jacobs und Poerschke zum letztlichen Endstand von 5:12 aus Sicht der Heimmannschaft über sich ergehen lassen, bis die Schlussirene erklang und der verdiente Klassenerhalt der Sauerländer feststand.