In letzter SekundeAbstieg der Düsseldorf Rams

In letzter SekundeIn letzter Sekunde
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Man wollte die theoretische Chance nutzen und Kaarst bezwingen. Der Auftakt war verheißungsvoll, die Rams das stärkere Team mit deutlich besseren Torchancen, die jedoch zu Beginn sträflich ausgelassen wurden. Bei  vier gegen zwei Feldspieler gelang den Rams durch Moritz Matzkies der erste Treffer.

In der 22. Minute konnte Robin Wilmshöfer sich bis vor den Kaarster Schlussmann tanken und ihn mit einem Rückhandheber überwinden. Bis dahin lief alles gut für die Rams, aber es war dennoch erkennbar, dass Kaarst nun besser spielte und ihrerseits einige gute Szenen hatten, die sie in der 32. Minute mit dem ersten Tor abschlossen. Düsseldorf hielt körperlich dagegen, wurden aber nun ebenfalls mit Strafzeiten belegt in den Minuten 35 und 38, die Kaarst beide durch platzierte Schlagschüsse in zählbaren Erfolg umwandeln konnte.

Der Rückstand war dem Spielverlauf nicht angemessen, aber von den Düsseldorfern selbst zu verantworten. Die Rams kamen aber mit dem entsprechenden Willen aus der Drittelpause, das Stürmerduo Wilmshöfer / Matzkies belegte dies mit dem Ausgleich. Jedoch nur drei Minuten später sorgten defensive Abstimmungsprobleme für die erneute Führung der Greifvögel. Und wieder stießen die Widder zu. Jakob Matzken fasste sich ein Herz, hämmerte den Ball auf den Kaarster Schlussmann, der nur nach vorne abprallen lassen kann und Matzken hämmerte den eigenen Rebound in die Maschen, Ausgleich bei 57:16. Die theoretische Chance auf Klassenerhalt lebte, Lüdenscheid lag in Iserlohn zurück. Die Rams waren nun das stärkere Team auf dem Platz, aber Kaarst abgeklärter. Erneuter Defensivfehler, 58:21 Kaarst ging wieder in Führung.

Die Rams nahmen die letzte Auszeit, Wilmshöfer/Wilbert stimmten die Überzahl ab, zeichneten die Positionen auf und holten Felix Tauer aus dem Tor. Und endlich einmal gelang der Ausgleich ohne Empty-Net, im riesigen Jubel traf Raphael Scheu auf Vorarbeit von Jakob Matzken. Danach folgten die wohl schwärzesten Sekunden des Düsseldorfer Skaterhockeys. Es waren noch exakt 28 Sekunden zu spielen, und aus unerklärlichen Gründen gingen die Spieler auf dem Feld nicht aktiv genug auf die Kaarster Angreifer zu, die sicherlich nicht auf diese Chance hoffen konnten, und so schoss eine Sekunde vor Schluss Kaarst den Siegtreffer durch Mann und Maus hindurch ins Düsseldorfer Tor.

Damit hat Kaarst noch Chancen auf den Klassenerhalt, Düsseldorf geht natürlich mit sehr traurigen Emotionen zu Saison- und Spielverlauf in die 2. Bundesliga. Allerdings mit Konzept. So will man auch diese Niederlage, wie schon so viele andere in der Vereinsgeschichte verarbeiten und verkraften. Düsseldorf hat kein klassisches Absteigergesicht gezeigt. Viel zu viele Spiele gingen äußerst knapp verloren und waren bis zum Ende offen. Aber es gibt keinen halben Abstieg.

Am kommenden Samstag findet somit das letzte Erst-Bundesligaspiel der Rams im Sportpark Niederheid gegen die Bissendorfer Panther statt.