IHC schießt sich mit Derbysieg zum HeimrekordIHC Atting

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Als die Spieler nach dem Spiel auf der Fläche erstmals in dieser Saison die Raupe machten und sich überglücklich vom Publikum verabschiedeten, wussten sie noch nicht, dass es noch mehr zu feiern geben würde: Denn ausgerechnet Abstiegskandidat Freiburg Beasts leistete durch ein 7:6 gegen Verfolger Düsseldorf Rams Schützenhilfe. Der Erstligaabsteiger hat somit nun eine Niederlage mehr auf dem Konto als die Wölfe.

Am Sonntag hätte es dann fast weitere Hilfe gegeben: Denn Düsseldorf konnte nur knapp mit 9:7 in Merdingen gewinnen und der Tabellenzweite Schwabmünchen Mammuts konnte sich erst in den letzten Sekunden alle drei Punkte beim 7:6 in der Donau Arena Regensburg gegen Bernhardswald sichern. „Für uns heißt das nach wie vor, dass wir wohl zwei der letzten drei Spiele gewinnen müssen“, sagt IHC-Trainer Jürgen Amann. Kommenden Samstag geht es nach Merdingen, nach langer Sommerpause dann am 14. und 15. September nach Freiburg und Spaichingen.

Das Derby gegen Bernhardswald war zum Abschluss noch einmal ein Highlight der diesjährigen Heimspielsaison. Beide Teams zeigten eine starke Leistung und schenkten sich über 60 Minuten nichts, zwischendurch waren auf den Strafbänken nur noch Stehplätze frei. Besonders die Gäste haderten mit den nach ihrer Meinung zu kleinlich pfeifenden Referees, führten oft lange Diskussionen und handelten sich gleich vier Disziplinarstrafen ein – die meisten davon in der Schlussphase.

Die Wölfe waren stark ersatzgeschwächt in die Partie gegangen. Nach den Ausfällen von Wolfgang Hiendl, Tim Dünnbier, Florian Tkocz und Rene Röthke erwischte es im Spiel auch noch Tim Bernhard, dessen Verletzung aus dem Hinspiel (7:3) wieder aufbrach. „Wir haben heute ohne unsere drei besten Scorer gewonnen und auch noch zu Null gespielt, das ist schon fantastisch“, strahlte Coach Amann nach dem Spiel über das ganze Gesicht.

Zunächst aber hatte es nicht danach ausgesehen, denn die Gäste hatten in der Anfangsphase etwas mehr vom Spiel. Goalie Raphael Heitzer war aber stets auf dem Posten und freute sich am Ende über das im Skaterhockey äußerst seltene Zu-Null-Spiel: „Meinen letzten Shutout hatte ich in der Regionalliga vor sechs Jahren, aber da hatte ich wesentlich weniger zu tun als heute.“

Fabian Hillmeier sorgte wenige Sekunden vor der Pause per Abstauber in Überzahl für die 1:0-Führung. Im zweiten Drittel war es dann Matthias Rothhammer, der in Unterzahl allen davon eilte und mit etwas Glück Jonas Leserer zum 2:0 überwand. Nach dem 3:0 durch einen schönen Trick von Hillmeier (32.) und einem weiteren Überzahltor von Simon Bogner (36.) waren die Wölfe auf einmal davon gezogen. „Auch das war heute ein wichtiger Faktor“, sagte Amann. „Wir haben zum richtigen Zeitpunkt die nötigen Tore geschossen.“

Im Schlussdrittel vergab Hillmeier dann noch einen Penalty. Das Spiel war nun aufgrund der vielen Strafzeiten äußerst zerfahren. Beide Teams zeigten sich nun stark in Unterzahl, so dass es am Ende beim 4:0 blieb. Es war das Spiel mit den wenigsten Toren der gesamten bisherigen Zweitligasaison. Außerdem ist der IHC Atting nun zwei komplette Spielzeiten im heimischen Stadion unbesiegt.