IHC in Köln und Krefeld nur AußenseiterIHC Atting

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„Natürlich wollen wir jedes Spiel gewinnen, aber auswärts sind wir in jedem Spiel Außenseiter. Jetzt zu meinen, dass wir sicher die nächsten Punkte holen, wäre absolut vermessen. Wir müssen uns jeden Punkt hart erarbeiten“, sagt er vor den beiden Duellen am Samstag in Köln (18 Uhr) und am Sonntag in Krefeld (14 Uhr). Während Punkte bei Meisterschaftsmitfavorit Köln ohnehin in fast unerreichbaren Höhen hängen (Amann: „Das wäre ein Sensation“), sieht er sein Team auch beim Tabellenletzten Skating Bears Krefeld nicht unter Druck: „Krefeld will sich für die Auftaktpleite bestimmt rehabilitieren. Sie dürften ebenfalls um den Klassenerhalt kämpfen und brauchen daher jeden Punkt. Sie sind in der Favoritenrolle.“

Schon im Vorjahr entging der Club, der einer der größten und ältesten Deutschlands ist, nur knapp dem Abstieg. Vor einer Woche gab es zum Auftakt zu Hause ein 3:9-Heimdebakel gegen die Highlander Lüdenscheid. „Ich erwarte aber hier eine ähnlich kampfbetonte Partie wie gegen Assenheim“, sagt Amann. „Wir müssen von Beginn an alles geben. Krefeld hat gegen Lüdenscheid nur ein Drittel verschlafen. Wir wissen, wie schnell es im Skaterhockey gehen kann. Da müssen wir aufpassen, dass uns so etwas nicht auch passiert und noch mehr kämpfen als in Assenheim.“

Während beim IHC mit Kapitän Fabian Hillmeier, Dominik Nissen, Tobias Wolf und Neuzugang Michael Welter vier Spieler fehlen, werden die Skating Bears laut eigenen Aussagen mit Ausnahme von Goalie Christian Kramer vollständig antreten können. Allerdings gab es vor der Saison einen großen Umbruch im Kader: Viele Leistungsträger wie Nationalspieler Dennis Holthausen (Duisburg), Patrick Komor (Ziel unbekannt) sowie Dennis Kobe, Tim Bothe und Tim Gregorie (alle Uedesheim) haben den Club verlassen. Kompensiert wurde dies hauptsächlich mit dem erfolgreichen Nachwuchs. Die Junioren waren 2012 deutscher Meister.

Immerhin: Beim IHC wird Simon Bogner sein Saisondebüt geben, so dass dem Coach drei Reihen zur Verfügung stehen werden. „Das ist für ein Doppelwochenende enorm wichtig“, sagt der Coach. „Super ist auch, dass ich mit Simon und Florian Tkocz zwei Verteidiger habe, die enorm viele Spielzeit nehmen können.“

Die Verteidigung und die Goalies werden gegen Köln besonders unter Druck stehen. Die Rheinos waren von 2006 bis 2010 viermal deutscher Meister sowie 2008 und 2010 Europapokalsieger. Vergangenes Jahr schieden sie im Halbfinale in drei Spielen gegen Augsburg aus, sind aber in dieser Saison wieder im erweiterten Favoritenkreis: „Sie werden uns nach dem 4:3 in Assenheim sicher nicht unterschätzen und von Beginn an Gas geben, aber wir sind dort nur Außenseiter“, sagt Amann. Mit den beiden Nationalspielern Robin Weisheit (97 Punkte in 22 Spielen) sowie Schlagschussspezialist (87 Punkte in 21 Partien, davon 54 Tore) verfügten die Kölner in der Vorsaison über die beiden Top-Scorer der Liga.