IHC Atting verzweifelt an Kassels DefensiveWölfe scheiden nach mitreißendem Play-off-Kampf im Viertelfinale aus

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350 Zuschauer und damit noch mehr als beim ersten Heimspiel vor vier Wochen gegen Merdingen sahen einen mitreißenden Play-off-Kampf und honorierten die Leistung beider Mannschaften schon während des Spiels mit toller Stimmung und verabschiedeten die Teams mit viel Applaus. „Die Lautstärke und die Stimmung in der Halle waren brutal“, sagte Assistenzkapitän Matthias Rothhammer, dem man wie seinen Teamkollegen die Enttäuschung deutlich ansah. „Nach dem Hinspiel habe ich mir schon gedacht, dass es sehr eng wird, aber beide Teams hätten den Sieg heute verdient gehabt“, meinte Kapitän Fabian Hillmeier.

„Der Klügere hat gewonnen“, fasste es Coach Markus Alzinger nur wenige Minuten nach der Niederlage zusammen. „Kassel ist defensiv unglaublich fest gestanden, sie haben wenig zugelassen und wirklich clever gespielt. Wir selbst hatten genug Chancen, gerade im ersten Drittel, aber ich habe so ein intensives Spiel noch nicht erlebt. Das hatte meiner Meinung nach Erstliganiveau.“

Waren vor einer Woche in Kassel noch insgesamt 20 Treffer gefallen (10:10) standen diesmal die Abwehrreihen und vor allem die beiden fantastisch haltenden Torhüter im Mittelpunkt – gerade im ersten Abschnitt. Sowohl Raphael Heitzer als auch Kassels Deutsch-Amerikaner Dominique Morton hatten einen Sahnetag erwischt. Kassel hatte allerdings im ersten Abschnitt auch bei drei Aluminiumtreffern der Wölfe Glück. „Kassels Goalie hat fantastisch gehalten“, sagte Roman Schreyer. „Auch wenn wir ihm die Sicht genommen haben, har er immer noch irgendwie den Ball abgewehrt.“

Hatte es nach 20 Minuten 0:0 gestanden – eine Seltenheit im Skaterhockey – fielen dann im zweiten Drittel die Tore. Kassel begann durch ihren Top-Scorer Sven Mecke, Tim Bernhard antwortete nur 20 Sekunden später mit dem 1:1. Thomas Bauer brachte die Attinger dann in der 33. Minute mit einem abgefälschten Schuss in Führung, wieder nur zwölf Sekunden später glich Mecke aus. Marvin Liebringshausens 3:2 in der 35. Minute hielt etwas mehr als vier Minuten, bis Florian Meichel 53 Sekunden vor der Pause ausglich.

Wer dachte, Kassel würde trotz kleinen Kaders die Luft ausgehen, sah sich getäuscht. Zwar ging der IHC in der 44. Minute noch einmal mit 4:3 in Führung, doch Kassel schlug erneut fast im direkten Gegenzug durch Felix Fröhlich zu. Auch eine fünfminütige Drei-gegen-Drei-Phase – eigentlich aufgrund der läuferischen Stärke ein großer Vorteil für die Attinger – brachte dann nichts Zählbares. Im Gegenteil. Erneut Fröhlich schlug in der 51. Minute zu, als ein zusätzlicher Attinger draußen saß. Atting ließ Angriff auf Angriff auf Mortons Tor rollen, doch der blieb ebenso sicher wie seine Defensive sattelfest blieb. Dennis Klinger setzte mit dem 6:4 in der 56. Minute einen weiteren Nadelstich.

Nachdem erst Meichel wenig später den Pfosten getroffen hatte, gelang Christoph Wittenzellner in der 57. Minute nach schöner Einzelaktion von der Bande das 5:6. Das Publikum schöpfte wieder Hoffnung – erst recht, als Hillmeier 66 Sekunden vor dem Ende eine Überzahl für die Attinger zog (das gute Schiedsrichtergespann ließ ansonsten sehr viel laufen), worauf die Wizards heftig protestierten. Doch nutzen konnten die Wölfe die Situation nicht mehr, Daniel Preuß traf per Empty-Net-Goal zum 7:5.

 „Es war ein Hammerspiel, wir hatten Chancen ohne Ende aber leider ging nichts rein“, fasste Goalie Heitzer zusammen. Coach Alzinger blickte bereits nach vorne. „Wir greifen nächstes Jahr wieder an. Wir spielen dann eine ganze Saison in unserer neuen Halle und probieren es wieder.“ Play-offs dahoam hat nun nur noch der Nachwuchs. Jugend und Schüler spielen ab kommendem Samstag in den Finals um die bayerische Meisterschaft.

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