IHC Atting nach 17:6-Erfolg in Deggendorf klar auf Playoff-KursDerbysieg bringt drei Punkte und Rang drei

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„Das Spiel war gut und es waren drei wichtige Punkte“, lautete das Fazit von Kapitän Fabian Hillmeier. „Aber es war sehr, sehr heiß.“ Bei Temperaturen von gut über 30 Grad kam den Attingern zugute, dass sie wie immer auf drei Reihen zählen konnten – wie diesmal auch die Deggendorfer, die beim 14:8-Erfolg der Attinger im Hinspiel nur zwei Reihen aufgeboten hatten. Mehr als zwei Drittel lang stand der erneut starke Pflanz-Goalie Manuel Früchtl vielen Attinger Toren im Weg. Früchtl verletzte sich aber nach rund 50 Minuten und allein in den letzten zehn Minuten erzielten die Attinger acht Tore.

Hillmeier war dabei einer der entscheidenden Akteure. Er erzielte im ersten Drittel das zwischenzeitliche 2:1 und bereitete das 1:0 durch Matthias Rothhammer sowie das 3:1 durch Marco Rothhammer vor. Im zweiten Drittel ließen die Wölfe dann erst zwei Überzahlsituationen aus, ein Doppelschlag von Hillmeier (33.) und erneut Marco Rothhammer (34.) ließ sie dann aber auf 5:1 stellen. Das 2:5 der Deggendorfer durch Stefan Bauer erwiderte Robert Kuhnle eine Sekunde vor dem Drittelende in Überzahl mit dem 6:2. Ein weiteres Deggendorfer Tor wurde wegen eines vorausgegangenen Fouls an Torhüter Raphael Heitzer nicht anerkannt.

Im Schlussdrittel war aber zunächst Deggendorf an der Reihe: Ein Doppelschlag durch Tim Hauck und Julian Bergbauer (42.) halbierte den Rückstand, wieder war aber Hillmeier (erneut in Überzahl) zur Stelle und  erzielte in der 45. Minute das 7:4. Nach dem 5:7 durch Bauer gelangen Christian Prasch und Matthias Rothhammer die Treffer zum 8:5 und 9:5.

Neben der Verletzung von Goalie Früchtl musste Deggendorf in den letzten zehn Minuten zahlreiche Strafen hinnehmen, darunter eine Fünf-Minuten-Strafe gegen Maximilian Aigner. Die Wölfe nutzten dies zu acht Toren, unter anderem einem Dreifachschlag von Tim Bernhard binnen nicht einmal zwei Minuten.

Nun gehen die Wölfe in die in diesem Jahr kurze Sommerpause. Am 25. August erwarten sie dann den ERC Ingolstadt zum nächsten Derby. Ob dies oder vielleicht erst das letzte Heimspiel der Hauptrunde am 15. September gegen den HC Merdingen in der neuen Halle in Atting gespielt werden können, hängt vom Baufortschritt der kommenden beiden Wochen in Atting ab. Neben den Trockenbauern waren dort auch die IHC- und EC-Mitglieder in den vergangenen Tagen im Einsatz und verlegten Leitungen.

Den Play-offs sind die Wölfe nach nun 13 Punkten aus den vergangenen fünf Spielen ein großes Stück näher gekommen, zumal auch die Verfolger aus Ingolstadt (5:10 in Augsburg) und Freiburg (4:5 nach Penaltyschießen bei den Rhein-Main Patriots) am Wochenende patzten. In Freiburg müssen die Wölfe am 8. September ran, es folgt das Auswärtsspiel beim punktlosen Schlusslicht Sasbach einen Tag später. Mit den dort drei fest eingeplanten Punkten wären die Wölfe so gut wie durch und den Playoffs, die dann auf alle Fälle in Atting stattfinden sollen, stünde nichts mehr im Wege. Die Endrunde beginnt Anfang Oktober.