Highlander stehen im Finale

Highlander müssen unnötig zitternHighlander müssen unnötig zittern
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Die Erfolgsstory der Highlander Lüdenscheid nimmt unaufhaltsam ihren Lauf: Die Bergstädter besiegten am Samstagabend vor rund 500 restlos begeisterten Zuschauern in einem spannenden, hochdramatischen dritten Halbfinale die Bissendorfer Panther mit 5:4 nach Verlängerung und treffen ab Samstag in den Finals der Skaterhockey-Bundesliga um die Deutsche Meisterschaft auf die Duisburg Ducks.

Das Spiel lebte in den regulären 60 Minuten hauptsächlich von seiner Spannung. Beide Teams spielten vorsichtig, abwartend. Die Vermeidung von Leichtsinnsfehlern genoss oberste Priorität im BGL. Bis zur elften Minute: Im Liegen und von drei Panthern eingekesselt bugsierte Jiri Svejda die rote Kugel irgendwie ins Netz - 1:0. Die Raubkatzen, ohne Nebel, der beim Aufwärmen den Ball ans Auge bekommen hatte, schienen nicht so bissig wie vor Wochenfrist, waren spielerisch zwar besser, scheiterten aber immer wieder an Doual. Erst Sellmann nutzte inmitten des zweiten Drittels das freie Schussfeld, glich zum 1:1 aus. Die erste Überzahl überhaupt nutzte der bis dato noch nicht auf Hochtouren laufende Linke zum 2:1, als er nach Elzners Gewaltschuss abstaubte (32.), Hahnemann gelang indes der erneute Ausgleich (17.).

War das Match bis dahin eher auf leisen Sohlen dahergeschlichen, wurde die Partie allmählich dramatisch, entwicklteein Auf und Ab der Gefühle. Tim Bruchs Torjubel wurde im Keim erstickt (Ball nicht mit dem Schläger ins Tor befördert/44.), ehe Svejda, der zwischenzeitlich völlig abgetaucht war, nach Bilstein-Pass die Kelle zum 3:2 hinhielt. Starres Entsetzen zehn Minuten vor dem Ende: Die rote Kugel prallte von der Wand an den Rücken von Highlander-Goalie Doual - das 3:3 ganz bitter.

Aber das Team von Norbert Krause wollte den Sieg. Svejda traf in Überzahl jedoch nur die Latte (54.), das Spiel musste in die zweimal zehnminütige Verlängerung. Und wieder legten die Highlander vor: Ausgerechnet in Unterzahl „stahl“ sich André Bruch das Spielgerät und netzte zum 4:3 ein. Die Halle tobte. Wahnsinn. Doch Kräfte und Ordnung schwanden. Köppl behielt die Übersicht, glich zum vierten Mal aus. Bis Tim Linke kam und die Kugel via Lattenunterkante zum 5:4 ins Netz setzte - die Entscheidung in Minute 76... (Lüdenscheider Nachrichten)