Highlander müssen unnötig zittern

Highlander müssen unnötig zitternHighlander müssen unnötig zittern
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Mit 6:5 behielten die Highlander Lüdenscheid am späten Samstagnachmittag in der Rollsport-Arena an der Raumerstraße gegen Gastgeber Rockets Essen die Oberhand. Zwei am Ende glückliche Punkte zum Saisonstart in der 1. Skaterhockey-Bundesliga in der Tasche, das war unter dem Strich die Hauptsache für die „Schotten“.

Mit ihrem hochkarätig besetzten Personal hatten die Bergstädter die „Raketen“ rund eine halbe Stunde förmlich an die Wand gespielt, doch aus den „fast 2000 Torschüssen“ (Norbert Krause) machten die Highlander viel zu wenig. In Zahlen: Linkes frühe Führung egalisierte Kalka zwar postwendend, doch Bilstein rückte die Spielverhältnisse nach fünf Minuten wieder grade. Lüdenscheid verstand es aber einfach nicht, die drückende und auch numerische Überlegenheit - Essen kassierte 15 Strafminuten allein im ersten Abschnitt - in Tore umzumünzen. Immer wieder stand ein gut aufgelegter Nationalgoalie Hippler im Weg, schepperte die rote Kugel nur an die Bande, statt im Netz zu zappeln. Obendrein musste dann Balàsz behandelt werden, nachdem der Tscheche durch Sohlmanns regelwidrigen Stockeinsatz einen klaffenden Cut auf der Nase davongetragen hatte. Erst Elzner per Gewaltschuss (20.) zum 1:3 bei Vier gegen Zwei stoppte die anhaltende Zielunsicherheit des Vize-Meisters.

Weil Svejda und Bilstein binnen fünf Minuten nach Wiederbeginn nachlegten, schien das bis dato ohnehin nie von großer Spannung denn von Langeweile geprägte Duell gelaufen, die Rockets lagen am Boden. In der Folgezeit waren die Lüdenscheider mit einige Entscheidungen der Schiedsrichter nicht einverstanden – so wurde es noch einmal spannend.

Umstrittene Zeitstrafen gegen die Highlander (Bilstein, Bruch, Novak), nun auch mutiger agierende „Raketen“, auf einmal war Essen wach. Ausgerechnet in dieser Phase vergab Balàsz in doppelter Unterzahl das sechste Tor, ehe Essen richtig Gas gab und noch bis Drittelende auf 4:5 heran kam. Die Highlander, knapp zwei Minuten zu Beginn des Schlussabschnitts weiter in Unterzahl, waren gerade komplett, als Balàsz für das erlösende 6:4 sorgte. Wieder in Überzahl gelang Pfaff allerdings der erneute Anschluss. Essen drückte, war dem Ausgleich nah. Im Mittelpunkt jetzt auch Highlander-Goalie Tobias Opfermann, der im Eins-gegen-Eins ausgezeichnet gegen Hüsken und Bensch reagierte. Die Entscheidungen des Schiri-Duos trafen nun aber auch die Gastgeber, die dadurch nicht mehr entscheidend zum Zug kamen. Trauriger Höhepunkt zum Schluss: Linke kassierte bei seinem Check die rote Karte wegen angeblichen Faustschlags.

Tore: 0:1 (2:45) Linke (R. Krause), 1:1 (3:19) Kalka, 1:2 (4:33) Bilstein (Wille), 1:3 (19:13/4-2) Elzner (Linke), 1:4 (20:13/4-3) Svejda (Novak), 1:5 (26:31) Bilstein (Linke), 2:5 (29:02) Wronski, 3:5 (32:00/4-3) Sohlmann (Bensch), 4:5 (34:13/4-3) Sohlmann, 4:6 (42:04) Balàsz (Novak), 5:6 (48:09/4-3) Pfaff (Scheiff).