Highland-Game(s) zum Schluss

Da war mehr drinDa war mehr drin
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So lang oder so kurz kann also eine Bundesliga-Spielzeit mit den Rostocker Nasenbären sein. So kurzweilig die Heimspiele für die Fans und Unterstützer der Rostocker Skaterhockey-Cracks sicher auch waren, für die Verantwortlichen um Vereinsvorsitzenden Christian Ciupka war es, trotz des frühen Saison-Abschlusses, sicher eine sehr sehr lange Periode, speziell weil sich die Reihen der Ostseestädter trotz breiten Kaders zum Saisonauftakt schon früh zu lichten begannen. Neben den berufsbedingten Abgängen der Ex-Piranhas Ronny Schneider und David Hördler nach Dortmund mussten die Rostocker auch alsbald auf die Dienste von Karol Bartanus und Paul Stratmann verzichten. Zu guter Letzt spielten die Nasenbären gar ohne ihre Aktivposten Robert Busche, Jürgen Brümmer und Kapitän Paul Peapke sowie Goalgetter James Trevena-Brown.

Nach der langen Phase von fünf Heimspielen am Stück sind die Mecklenburger also zum Ende ihrer zweiten Bundesligaspielzeit noch einmal in der Fremde bei den Highlandern Lüdenscheid gefordert. Zur Reise ins Sauerland werden trotz der freundlichen Bande und des sportlichen Respekts, die die Nasenbären mit Coach Norbert Krause verbinden, kaum mehr als die gewohnten acht bis zehn Auswärtsfahrer zusammenfinden, zumal es für die Hansestädter um nichts Substanzielles mehr geht. Nach dem letzten Heimspiel und dem 9:6-Sieg gegen die Crash Eagles Kaarst überwintern die Nasenbären erneut hinter den Play-off-Plätzen, ohne dass sie auch in dieser Spielzeit ernsthaft Gefahr gelaufen sind, den Klassenerhalt zu verfehlen. Nach dem personellen Aderlass und den Schwierigkeiten mit denen die Nasenbären konfrontiert wurden, war das selbstbewusst gesetzte Saisonziel „Play-off-Luft schnuppern“ kaum mehr zu realisieren. Doch auch für den Vizemeister aus Lüdenscheid könnte selbst ein möglicher Sieg gegen die Nordlichter zu wenig sein, um vom dritten Tabellenplatz noch weiter nach oben zu klettern. Spitzenreiter Bissendorf wird sein letztes Spiel wahrscheinlich gewinnen können und auch der Deutsche Meister Duisburg Ducks auf Rang zwei hat bei seinen drei verbleibenden Begegnungen ein Restprogramm, das zu bewältigen ist. Unter diesen Voraussetzungen könnte es also auch für den alten Trainerfuchs und seine Mannen aus dem Sauerland schwierig werden, den Heimvorteil, den man auf den beiden Spitzenplätzen im Play-off -Modus genießt, noch sicherzustellen.