Gute Leistung, aber keine Punkte

Chiefs unterliegen Angstgegner KölnChiefs unterliegen Angstgegner Köln
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Spiel eins nach dem Rücktritt von Trainer Peter Schrills haben die Uedesheim Chiefs verloren. Trotz guter Leistung und starkem Kampf unterlag man in der 1. Skaterhockey-Bundesliga Süd beim TSV Schwabmünchen mit 5:7 (1:1, 3:2 , 1:4). Die Chiefs mussten neben den vorher bekannten Ausfällen von Benjamin Meschke (Muskelfaserriss), Holger Diekneite (Schulter), Malte Bergstermann, Sebastian Schreiber, Benni Aumann und Kai Reimer kurzfristig auch noch auf den erkrankten Sebastian Muhs verzichten. Dafür kehrten Marcel Mörsch nach seiner Sperre und Bastian Remer nach langer Verletzung zurück ins Team.

Mit Holger Diekneite als Aushilfs-Trainer und Olli Derigs im Tor konnten die Chiefs das Spiel im ersten Drittel mehr als ausgeglichen gestalten. Es entwickelte sich von Anfang an eine spannende Partie zweier guter Mannschaften. Den 0:1-Rückstand konnte Pascal Patten schnell wieder ausgleichen, so dass es beim Stand von 1:1 in die erste Pause ging. Im zweiten Drittel spielten die Chiefs dann ganz stark auf. Meikel Thürmann, der beim Comeback ganz starke Bastian Remer und Christoph Clemens schossen ihre Mannschaft zwischenzeitlich mit 4:1 in Führung. „Man kann durchaus sagen, dass wir zu diesem Zeitpunkt die beste Leistung der Saison gezeigt haben“, so Diekneite, der seinen Kollegen „auf und neben dem Feld auch eine gute Ordnung und viel Ruhe“ bescheinigen konnte. Aber die Hausherren waren noch lange nicht geschlagen und konnten die sich vielleicht ein wenig in Sicherheit wiegenden Chiefs noch zweimal bis zum Drittelende bezwingen. Mit einer 4:3-Führung ging es in die letzten 20 Minuten.

„Vielleicht wollten wir dann zu optimistisch die Entscheidung“, kommentierte Diekneite die etwas vernachlässigte Defensive zu Beginn des Schlussabschnitts. Die Mammuts schafften nicht nur den Ausgleich, sondern zogen auf 4:6 davon. André Ringl brachte die Chiefs noch mal in Schlagdistanz, als sein Schuss zum 5:6 in den Maschen des Schwabmünchener Tores einschlug. Danach drängten die Chiefs auf den verdienten Ausgleich, mussten aber wie in der Vorwoche eine späte und sehr fragwürdige Strafzeit hinnehmen, was natürlich den Hausherren in die Karten spielte. Doch man überstand diese zwei Minuten und riskierte danach ohne Keeper noch mal alles – leider ohne Erfolg. Die Mammuts trafen zum 5:7-Endstand ins verwaiste Uedesheimer Tor.

Diekneite: „Schade, heute war mehr drin. Wir haben tolle Moral gezeigt und super dagegen gehalten. Hätten wir den Vorsprung im zweiten Drittel länger halten können, wäre es wohl anders gelaufen. Aber man hat gesehen, dass wir noch leben. Die Einstellung stimmt und mit solchen Leistungen werden wir bald auch Punkte holen.“ Diese brauchen die Chiefs in absehbarer Zeit auch dringend. Aktuell ist man mit nur zwei Punkten Vorletzter in der Südgruppe, nur Iserlohn ist nach sechs punktlosen Spielen noch hinter den Chiefs zu finden. Die nächste Chance auf Punkte hat man am 11. Juni, 19 Uhr, wenn das Rückspiel bei den Düsseldorf Rams ansteht. Bis dahin hofft Team-Manager Peter Lehmann auch, seiner Mannschaft einen neuen Trainer zu präsentieren.