Gut gespielt und hoch verloren

Da war mehr drinDa war mehr drin
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Gut gespielt und doch hoch verloren – so klang das Fazit, das Christian Ciupka kurz nach der Partie am Telefon nach Hause durchgab. Nachdem sich Ronny Schneider im Abschluss-Training am Freitag unglücklich das Knie verdrehte, wurde aus dem Auswärts-Minikader der Rostocker Nasenbären am Ende gar ein „Mikrokader“ – mit nur sieben Feldspielern und Torhüter Felix Thomas ging es zum Deutschen Meister nach Duisburg. Bei den Ducks unterlagen die Mecklenburger in der 1. Skaterhockey-Bundesliga Nord mit 6:14 (3:6, 0:1, 3:8).

Die Marschrichtung unter solchen Voraussetzungen war klar: diszipliniert und mannschaftlich geschlossen auftreten und die Partie gegen den Favoriten möglichst lange offen halten, um sich in „Entenhausen“ nicht komplett „abschlachten“ zu lassen. All das setzten die Kramarenko-Schützlinge in der Duisburger Sporthalle Süd über 50 Minuten hinweg nahezu perfekt um und sorgten dafür, dass Ducks-Trainer Manfred Schmitz, seines Zeichens auch Nationalcoach, zwischenzeitlich auf der Bank der Gastgeber zum Teil recht laut wurde und deutliche Worte für seine Mannen fand. Kramarenko indes hatte seine Acht gut eingestellt und sah folglich seine Equipe bis zur Verletzung von Felix Thomas in der 50. Minute lediglich mit 4:7 im Rückstand.

Im ersten Drittel dominierten, wie anzunehmen, weitestgehend die Hausherren und gingen frühzeitig mit zwei Toren in Führung, bevor Nasenbären-Kapitän Paepke für Christian Ciupka auflegte und dieser zum Anschluss-Treffer kam. Drei weitere Ententore musste der Nasenbären-Keeper hinnehmen, ehe James Trevana-Brown und Paul Paepke zum 5:3-Pausenstand verkürzen konnten und die Rostocker in Schlagdistanz hielten. Im hart umkämpften Mittelabschnitt war es eine Partie nahezu auf Augenhöhe, in der es den Gastgebern trotz intensiver Bemühungen nur ein einziges Mal gelang, den stark haltenden Mann zwischen den Rostocker Pfosten zu überwinden.

Als die Ducks zu Beginn des Schlussabschnitts ihren siebten Treffer auf das Scoreboard schrieben, schien eine kleine Vorentscheidung gefallen zu sein, doch Christian Herrmann ließ die Nasenbären kurze Zeit später zum vierten Male an diesem Abend jubeln und verkürzte erneut auf nur drei Tore Rückstand. Als dann jedoch eine Überdehnung des Daumens bei Nasenbären-Goalie Felix Thomas für eine fünfminütige Spielunterbrechung und Behandlungspause sorgte, war nach Wiederbeginn der Spielfaden bei den Rostockern verloren. So erhöhte Duisburg auf 14:6. Positiv ist zu erwähnen, dass die Gäste von der Ostsee, mit lediglich zwei Strafminuten gegen Christian Ciupka, die durchgängig fair geführten Partie, nicht wie zuletzt gesehen, auf der Strafbank verloren.

Tore: 1:0 (1.) Müller (Kevin Wilson), 2:0 (3.) Kevin Wilson (Latocha), 2:1 (5.) Ciupka (Paepke), 3:1 (6.) Kevin Wilson (Kindler), 4:1 (7.) Müller (Kevin Wilson), 5:1 (7.) Patrick Schmitz, 5:2 (12.) Trevana-Brown (Stratmann/4-2), 5:3 (19.) Stratmann (Herrmann), 6:3 (35.) Latocha, 7:3 (46.) Schneider (Sascha Wilson), 7:4 (47.) Herrmann (Stratmann), 8:4 (48.) Patrick Schmitz (Czajka), 9:4 (50.) Patrick Schmitz (Czajka), 10:4 (54.) Bak (Sascha Wilson), 11:4 (56.) Müller (Schneider), 12:4 (57.) Müller (Kevin Wilson), 13:4 (59.) Bak (Patrick Schmitz), 14:4 (59.) Bak, 14:5 (59.) Ciupka (Trevana-Brown), 14:6 (60.) Trevana-Brown. Strafen: Duisburg 6, Rostock 2.