Großer Schritt zum Wiederaufstieg

Kinderknecht-Festspiele in der JahnhalleKinderknecht-Festspiele in der Jahnhalle
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Noch ist nichts in trockenen Tüchern, aber die Breisgau Beasts haben durch ein 11:9 (2:4, 2:3, 7:2) in einem mitreißenden Spitzenspiel der 2. Bundesliga Süd bei den Badgers Spaichingen einen großen Schritt in Richtung Zweitligameisterschaft gemacht und sind damit dem direkten Wiederaufstieg in die Beletage des Skaterhockeys näher gekommen.

Nach 41 Minuten hätte wohl keiner der gut 350 Zuschauer in der rappelvollen RVS-Arena noch einen Euro auf die Gäste aus Freiburg gesetzt, auch die 70 mitgereisten Fans der Beasts hatten nach dem Treffer zum 4:8 aus Freiburger Sicht wohl die Hoffnung aufgegeben. Bis zu diesem Tor, bei dem sich Keeper Müller beim Herauslaufen verschätzte, war Spaichingen in eigener Halle klar überlegen gewesen, spielte insgesamt klarer und zielstrebiger. Auch suchten die Spaichinger öfter den Abschluss, setzten die Defensive der Beasts stark unter Druck.

Schon nach 15 Sekunden schlug es erstmals im Kasten der Beasts ein, Dominic Auger, im nächsten Jahr DEL-Profi bei den Kassel Huskies, hatte getroffen. Spätestens nach zwei Minuten, als Schlotter in Überzahl im zweiten Nachschuss das 2:0 für die Hausherren erzielte, konnte man ahnen, dass der Sonntagsausflug ins Schwäbische für die Beasts kein leichter werden sollte. Sven Gerig konnte zwar nach fünf Minuten den Anschlusstreffer erzielen, doch Bisceglia im Powerplay und Kauth erhöhten hernach bis zur 18. Minute auf 4:1. Alle Treffer fielen nach dem selben Muster, Freiburg agierte zu verspielt, die Badgers schnörkellos mit viel Zug zum Tor und mit gutem Nachsetzen im Slot. Immerhin konnte Benny Stehle kurz vor der Pause noch auf 2:4 verkürzen.

Die Fläche in Spaichingen, ein gutes Stück kleiner als die Freiburger Jahnhalle, schmeckte den Beasts nicht, Platz zum Kombinieren war Mangelware, auch wenn gleich zu Beginn des Mittelabschnitts Stehle und Godenschwegen Platz für die Badgers schafften. Doch vier Minuten Unterzahl am Stück überstanden die Beasts unbeschadet, Sebastian Weixler traf gar zum 3:4. Das 3:5 durch Kauth beantwortete der emsige Mathis in der 32. Minute. Doch dann brach das Unglück über die Beasts herein. Thomas Geldreich verletzte Auger beim Versuch, an den Ball zu kommen, im Gesicht, die logische Folge: Fünf Strafminuten zu denen noch eine Bankstrafe für die Beasts kam, da von der Freiburger Bank nicht ganz so nette Worte Richtung Schiedsrichter fielen. So hieß es 2:4-Unterzahl, was sich die Badgers nicht nehmen ließen. Philipp Butz traf in der 34. Minute zum 6:4 für Spaichingen. Und nachdem Perin sich noch zu Geldreich gesellte war das 7:4 (Neher, 37.) die logische Konsequenz gegen angeknockte Gäste.

Doch das Schlussdrittel sollte zu einer Demonstration von Willen und Leidenschaft seitens der Beasts werden. Nach dem kapitalen Bock vom ansonsten guten Müller schien das Team von Coach Uwe Bührer erst richtig wach geworden zu sein. Angetrieben vom überragenden Benny Stehle und den aufopferungsvoll kämpfenden Defendern Wilnauer und Schätzle erhöhten die Beasts nun den Druck, die Badgers kamen des öfteren zu spät zum Mann und handelten sich nun ihrerseits Strafen ein, die den Beasts in die Karten spielten. In drei Powerplays konnten Stehle - jeweils auf Zuspiel vom nun ebenfalls stärkeren Perin - und Kapitän Geldreich ihre Farben bis zur 48. Minute auf ein Tor heranbringen.

Überhaupt war nun scheinbar ein anderes Team auf dem Feld. Es wurde mehr geschossen, jeder kämpfte nun für den anderen. Vorbei war also die Spaichinger Herrlichkeit. Wenn ihnen mal ein Vorstoß gelang, war Müller zur Stelle und nach vorne brannten die Beasts nun ein wahres Feuerwerk ab. Weixler (50.), Stehle (54.) und Gerig (55.) stellten auf 10:8 für Freiburg. Torwart Achim Hahn hatte genug gesehen und machte Stellvertreter Huber Platz, der dann auch noch einen Schuss von Stehle aus dem Netz fischen durfte. Das 11:9 durch Kauth war dann nur noch für Statistiker interessant. Badgers-Trainer Richard Trojan nahm dann zwar noch den Torwart vom Feld, doch Zählbares sprang für sein Team nicht mehr heraus. Die mitgereisten Fans feierten ihr Team lautstark und auch die Spaichinger erwiesen sich als faire Verlierer und bedachten beide Teams mit warmen Applaus.

Wenn die Freiburger nun aus den verbleibenden sechs Partien noch mindestens acht Punkte holen, ist ihnen die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen. Die nächste Aufgabe wartet schon am Samstagabend um 19 Uhr, wenn die Attinger Wölfe in der Jahnhalle zu Gast sind.

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