Gelungener Heimspielauftakt

Gelungener HeimspielauftaktGelungener Heimspielauftakt
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Für Attings Trainer Jürgen Amann war das Spiel schon nach 20 Minuten entschieden. „Wir sind den Beasts im ersten Drittel blind ins offene Messer gelaufen.“ In der Tat markierte Kevin Robert schon nach 31 Sekunden das 1:0, was die Gäste zu mehr Offensivbemühungen nötigte. So ergaben sich für den an diesem Abend stärksten Block um Bauer und Kinderknecht zahlreiche Kontermöglichkeiten. Kinderknecht, erneut Robert und Bauer stellten bis zur ersten Sirene auf 4:0, es hätten aber durchaus noch einige Treffer mehr fallen können. Die Kombinationen waren dann aber doch allzu oft zu umständlich und so kamen die Gäste sogar noch zu einigen Möglichkeiten. Die Zuschauer in der trotz des ersten sommerlichen Tags gut gefüllten Jahnhalle kamen somit voll auf Ihre Kosten, wurden ihnen auf beiden Seiten doch viele Torszenen geboten.

Zu Beginn des Mittelabschnitts sorgte Luis Dischinger für das 5:0, indem er seinen eigenen Nachschuss artistisch verwandelte, die Beasts waren weiterhin drückend überlegen, ließen in ihrer Spielfreude allerdings auch immer mehr Räume für die Niederbayern zu. So kam es auch zu einigen Strafen gegen Freiburg. In der 24. kassierten zuerst Patrick Spitz und eine Minute später Philipp Perin je eine Zwei-Minuten-Strafe. Bei 4 gegen 2 mussten die Beasts dann auch den ersten Gegentreffer hinnehmen, Tim Bernhard hatte eine Lücke gefunden. Die restliche Unterzahl überstanden die Hausherren dann aber schadlos und konnten durch Kinderknechts Shorthander sogar noch auf 6:1 erhöhen (27.).

In einem weiteren Penaltykilling der Beasts – Hillmeier hatte sich Müllers Stock zum Stolpern ausgesucht – schaffte Atting nochmals einen Treffer, ein Hiendl-Schuss kullerte von einem Inlineskate noch über die Linie. In der Folge drängten die Gäste etwas zielstrebiger, holten sogar noch einen Penalty heraus, den Bernhard gegen Müller allerdings vergab. Die folgende Unterzahl nutzten die Beasts zum nächsten Treffer. Philipp Perin zog über die rechte Seite unnachahmlich davon und traf trocken in den Knick, die Partie war endgültig entschieden.

Die Attinger versuchten im Schlussdrittel zwar noch einmal, alle Kräfte zu mobilisieren, kamen nach einem krassen Fehler der Beasts noch zum dritten Tor, mussten aber gegen den famosen ersten Block der Beasts immer wieder Konter hinnehmen. So traf Anton Bauer bis zur 48. Minute noch zwei weitere Male, Perin sorgte dann sogar für den zehnten Treffer. Hiendl machte bei einer 3-1 Situation immerhin noch den vierten Einschuss für seine Farben, den Schlußpunkt besorgte dann Bauer quasi mit der Schlusssirene, nach einer Traumkombination und Pass von Robert.

Für zehn von elf Treffern zeichnete der Paradeblock verantwortlich, der aber defensiv oftmals nachlässig agierte, was im kommenden Heimspiel gegen Augsburg so nicht passieren darf. Entscheidend war am Ende die läuferische und technische Ãœberlegenheit der Gastgeber, die insbesondere in eigener Unterzahl teilweise mehr Ballbesitz hatten.

Beasts-Coach war am Ende trotz kleinerer Schwächen vollauf zufrieden: "Wir haben heute gezeigt, dass wir durchaus einen Tick besser sind als die Attinger, die uns ja als einen Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt sehen. In zwei Wochen kommt da schon ein anderes Kaliber auf uns zu!"

Mit dem TV Augsburg (16. April) kommt dann tatsächlich eins der Top-Teams der Liga nach Freiburg. Die Beasts rangieren vorerst auf dem dritten Tabellenplatz, haben aber auch schon ein Spiel mehr absolviert als die meisten Konkurrenten.