Fünf-Tore-Vorsprung verspielt

Chiefs unterliegen Angstgegner KölnChiefs unterliegen Angstgegner Köln
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Die Uedesheim Chiefs

konnten am Sonntag die Chance nicht nutzen, sich ein wenig von der

Konkurrenz in der Skaterhockey-Bundesliga abzusetzen. Eine

5:0-Führung wurde verspielt, am Ende musste man mit einem 5:5

(0:4, 2:1, 3:0) bei den Düsseldorf Rams leben.

Nur einen Tag nachdem

man den Spitzenreiter aus Schwabmünchen mit 6:5 bezwingen

konnte, schien man die gute Form auch nach Düsseldorf rüber

retten zu können. Durch ein frühes Tor von Christoph

Clemens (2.) sowie einen Treffer in 3:2-Überzahl durch Stephan

Kreuzmann (5.) beruhigte man schnell die eigenen Nerven. Die

Hausherren spielten fahrig und waren immer den berühmten Schritt

zu spät. Die Chiefs hatten weitere gute Gelegenheiten,

scheiterten aber immer wieder an Tauer im Düsseldorfer Tor. Olli

Derigs im Uedesheimer Kasten wurde erst in der 16. Minute zum ersten

Mal richtig geprüft, konnte aber parieren. Eine erneute Überzahl

nutzt Max Rejhon zum 3:0 (19.), aber als nur acht Sekunden später

Benni Aumann vor dem eigenen Tor einen Schritt zu spät kam,

hatte Heiko Schmidt die Chance, sein Team per Penalty wieder heran zu

bringen. Sein Schuss traf jedoch nur das Aussennetz. In Unterzahl

konnte Marcel Mörsch auf Vorlage von Derigs nacheiner

Energieleistung den 4:0-Pausenstand in Unterzahl herstellen (20.).

Da die Chiefs in dieser

Saison gerne klare Führungen wieder verspielen, waren die

mitgereisten Fans zwar zufrieden mit dem ersten Drittel, aber noch

nicht wirklich siegessicher. Doch ihre Mannschaft machte zunächst

weiter Druck auf das Düsseldorfer Tor. Benjamin Meschke stand

nur der Pfosten im Weg, bei zwei Sololäufen von Mörsch und

Denis Nimako hatten die Hausherren mächtig Glück, kein

weiteres Gegentor zu kassieren. Ein Lattentreffer von Stein leitete

die Wende in diesem Spiel ein. Es war der Weckruf für die Rams,

die nach einer halben Stunde das Heft in die Hand nahmen und nochmal

ihr Glück versuchten. Die Chiefs hatten mittlerweile zwei Gänge

zurückgeschaltet und verwalteten nur noch ihre Führung.

Mitten in die Drangphase der Rams fiel jedoch noch das 5:0, Patrick

Komor fand die Lücke und traf in bewährter Manier (36.).

Derigs bekam nun mehr zu tun als ihm lieb sein konnte und bei den

Chiefs fehlte nun auch die Entlastung nach vorne. Das bestrafte Scheu

in den Schlusssekunden des zweiten Drittels doppelt und brachte seine

Mannschaft durch zwei leichte Treffer wieder auf 5:2 heran (39.,

40.). Dennoch gingen die Chiefs mit einem Drei-Tore-Vorsprung ins

letzte Drittel.

Dieser sollte jedoch nur

noch 21 Sekunden Bestand haben. Nachdem Derigs einen harmlosen Ball

in die Ecke abwehrte, zog Schmidt aus unmöglichem Winkel einfach

mal ab und die Kugel fand irgendwie den Weg zum 5:3 ins Tor (41.).

Damit war die Partie wieder offen und ein Nervenkrieg eröffnet.

Pascal Patten hätte die Gemüter wieder etwas abkühlen

können, aber sein Schuss traf nicht ins Ziel. In Überzahl

verkürzte Diekelmann in der 49. Minute auf 5:4 und nun bekamen

die Chiefs nicht nur Probleme mit dem Gegner, sondern auch mit den

Schiedsrichtern. Nachdem ein Düsseldorfer ziemlich unsanft in

Olli Derigs reingerauscht war, gab es eine Rudelbildung vor dem

Uedesheimer Tor. Wogegen die Hausherren nur mit zwei Minuten bestraft

wurden, durfte sich Stefan Collard gleich fünf Minuten auf der

Strafbank abkühlen. Als beide Seiten nur drei Spieler auf dem

Feld hatten, war es erneut Meschke, der heute wenig Glück hatte

und wieder knapp scheiterte. Danach war erst mal nur die Defensive

der Chiefs gefordert. Drei Minuten Unterzahl mussten überstanden

werden. Durch gutes Stellungsspiel, einen starken Derigs und die

nötige Portion Glück gelang es, die Führung erst mal

zu retten. Grade als die Chiefs wieder komplett waren, ging der Arm

der Referees erneut nach oben. Mörsch wurde wegen hohem Stocks

für zwei Minuten rausgeschickt. Bevor es weitergehen konnte,

nahmen die Düsseldorfer eine Auszeit. Nach der Auszeit blutete

auf einmal der gefoulte

Spieler, worauf hin die

Strafe nachträglich auf fünf Minuten erhöht wurde. Es

kochte nun auf und neben dem Spielfeld. Dieses Mal hielt das Bollwerk

der Chiefs nicht lange, Esser traf schnell zum Ausgleich (56.).