Frühbuchen lohnt sich nicht immer

Gelungener Einstieg in die neue SaisonGelungener Einstieg in die neue Saison
Lesedauer: ca. 1 Minute

Das Urlaubsquartett Wolfgang Hellwig (Thailand), die Stammspieler Cédric Rauhaus (Finnland), Tim Hauck (USA) und Bastian Dietrich (Südafrika) konnten im letzten Jahr nicht ahnen, dass sie ausgerechnet das Heimspiel gegen den Deutschen Meister verpassen werden. Denn die Crash Eagles Kaarst treffen am Samstag, 4. April, um 17 Uhr in der 1. Skaterhockey-Bundesliga Nord zu Hause auf die Duisburg Ducks.

„Bei Tim Hauck haben wir noch die vage Hoffnung, dass starke Rückenwinde sein Flugzeug schneller über den Atlantik befördern, sodass er noch mit seinem Urlaubsgepäck in der Hand in die Dreifachturnhalle stürmen kann“, so die Kaarster in ihrer Pressemitteilung. So wird Co-Trainer René Kempkes den Headcoach vertreten, assistiert vom Torwarttrainer Arndt Kons.

Noch andere Aufstellungssorgen haben beide Trainer. Wer wird zum Beispiel das Tor hüten? Bisher haben sich alle drei Keeper Robert Pinior, Philipp Inger oder Jochen Sangs noch nicht mit stabilen Leistungen empfohlen. Die Schwankungen auch in den Testspielen waren unübersichtlich. Am Stellungsspiel arbeitet der Torwarttrainer Arndt Kons und im mentalen Bereich Klaus Regnault. Nur das braucht seine Zeit und man kann es nicht verordnen oder auf Knopfdruck herbeiführen. Ein gesundes Selbstbewusstsein, mentale Lockerheit gepaart mit körperlicher Anspannung kann nicht von heute auf morgen erlernt oder umgestellt werden.

Durch den Ausfall der beiden Spieler Hauck und Dietrich ist auch der zurzeit gut eingespielte zweite Block zur Hälfte gesprengt. Dem Verteidiger David Walczok und dem Stürmer Marco Hellwig werden für dieses Spiel neue Partner zugeteilt. Erfahrungsgemäß ist dadurch ein Bruch in den bisher flüssigen Kombinationen zu erwarten. Auch Torjäger Mike Höfgen muss sich auf einen anderen Sturmpartner umstellen. Wahrscheinlich stellt Co-Trainer René Kempkes ihm einen der beiden Verteidiger Dominik Winter oder Marco Täger zur Seite. Beide Spieler sind auf allen Positionen flexibel einsetzbar.

Mit einem Blick auf die aktuelle Tabelle treffen am Samstag zwei Tabellennachbarn aufeinander. Dennoch kommen die Ducks durch all diese personellen Umstände der Kaarster als klarer Favorit nach Kaarst und alles andere als eine Niederlage wäre eine Überraschung für das Heimpublikum. Duisburg kommt außerdem mit der Empfehlung eines 18:1-Kantersieges über den Aufsteiger Ahaus an die Pestalozzistraße. So hoch wollen sich die Adler nun doch nicht abfertigen lassen. Wenn alle Adler 60 Minuten konzentriert spielen, dürfte das Ergebnis erträglicher werden. Der bisher häufig gesehene 20-minütige Kollektivschlaf muss dabei auf einen anderen Tag verlegt werden.