Fehlstart der Duisburg Ducks

Fehlstart der Duisburg DucksFehlstart der Duisburg Ducks
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Verdient? Die Torschussquote sprach mit 55:20 eindeutig für die Ducks. Doch die meisten Fahrkarten schossen die Enten im ersten Drittel. Da war der 0:2-Rückstand nach 20 Minuten noch nicht in Einklang zu bringen mit dem, was auf dem Feld passierte. Teil umständliche Angriffe, Pech und ein bärenstarker Daniel Schneider im Tor der Sauerländer sorgten dafür, dass die Duisburger ohne eigenen Treffer in die Pause gehen mussten. Menden war deutlich effektiver. Drei gute Chancen – zwei Tore: Erst traf Tobias Püllen (2.), der kurze Zeit später mit einer Platzwunde ins Krankenhaus musste und genäht im letzten Drittel wieder auf dem Platz stand. Jan Otto packte in der elften Minute das 2:0 oben drauf. Währenddessen vergaben die Duisburger Chancen, die für zwei Spiele gereicht hätten. So traf beispielsweise Patrick Schmitz die Latte – doch statt ins Tor zu fallen, „dotzte“ der Ball auf Schneiders Helm und wieder raus.

Im zweiten Drittel schien der Bann zunächst gebrochen zu sein. Einen Alleingang schloss Kevin Wilson zum 1:2 ab (23.). Der Weckruf? Ja. Allerdings für Menden. In der 27. Minute agierte die Duisburger Defensive zu nachlässig, verpasste mehrmals die Gelegenheit, den Ball zu klären. Sascha Jacobs bedankte sich mit dem 1:3. Und nun waren die Mambas die deutlich aktivere Mannschaft. Die Folge: Ein Konter brachte den vierten Gästetreffer durch Pascal Neumann (32.).

Etwas bemühter agierten die Ducks im Schlussabschnitt. Ein Distanzschuss von Kevin Wilson (42.) brachte das 2:4. Noch alles Anrennen brachte nichts, die Vorentscheidung fiel durch Dennis Breker (55.). Doch die One-Man-Show Kevin Wilson gab noch nicht auf. 3:5 in der 59. Minuten. 4:5 nur 25 Sekunden vor Schluss. Als Wilson jedoch fünf Sekunden vor Ultimo verletzt vom Platz musste, war auch das Spiel entscheiden.

Auf Seiten der Duisburger fehlten Markus Bak (privat verhindert), Christian Sohlmann (Hand-OP) sowie Neuzugang Wolfgang Martin. Mike Nagat bestritt sein erstes und für längere Zeit auch letztes Saisonspiel für die Enten, da er beruflich für ein halbes Jahr nach Stuttgart geht. „Ich werde mit dem Regionalligisten SV Winnenden trainieren, aber für die Ducks spielberechtigt bleiben, sodass ich im Notfall helfen kann“, so Nagat. Nach dem Spiel ärgerte sich Albers: „In den letzten fünf Minuten ging es plötzlich. Warum nicht vorher?“ Und: „Unser Überzahlspiel war zu statisch.“ (the)