Es hat nicht sollen sein für die Pflanz

Pflanz starten in neue SaisonPflanz starten in neue Saison
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Mit 5:8 unterlagen die Deggendorf Pflanz im Entscheidungsspiel um den Erstligaaufstieg gegen die Rollin’ Pumpkins Oldenburg, die damit den Sprung in die 1. Skaterhockey-Bundesliga geschafft haben.

Die Truppe von Coach Thomas Weiß war von Beginn an hochmotiviert, sah sich jedoch einem Gegner gegenüber, der durch sicheres Passspiel zu überzeugen wusste. Den schnellen Gegentreffer nach nur eineinhalb Spielminuten egalisierte Topscorer Stefan Bauer nach sechs Minuten. Nur zwei Zeigerumdrehungen später ging Oldenburg erneut in Führung, die Dominic Edinger nach einem Torwartfehler zehn Sekunden vor Drittelende mit dem 2:2 beantwortet.

Der Start ins Mitteldrittel verlief nach Maß, Martin Eckart markierte im Nachsetzen die erstmalige Führung. Doch dann folgten die entscheidenden vier Minuten. Zwei Schlagschusstreffer, bei denen man den schussgewaltigen Oldenburger Verteidigern zu viel Raum ließ sowie ein unglückliches Eigentor sorgten für Schockzustand auf der Pflanz Bank. Nachdem man diesen überwunden folgten wütende Angriffe als Antwort. Ab jetzt wuchs Pumpkins-Torwart Hazewinkel über sich hinaus und fischte teilweise Schüsse raus, bei denen die Pflanz-Fans schon jubelten. Zwar konnte nochmal Stefan Bauer auf 4:5 verkürzen, doch nur wenig später fiel in Unterzahl ein weiterer Gegentreffer.

Im letzten Spielabschnitt entwickelte sich immer mehr ein Spiel auf ein Tor, in dem die Deggendorfer einfach kein Kapital aus ihren Chancen schlagen konnten. Zu allem Überfluss fiel nach 47 Minuten durch einen Konter auch noch das 4:7 und die Partie schien entschieden. Doch an diesem Tage wollte man nichts unversucht lassen und Alex Hutterer, der erst vor zehn Tagen am Schlüsselbein operiert wurde, verkürzte auf 5:7. Er war allerdings noch sichtlich gehandicapt und wurde von Trainer Thomas Weiß nur sporadisch eingesetzt. Die letzten zehn Minuten wollte trotz zahlreicher Großchancen kein weiterer Treffer fallen und zehn Sekunden vor Spielende entscheidet ein Schuss ins mittlerweile vom Goalie Manu Früchlt verlassene Gehäuse dieses Spiel.

„Es hat nicht sollen sein, wobei wir uns nicht viel vorwerfen können. Wir haben alles gegeben und auch kein schlechtes Spiel geliefert. Jeder wollte dieses Spiel unbedingt gewinnen, allein die nötige Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor sowie in der ein oder anderen Situation auch das nötige Quäntchen Glück haben uns heute gefehlt“, so Kapitän Martin Eckart nach dem Spiel.

Damit spielen die Pflanz auch kommendes Jahr in der 2. Bundesliga Süd, die durch die zahlreichen Absteiger enorm aufgewertet werden wird. „Das wird nächstes Jahr ein ganz heißer Tanz, wir müssen aufpassen, dass wir nicht nach unten durchgereicht werden. Um das zu verhindern, werden wir bereits jetzt gegensteuern und nahtlos übergehen in die Saisonvorbereitung“, lässt Trainer Thomas Weiß erkennen, dass dies zwar ein Rückschlag für die Pflanz war, man sich dadurch aber nicht umwerfen lassen will.