Erste Niederlage der Chiefs

Chiefs unterliegen Angstgegner KölnChiefs unterliegen Angstgegner Köln
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Am zehnten Spieltag hat es nun auch die Uedesheim Chiefs erwischt – mit 5:13 (1:4, 0:6, 4:3) verlor man in der Skaterhockey-Bundesliga beim TV Augsburg das erste Spiel der Saison und hat damit den Sprung zurück an die Tabellenspitze verpasst.

Die bis auf den verletzten Stammkeeper Olli Derigs angetretenen Chiefs manövrierten sich im ersten Drittel teilweise selbstverschuldet ins Hintertreffen. Eine Strafzeit reihten die Uedesheimer an die Nächste, einige davon waren aus Sicht von Kapitän Marcel Mörsch jedoch unberechtigt: „So, wie die Schiris im ersten Drittel gepfiffen haben, hatten wir gar keine Chance das Spiel zu gewinnen.“

Und die Augsburger, die ebenfalls komplett und mit allen starken Nachwuchsspielern auflaufen konnten, nutzten diese Überzahlspiele sehr konsequent. In der 7. Minute traf Gläsel in Überzahl zum 1:0. Kurz darauf konnten die Chiefs jedoch ausgleichen, Marcel Handrich traf in einer von insgesamt nur drei Überzahlsituationen zum zwischenzeitlichen Ausgleich (1:1 / 9. Minute). Dies sollte für längere Zeit die letzte gelungene Aktion der Chiefs bleiben. Zwei Überzahltreffer von TVA-Kapitän Löhnert (2:1 /12., 3:1 / 16.) ebneten den Gastgebern danach den Weg zu einem Kantersieg. Der einzige Treffer im Spiel 4 gegen 4 gelang F. Nies in der 17. Minute und mit dem Pausenstand von 4:1 startete man ins zweite Drittel.

Und dieses zweite Drittel war mit Abstand das schwächste Drittel der Chiefs in dieser Saison. Immer geistig und körperlich einen Schritt zu langsam, ohne Spielwitz und selten Herr der Lage wurden die Chiefs von einer an diesem Tag überragenden Augsburger Mannschaft regelrecht an die Wand gespielt. „Die hatten heute einen richtigen Sahnetag, da hat alles gepasst“, erkannte Kapitän Marcel Mörsch die Leistung der Hausherren neidlos an. Sechs Treffer markierte der TVA im Mitteldrittel, auf keines davon fanden die Chiefs die richtige Antwort. So ging es mit einem rekordverdächtigen Spielstand von 10:1 in die zweite Drittelpause.

Mörsch: „Uns war klar, dass das Spiel damit gelaufen war. Aber wir haben uns in der Kabine gesagt, dass wir weiter Moral zeigen wollen und trotzdem noch dagegenhalten.“ Und so fanden die Chiefs in den letzten 20 Minuten gegen nun auch etwas zurückhaltende Augsburger doch noch halbwegs zurück ins Spiel und konnten den Zuschauern zumindest noch einen 20-minütigen offenen Schlagabtausch liefern. Paddy Komor (10:2 / 42.), Mörsch (10:3 / 46.), erneut Komor (11:4 / 51.) und Marcel Handrich (12:5 / 57.) konnten das letzte Drittel für die Chiefs positiv gestalten und zum trotzdem happigen Endstand von 13:5 treffen.

„Uns war klar das wir nicht jedes Spiel gewinnen können“, so Mörsch. „Und heute hat leider fast gar nichts gestimmt. Wir selber haben nicht ganz so konzentriert gespielt wie es nötig ist, bei den Augsburgern dagegen hat alles gepasst. Dann noch die fragwürdigen Strafzeiten im ersten Drittel, so waren wir insgesamt chancenlos.“ Auch in der Höhe stufte Mörsch die Niederlage als verdient ein. „Thomas Nilgen hat noch ein paar spektakuläre Dinger rausgefischt. Es hätte auch noch schlimmer enden können.“ Dass die Niederlage einen bleibenden Eindruck bei den Chiefs hinterlässt, glaubt Mörsch dagegen nicht: „Nächste Woche geht es ganz normal weiter. Wir sind so gefestigt, dass uns eine Niederlage nicht aus der Bahn wirft. Außerdem ändert das ja nichts an der Situation in der Tabelle. Nach wie vor werden die beiden Spiele gegen Köln über den ersten und zweiten Platz entscheiden.“ Am kommenden Sonntag ist um 16 Uhr der HC Kollnau zu Gast im „Chiefs-Garden“.