Erste Auswärtshürde genommen

Chiefs unterliegen Angstgegner KölnChiefs unterliegen Angstgegner Köln
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Die Uedesheim Chiefs haben die erste Auswärtshürde der Saison erfolgreich genommen und bei den Hot-Dogs Bräunlingen mit 7:1 (0:0, 5:1, 2:0) gewonnen. „Das war schon eine harte Nummer“, so Trainer Mario Gundlach nach dem Spiel. „Die Hot-Dogs waren nur auf Zerstören aus, haben alle Checks ausgefahren und wurden von den Schiris noch nicht mal dafür bestraft. Aber wir haben den Kampf angenommen, auch hart gespielt und somit letztlich verdient die Überhand behalten.“

In einem torlosen ersten Drittel waren die Chiefs spielerisch deutlich überlegen, fanden aber keinen Weg, ihre Überlegenheit in Tore umzumünzen. Vielfach scheiterte man am starken Torhüter der Hausherren, drei Mal stand alleine in den ersten 20 Minuten der Pfosten im Weg. Die wenigen Angriffe der Hot-Dogs entschärfte ein sehr gut aufgelegter Olli Derigs im Uedesheimer Tor.

„Im zweiten Drittel wollten wir genau so weiterspielen wie vorher, und dann sind die Tore ja auch endlich gefallen“, zeigte sich Gundlach erleichtert über den Torreigen im zweiten Drittel. Marcel Handrich schaffte in der 22. Minute die längst überfällige Führung, sein Bruder Benny legte nur wenige Sekunden später auf Vorlage von Paddy Komor nach (2:0, 24. Minute). „Die ersten beiden Dinger haben wir noch reingekämpft, danach waren die Hot-Dogs erledigt und wir konnten zaubern.“

Und wenn die Chiefs einmal ins Rollen kommen, ist es für jeden Gegner schwierig, noch etwas dagegen zu tun. Eine Traumkombination zwischen Marcel Mörsch und Marcel Handrich schloss Letztgenannter in der 28. Minute zum 3:0 ab. Eine von sieben Überzahlmöglichkeiten nutzten die Hot-Dogs dann in der 34. Minute zum Ehrentreffer, Stefan Oberhauser konnte Olli Derigs überwinden.

Doch nach diesem Treffer waren die Chiefs wieder am Drücker. Paddy Komor (36.) und Sebastian Muhs (39.) nutzten jeweils ein Zuspiel von Sebastian Klerings und schraubten das Ergebnis zur zweiten Drittelpause auf 5:1 für die Chiefs.

Gundlach: „Da war das Ding dann gelaufen, im letzten Drittel war es nur wichtig, dass sich niemand mehr verletzt.“ Obwohl die Hausherren nun etwas mehr vom Spiel hatten, hielt Derigs

seinen Kasten sauber, vereitelte sogar einen Penalty mit Bravour. Vorne trafen Marcel Handrich (44.) und Marcel Mörsch auf Zuspiel von Bastian Remer (53.) zum Endstand von 7:1. „Das geht auch in der Höhe so in Ordnung. Spielerisch waren wir haushoch überlegen, und auch kämpferisch hat endlich mal wieder alles gestimmt. Genau so will ich das auch in Zukunft sehen,“ so ein zumindest sportlich zufriedener Mario Gundlach. Kritisch stimmten den Coach allerdings die äußeren Umstände der Partie. „Das war schon etwas eigenartig. Das man seine spielerischen Defizite mit Kampf wettmacht ist OK, aber die Hot-Dogs haben es doch manchmal deutlich übertrieben. Da hätten die Schiris gerne auch das ein oder andere Mal einschreiten dürfen. Immerhin wurde das fanatische und manchmal unfaire Publikum in seine Schranken verwiesen.“ In der Tat, die Schiris verwiesen während der Partie vier pöbelnde Heimfans der Halle.

Viel Zeit, um diesen Sieg zu feiern bleibt allerdings nicht, bereits am kommen den Samstag geht es wieder in Richtung Süden, wenn man um 18 Uhr bei den Dragons in Heilbronn antritt.