Eine rote Karte, ein weiterer Verletzter und null PunkteBremerhaven Whales

Eine rote Karte, ein weiterer Verletzter und null PunkteEine rote Karte, ein weiterer Verletzter und null Punkte
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Neunzehn Stunden waren die Whales am Sonnabend unterwegs, vierzehn Stunden verbrachten sie davon im Bus, in dem es auf der Rückfahrt ungewöhnlich still war. Der Grund dafür war nicht das Endergebnis des Spiels, sondern die neuerlichen Einbußen, mit denen die Mannschaft erst einmal klar kommen muss. Den Whales gehen die Spieler aus. Christoph Thewald, Rouven Krieg und Martin Michna fehlen dem Team schon wegen ihren Verletzungen. Zu ihnen gesellt sich seit Sonnabend auch Dennis Lütjen, der  mit einer Knieverletzung ausscheiden musste. Zudem erhielt Bennet Lütjen vom Schiedsrichtergespann Oliver Latocha und Markus Forster nach einem angeblichen Kniecheck die rote Karte. Er wird den Whales damit ebenfalls für einige Zeit fehlen.

Ausgangspunkt für die Niederlage war eindeutig das erste Drittel, in dem die Whales überhaupt nicht zurechtkamen. Unter anderem mit der Spielfläche, fast so groß wie ein Eishockeyfeld, und mit einem Bodenbelag, der das Gefühl auf Eis zu spielen wiedergeben soll und für die Bremerhavener absolut neu war. Die Gegner hatten also keine Mühe einen Ball nach dem anderen im Tor von Eike Buchheister zu versenken und führten  in der 17. Spielminute bereits deutlich mit 6:0. Matthias Krüer erzielte drei Sekunden vor Drittelende endlich das erste Tor für die Seestädter zum 1:6 .

Nach der Pause hatten die Whales sich gefangen. Mit einem schönen Heber über den Torhüter verkürzte Dennis Lütjen auf 2:6 (21.). In Überzahl kamen die Patriots, nach einem tollen Kombinationsspiel, zu einem weiteren Treffer und stellten mit ihrem siebten Tor den alten Abstand wieder her (34.). Doch die Whales hielten dagegen, mit einem satten Schuss von der rechten Seite verkürzte Dennis Lütjen mit seinem zweiten Tor wieder auf 3:7 (36.). Einen herben Dämpfer kassierte das Bremerhavener Team in der 39. Spielminute mit der Matchstrafe gegen Bennet Lütjen, für den damit das Spiel vorzeitig beendet war.

Es sollte allerdings noch schlimmer kommen, denn gleich zu Beginn des letzten Drittels verletzte Dennis Lütjen sich nach einem Check so schwer am Knie, das er nicht weiterspielen konnte.

Zunächst erzielte Michael Fendt, nach schönem Zusammenspiel mit Tino Kelke, noch das Anschlusstor zum 4:7 (41.). Doch danach konnten die Whales den zusätzlichen Ausfall ihrer beiden Topscorer nicht mehr kompensieren und lagen in der 56. Spielminute deutlich mit 4:11 hinten. Matthias Krüer erhöhte mit seinem zweiten Tor auf 5:11 (57.) und erzielte in der 59. Spielminute auch noch den sechsten Bremerhavener Treffer, allerdings hatten die Patriots zwischenzeitlich ebenfalls zweimal getroffen (58., 59.) und gewannen das Spiel letztendlich deutlich mit 13:6.

Insgesamt wurden in diesem Spiel vom Schiedsrichtergespann 62 Strafminuten erteilt. Über die einzelnen Strafzeiten wollten sich  Patriots-Trainer Patric Pfannmüller und Whales-Trainer Rouven Wisotzka in der anschließenden Pressekonferenz im einzelnen nicht äußern. Dass die Strafen in der Menge und Höhe allerdings nicht hätten gegeben werden müssen, darin waren beide sich einig.

„Jedes Auswärtsspiel macht die Whales an Erfahrung reicher, die Punkte müssen wir zu Hause holen“, so das abschließende Fazit von Rouven Wisotzka.