Ein starkes Drittel reichte

Rockets verlieren zum Bundesliga-AuftaktRockets verlieren zum Bundesliga-Auftakt
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Mit einem 8:6 (1:3, 6:0, 1:3) beim Heimspiel gegen den Crefelder SC haben die Rockets Essen in der Skaterhockey-Bundesliga einen direkten Verfolger im Kampf um die Play-off-Plätze auf Distanz halten.

Zu Beginn agierten die Rockets feldüberlegen, machten aber zu wenig aus ihren Chancen. Die meisten Schüsse wurden zu hoch angesetzt, einige klasse Saves von Gästekeeper Kramer vereitelten den Rest. Bis zur zwölften Minute, als Christian Vogel ihm aus spitzem Winkel den Ball so zwischen die Schienen drosch, dass er langsam über die Linie trudelte. Direkt im Gegenzug aber der Ausgleich durch Wasja Steinborn, der frei vom Bullypunkt abziehen konnte. Im weiteren Spielverlauf konnten die Rockets nichts mehr aus ihren Chancen machen, während sich Krefeld wesentlich effektiver präsentierte. Ein

abgefälschter Schuss von Michael Reinberg und eine clevere Aktion in Überzahl brachten die Gäste zur ersten Pause mit 3:1 in Führung.

In der Kabine muss Trainer Carsten Lapaczynski die richtigen Worte gefunden haben, heraus kamen ganz andere Rockets. Engagiert im Zweikampf, schnell und kombinationssicher präsentierten sie sich im zweiten Drittel und trafen nun endlich auch. Wie Christian Sohlmann, der in der 22. Minute den Torwart verlud und dann beim gestreckten Salto über die Bande zum Glück unverletzt blieb. So konnte er dreimal für Andy Pfaff auflegen, der alle verwandelte (23., 27., 33.). In der 32. Minute hatte Phil Janssen einen Alleingang erfolgreich abgeschlossen, ehe Milan Kalka Jan-Kristof Bedrna zum 7:3 bediente. Das war ein Drittel, wie man gerne mehr sehen möchte.

Der letzte Durchgang begann mit fast vier Minuten Unterzahl, die schadlos überstanden wurden. Und kaum komplett, erhöhte Jan-Kristof Bedrna, schön frei gespielt von Christian Sohlmann, auf 8:3. Danach muss in manchen Köpfen der Plan gereift sein, das Spiel locker zu Ende zu bringen. Das gelang bis zur 50. Minute, als Sebastian Eloo auf 8:4 verkürzte. Die Skating Bears bauten jetzt Druck auf und spielten immer engagierter nach vorne. In den letzten beiden Minuten konnten sie durch Tim Kranenbroeker und Alexander Kiener auf 8:6 herankommen und nahmen auch den inzwischen im Kasten stehenden Steffen Müller zu Gunsten eines weiteren Feldspielers heraus. Das alles brachte aber keine weiteren Treffer, sodass die Rockets vor allem aufgrund eines hervorragenden zweiten Abschnitts verdient mit 8:6 gewinnen konnten.

Trainer Lapaczynski zeigte sich trotz des Sieges unzufrieden: „Das ist nicht das, wo wir hin wollen. Gegen Krefeld muss einfach mehr kommen, als ein gutes Drittel.“ Am kommenden Samstag geht es zu den Mendener Mambas, die in Kaarst mit 12:6 gewonnen haben und in der Tabelle ein weiterer Kandidat sind, den man sich vom Leib halten muss.