Ein spannendes Finale steht bevorCrash Eagles Kaarst

(Foto: Crash Eagles Kaarst)(Foto: Crash Eagles Kaarst)
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Nach dem Herzschlagfinale in Düsseldorf sagten einige Spieler spontan in der Kabine: „Jetzt hauen wir auch die Ducks weg.“ Ein nachvollziehbarer, spontaner Ausbruch der Gefühlslage nach solch einem Wahnsinnsspiel im Sportpark Niederheid. Die zwei Siege über Bissendorf und Düsseldorf haben in der Tat das Selbstbewusstsein des Teams deutlich erhöht. Auch kann der Außenstehende beobachten, dass sich die Spieler auf dem Feld und auf der Bande besser unterstützen und es wird auch mal wieder ein Witz in der Kabine gemacht. Bei Erfolg ist alles einfacher. So einfach ist es.

So einfach war es nicht vor dem Hinspiel. Am 16. Juni verlor man zwar nur denkbar knapp mit 4:5 in Duisburg, sah lange gut aus, aber danach verdörrte das dort gesehene Hoffnungspflänzchen wieder. Unmittelbar vor dem Spiel wurde auch die Wende in der Personalpolitik eingeläutet. Nach elf Spielen, fünf Punkten und einem katastrophalen Torverhältnis von 43:92 musste man entweder handeln oder dem Abstieg voll ins Auge blicken. Die Verantwortlichen entschieden sich zum Handeln, was bekanntermaßen vielerlei Konsequenzen nach sich zogen.

Auf jeden Fall freuen sich die Eagles um Coach Jan Opial auch auf den letzten Schritt in Richtung Klassenerhalt. Jetzt haben sie es selber in der Hand und müssen sich nicht wie die Maus in der Falle vor der Katze fürchten. Es kann dennoch noch viel passieren am letzten Bundesligaspieltag. Die Ränge 1 bis 7 sind ebenso noch vakant, wie der zweite Absteiger. Die Kaarster blicken sicherlich mit je einem Auge nach Essen und nach Krefeld, wo sich die Rockets Essen mit den Highlandern Lüdenscheid messen und die Krefelder auf Uedesheim treffen. Alle Dramen sind noch möglich. Es können noch die Krefelder bei Siegen von Lüdenscheid und Kaarst absteigen. Es kann Kaarst treffen, wenn man verliert und Lüdenscheid einen Punkt holt und es kann bei der aktuellen Tabellensituation bleiben. Lüdenscheid Vorletzter, Rams Letzter.

Nur Essen, als gesicherter Achter, könnte es gemütlich angehen lassen. Die Kaarster hoffen dort auf einen sportlichen fairen Verlauf. Kaarst hat mit Zustimmung des Verbandes und der Essener das vorgesehene Pokalhalbfinale auf den Oktober/November verschoben, um beiden Teams die Möglichkeit zu geben, sich in dem jeweiligen Bundesligaspiel voll einzusetzen. „Pokal ist die Kür, aber die Meisterrunde ist die Pflicht“, begründet der sportliche Leiter Georg Otten diese Entscheidung.

Verzichten müssen die Adler im Spiel gegen Duisburg auf die Verteidiger Christian Müller und Michael Geiß. Ansonsten ist der Kader komplett und kann ähnlich, wie in Düsseldorf auflaufen. Thimo Dietrich kehrt hoffentlich nicht allzu erschöpft vom morgendlichen Nationalmannschaftslehrgang zurück. Duisburg ereilt allerdings auch dasselbe Handicap mit Fabian Lenz.

Duisburg scheint auswärts verwundbarer zu sein als zuhause. Sie leisteten sich auf fremden Plätzen mehrere Unentschieden im Laufe der Saison und mussten sich am letzten Wochenende sogar in Assenheim mit 6:4 geschlagen geben. In ihrem Fernduell mit Bissendorf (gegen Rams) kann es noch um den wichtigen vierten Tabellenplatz gehen, der im Ernstfall ein zweites Heimspiel in der Best-of-Three-Serie garantiert. Also haben sich beide Teams nichts zu schenken außer gegenseitigem Respekt.