Ein Sieg in letzer Minute

Ducks starten gegen AhausDucks starten gegen Ahaus
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Als die Hannover Scorpions noch ESC Wedemark hießen und gemeinsam mit dem EV Duisburg in der damaligen 1. Eishockey-Liga Nord spielten, zeichneten sich Spiele in Mellendorf vor allem dadurch aus, dass die Fans der Füchse über die vielen Trommler staunten, die gekonnt für beste Stimmung sorgten. Auch Bissendorf liegt in der Wedemark – da liegt es doch nahe, dass Skaterhockey-Bundesligist Bissendorfer Panther ebenfalls von einer Menge Trommler begleitet wird. 60 Spielminuten nach Beginn der Partie bei den Duisburg Ducks nahm Kapitän Tim Lücker seinen Schläger, um damit zu „trommeln“. Ein Tritt gegen die Bande obendrauf. Denn trotz einer starken Leistung des Teams aus dem Großraum Hannover gewannen die Ducks mit 6:5 (1:1, 3:1, 2:3) – durch ein Tor 46 Sekunden vor dem Ende.

„Wir haben mit Glück gewonnen. Aber auch das nehmen wir gerne mit“, so Ducks-Trainer Manfred Schmitz. Mann des Abends war Markus Bak, der in der Schlussminute in Duisburger Überzahl den Siegtreffer markierte. Zumindest was das Ergebnis angeht. Denn einer der Matchwinner war Torhüter Lars Tannhof. „In den ersten 20 Minuten war Bissendorf besser“, erkannte Schmitz die Leistung der Gäste an. Doch Tannhof im Tor der Duisburger sorgte dafür, dass die Gastgeber im Spiel blieben. Und eine Tugend sorgte ebenso dafür, die die Duisburger „Schöngeister“ nicht immer an den Tag legen: Sie arbeiteten Skaterhockey. Die Zweikämpfe wurden gesucht und gefunden. Beispielsweise durch Tim Schmitz in der Defensive oder durch den agilen Oliver Latocha weiter vorne. Und das schaffte schließlich den Raum, um das Spiel zu wenden.

So schien die Partie bereits entschieden, als Sebastian Czajka das 5:2 markierte. Doch ein Doppelschlag der Bissendorfer (49.) und ein weiterer Treffer in der 56. Minute brachten den Panthern den Ausgleich – ehe Bak in der Schlussminute doch noch alles klar machte.

Tore: 0:1 (9.) Dierking (Köppl/3-3), 1:1 (9.) Kindler (Bak/3-3), 2:1 (26.) Sascha Wilson (Tim Schmitz), 3:1 (30.) Kindler (Kevin Wilson/4-3), 4:1 (36.) Patrick Schmitz (Tim Schmitz/4-3), 4:2 (39.) Lücker (4-3), 5:2 (45.) Czajka, 5:3 (49.) Dierking (Priebsch), 5:4 (49.) Lücker (Tözen), 5:5 (56.) Hahnemann, 6:5 (60.) Bak (Kindler/4-3). Strafen: Duisburg 15, Bissendorf 13. (the)