Ehrung für die WölfeIHC Atting

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„Diese Ehre ist bisher noch nicht vielen zuteil geworden“, sagte 1. Bürgermeister Robert Ruber, selbst begeisterter IHC-Fan. Unter anderem hatte sich der Olympiadritte im Judo 2004, Michael Jurack, im Goldenen Buch verewigen dürfen. „Auf einer Stufe mit einem Olympiamedaillengewinner zu stehen, ist eine große Ehre für uns“, dankte 1. Vorsitzender Bernd Maier. „Ihr habt tolle Heimspiele abgeliefert, auch auswärts eure Punkte geholt, es aber bis zum letzten Spiel in Spaichingen spannend gemacht“, lobte Ruber die Spieler.  Am 15. September hatte die Mannschaft durch einen 4:1-Sieg in Spaichingen den größten Erfolg der Vereinsgeschichte sicher gestellt. „Die Gemeinde gratuliert euch ganz herzlich zu dieser Meisterschaft“, sagte Ruber. Der Verein überreichte ein großes Bild der Meistermannschaft, das laut Ruber schon bald einen Platz im neu renovierten Sitzungssaal der Gemeinde finden wird.

Auch Erwin Kammermeier, Sportbeauftragter des Landkreises, gratulierte, überbrachte Grüße des Landrates Alfred Reisinger („Er hat schon Spiele von euch gesehen und war begeistert“) und überreichte 200 Euro. „Was ihr in 15 Jahren seit eurer Gründung erreicht habt, ist wirklich toll. Man sieht aber, dass das bei euch kein Strohfeuer ist. Ihr feiert ständig Erfolge mit all euren Mannschaften. Ihr wart schon mal in der 1. Bundesliga und seid nun wieder dabei. Mir persönlich gefällt es sehr bei eurem Verein. Ich fühle mich immer toll aufgenommen und bin begeistert von eurem Zusammenhalt. Auch zu eurer Gemeinde muss man euch gratulieren. Denn es gibt nicht viele, die eine Randsportart derart unterstützen.“

Im Anschluss machte sich die Mannschaft per Traktor und Autocorso auf den Weg durch das Dorf. Unter anderem wurde Altbürgermeister Adolf Lehner und Ex-Vorsitzendem Thomas Raidl ein Besuch abgestattet wurde. Rund eineinviertel Stunden feierte die Mannschaft lautstark mit Meisterbrillen, Meistershirts und dem Meisterpokal, erntete Applaus von den Attingern, verteilte Freibier von Hauptsponsor Graf Arco und hatte viel Spaß.

Bei der anschließenden Meisterfeier im Sportheim erinnerte 1. Vorsitzender Bernd Maier an die Anfänge des Clubs. „Vom kleinen Asphaltplatz zum Meister der 2. Bundesliga in 15 Jahren – das ist schon toll.“ Aber auch die Highlights der vergangenen Saison mit den beiden Siegen gegen den Erzrivalen aus Schwabmünchen hob er in einer emotionalen Rede hervor.

Meistercoach Jürgen Amann ging nicht nur auf diese beiden Siege gegen die Mammuts (11:8 und 13:2), sondern auch die Heimserie ein. Zwei Jahre ist das Team nun zu Hause ungeschlagen. „Alles hat schon vor drei Jahren im Abstiegsjahr begonnen. Ihr habt euch seither brutal entwickelt und euer Weg ist noch nicht vorbei“, lobte er sein Team. „Die Mannschaft besteht aus jungen und erfahrenen Spielern, aus Scorern und Kämpfern – einfach die richtige Mischung. Es ist die Art und Weise wie wir gespielt haben. Wir haben uns diesen Titel verdient. Und eines ist klar: Nach der Meisterschaft ist vor der Meisterschaft.“

Kapitän Fabian Hillmeier lobte vor allem den Teamgeist, den die Mannschaft nach der 6:8-Auftaktniederlage in Heilbronn gezeigt habe. „Ich habe schon zu Beginn der Saison gesagt, dass der Spielplan perfekt für uns ist, um Meister zu werden. Wir haben eine tolle Saison gespielt. Ich wusste, dass wir nach Freiburg und Spaichingen fahren und uns den Titel holen.“ Mit den Worten „Da ist das Ding“ streckte er noch einmal den Pokal nach oben.

Nun geht es an die Planungen für die Erstligasaison. Der deutsche Verband ISHD hat in der vergangenen Woche die Ausnahmegenehmigung für das Straubinger Eisstadion erteilt. „Die Vorstandschaft hat einstimmig grünes Licht für den Aufstieg in die 1. Bundesliga gegeben“, freute sich Maier bekannt geben zu können. Nun müssen Trainerfrage, Kaderzusammenstellung und Sponsorenaufkommen geklärt werden.