Eagles verspielen 8:5-Führung in der Schlussphase

Gelungener Einstieg in die neue SaisonGelungener Einstieg in die neue Saison
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Wer fünf Minuten vor dem Ende 8:5 führt, sollte ein Spiel gewinnen. Doch am Ende zogen die Crash Eagles Kaarst bei den Rostocker Nasenbären in der Skaterhockey-Bundesliga mit 8:9 den Kürzeren.

Der Kontrahent um Platz fünf war schon geschlagen, aber individuelle Fehler bauten die Nasenbären wieder auf. Die Situation vor dem Spiel war nahezu ideal. Am frühen Nachmittag verlor Krefeld zu Hause gegen Menden. Mit zwei Auswärtspunkten hätte auch Kaarst nichts mehr mit dem Abstieg zu tun gehabt.

Trotz des dezimierten Kaders dominierten die Eagles in diesen 55 Spielminuten, wobei das erste Drittel nicht nur 2:2 ausgeging, sondern es war auch das Ergebnis der Chancenverteilung. In den ersten 20 Minuten erzielten beide Mannschaften ihre Tore in jeweiliger Überzahl. Rostock ging in der achten Minute durch Robert Busche in Führung, Kaarst glich durch Oliver Latocha drei Minuten später aus. Jürgen Brümmer brachte sein Heimteam in der 14. Minute wieder in Führung, die Marco Hellwig 20 Sekunden vor der Pause ausglich. Zwischendurch hatten beide Mannschaften aus dem Spiel einige Chancen, die die beiden Torhüter vereitelten. Kaarst war lauf aktiver, Rostock spielte ruhiger und ließ den Gast kommen.

Das zweite Drittel lief optimal für Kaarst. Die Eagles nahmen das Heft in die Hand und Rostock igelte sich ein. Die Eagles gingen durch einen Doppelpass von Cédric Rauhaus auf Tim Hauck mit 3:2 erstmalig in Führung. Das Spiel wog 10 Minuten lang hin und her, wobei Kaarst die besseren Einschussmöglichkeiten hatte und die höheren Spielanteile. Folgerichtig gingen sie durch einen Doppelschlag auch mit 5:2 in Führung. Oliver Latocha (31.) und Cédric Rauhaus (36.) brachten die Eagles auf die zwischenzeitliche Siegerstraße. Dieser Spielfluss wurde in der 37. Minute erneut durch Jürgen Brummer zum 3:5 unterbrochen. Die Antwort folgte 120 Sekunden später durch Marco Hellwig. Er verwandelte eine Vorlage von Tim Hauck zum 6:3. So gingen die Eagles mit einem beruhigenden Vorsprung in die letzten 20 Minuten. Rostock war nicht ins Spiel gekommen und die Rumpftruppe aus Kaarst lief heiß.

Optimal lief es in der 46. Minute, als nach 10 Sekunden eine Strafzeit zum 7:3 aus Kaarster Sicht genutzt wurde. Wieder netzte Marco Hellwig auf Vorlage von Sascha Drehmann ein. Alles gelaufen? Noch nicht. Rostock konterte noch einmal 3 Minuten später durch Robert Busche, wobei man diesen Treffer noch als Betriebsunfall hinnehmen konnte. Enger wurde es ab der 51. Minute, als Rostock durch Sascha Hainke auf 5:7 herankam. Konnte der Gastgeber noch einmal die zweite Luft nutzen? Mit seinem 3. Treffer zerstörte Oliver Latocha die Hoffnungen der Rostocker. In der 52. Minute erhöhte er auf 5:8 aus Kaarster Gast Sicht. Das Publikum wurde ruhig und es sah nach einem klaren Auswärtssieg aus. Fünf Minuten vor Schluss begann der Einbruch.

In Überzahl erzielte Christian Hermann einen sehenswerten Treffer. Er platzierte seinen Gewaltschuss so haargenau in den Winkel, dass kein Bierdeckel mehr zwischen der Latte und dem Ball passte. Rostock witterte nun Morgenluft. Nun versuchten sich die Kaarster einzuigeln und brachten nur noch Befreiungsschläge nach vorne. Daraus resultierten aber nur neue Angriffswellen der Rostocker. In der 58. Minute lag der Ball erneut hinter der Torlinie der Kaarster. Frank Martin brachte sein Team mit einem Abpraller zum 7:8 heran. Wiederum 60 Sekunden später zog ein Flachschuss an verschieden Skates vorbei und landete unhaltbar für Jochen Sangs abgefälscht im Tor. Ausgleich 8:8. Das Trainergespann Hellwig / Kempkes tobte. Nicht genug damit. Die Rostocker erlebten 30 Sekunden später ihre Märchenstunde. Ein letzter verzweifelter Schlagschuss auf das Tor landete an der Schulter eines Eagles-Spieler, der damit den Ball erneut abfälschte.


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