Eagles siegten nach Rücktritt von Trainer Drücker

Gelungener Einstieg in die neue SaisonGelungener Einstieg in die neue Saison
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Ein Trainer-Rücktritt. Die schlechte Tabellensituation. Es sah nicht wirklich gut aus für die Crash Eagles Kaarst in der Skaterhockey-Bundesliga. Nach dem Rücktritt von Eagles-Coach Marcus Drücker hatte der neue Trainer Wolfgang Hellwig ganze 30 Minuten Zeit, eine Ansprache an das Team zu richten. Er kam um 14:30 Uhr am Düsseldorfer Flughafen an und fuhr von dort sofort zur Sporthalle. Marcus Drücker hatte nach den schwachen Auftritten gegen Menden und Lüdenscheid für sich die Konsequenzen gezogen und trat nach drei Saisons als Kaarster Trainer zurück. Das Team schien dadurch wachgerüttelt worden zu sein und gewann das wichtige Kellerderby gegen Samurai Iserlohn mit 8:5 (1:2, 2:3, 5:0).

Aus der Mannschaft selbst fiel der Name des Vaters von Spieler Marco Hellwig, der auch sofort für diesen Samstag sein Kommen ankündigte. Er und die zahlreichen neugiereigen Zuschauer sahen ein intensiv geführtes Abstiegsduell zweier Play-off-Kandidaten aus früheren Zeiten. Besonders positiv hervorzuheben war die Fairness in diesem Spiel. Die Schiedsrichter sprachen nur drei Strafzeiten aus. Iserlohn war kämpferisch stark und konditionsstark. Keiner der beiden Kontrahenten sah wie ein Absteiger aus.

Kaarst trat ohne die Urlauber David Neuß, Stefan Kaulen und Christian Perlitz an. Pascal Patten und Oliver Winter hatten sich unter der Woche vom Verein abgemeldet. Jochen Sangs (Torhüter der zweiten Mannschaft) war noch in seiner eigenen Mannschaft aktiv und Zweittorhüter Philipp Inger ist verletzt. So spielten die Adler riskanterweise nur mit Stammtorhüter Robert Pinior und hofften, dass er sich nicht verletzt – was zum Glück auf nicht passierte.

Mike Höfgen brachte die Adler in der sechsten Minute in Führung. Doch schon dreiMinuten später folgte die Iserlohner Antwort. Poerschke auf Jacobs und schon hieß es 1:1. Iserlohn legte sogar noch einen drauf. In der 17. Minute gingen sie durch Gerrit Sill in Führung. Die Kaarster kämpften weiter – doch auch nach 40 Minuten zeigte die Anzeigetafel ein unfreundliches Bild. Trotz der Tore von Höfgen zum 2:2 und Marco Hellwig zum 3:3 stand zur zweiten Pause ein 3:5-Rückstand zu Buche. Für Iserlohn waren Sascha Jacobs, Jan-Frederik Otto und Christian Mühlfort erfolgreich.

Hellwig stellte zum letzten Abschnitt auf zwei Blöcke um. Es dauerte keine 35 Sekunden, bis Mike Höfgen der wichtige Anschlusstreffer zum 4:5 gelang. Tim Hauck erzielte mit einer feinen Einzelaktion in der 44. Minute den 5:5-Ausgleichstreffer. Die folgenden zehn Minuten waren an Spannung nicht zu überbieten. Beide Mannschaften knieten sich ins Spiel rein. Die Entscheidung fiel ab er der 57. Minute. Torhüter Robert Pinior legte auf Marco Hellwig vor, der über das ganze Feld die gesamte Iserlohner Abwehr ausspielte und den Torhüter mit einem Heber überwand. 6:5 und noch drei Minuten. Eine Minute später nahm Iserlohns Coach den Torhüter zugunsten eines fünften Feldspielers heraus. Kaarst ließ aber nichts anbrennen und verteidigte clever. Michael Geiß fing einen Querpass ab und schoss über das halbe Feld ins leere Tor. 7:5. Iserlohn riskierte alles und beließ es ohne Torhüter. Dies nutzte in der 60. Minute noch einmal Oliver Latocha aus und lief alleine auf das leere Tor und netzte zum 8:5 Endstand ein.

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