Eagles haben sich nicht mit Ruhm bekleckert

Gelungener Einstieg in die neue SaisonGelungener Einstieg in die neue Saison
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Wer sich von den Zuschauern vor dem Spiel nur über die Höhe des Ergebnisses unterhielt, wurde von den Oldenburgern eines besseren belehrt. In der Skaterhockey-Bundesliga kamen die Crash Eagles Kaarst zu einem knappen 6:4 (1:3, 1:1, 4:0)-Sieg gegen Aufsteiger Pumpkins Oldenburg.

Die Pumpkins hatten keinen Sonntagsausflug nach Kaarst über Pfingsten geplant. Sie wollten punkten und hatten es in der Hand. Nach 25 Minuten führten sie mit 4:1. Dann riss der Faden und die Eagles stemmten sich mit aller Macht gegen die drohende Heimniederlage.

Die Eagles begannen flott und konzentriert. Nach 48 Sekunden verletzte sich ein Oldenburger Spieler an der Nase und wurde behandelt. Dies schien aber nicht die Gäste zu schocken, sondern die Adler konnten wohl kein Blut sehen. Nach Wiederbeginn lief gar nichts mehr. Wackelig, unkonzentriert und fahrig waren die Aktionen der Gastgeber. Die Kürbisse wurden mutiger und witterten Morgenluft. So gingen sie nach fünf Minuten durch Joost Hazewinkel in Führung. Das konnte man noch als Ausrutscher hinnehmen, es kam zwar Gegenwehr auf, aber unkontrolliert. Dennoch nutzte Sascha Drehmann eine kleine Unaufmerksamkeit des Gästekeepers Teun Hazewinkel zum 1:1 nach zehn Minuten. Kaarst marschierte wieder nach vorne, wurde aber durch eine Strafzeit gebremst. Nach knapp einer Minute lag der Ball wieder im Tor des Adler-Torhüters Phillip Inger.. Es dauerte keine 60 Sekunden und der Kapitän der Gäste Matthias Kruer machte seinem Goalgetter Ruf alle Ehre. Mit einem satten Schuss von der Seitenlinie überlistete er den Torhüter und der Ball zappelte zum dritten Mal im Kaarster Netz. 3:1 nach 13 Minuten für die Oldenburger.

Das zweite Drittel begann nicht besser. Obwohl der Coach Wolfgang Hellwig den Spielern eingehämmert hat, näher am Mann zu stehen und früher zu stören, ließen die Adler den Kürbissen zu viel Zeit in der Ballannahme. Nach fünf Minuten war es soweit. Einen Verlegenheitsschuss von Robert Eefting ließ Keeper Inger im Rückwärtsgang stolpern und der Ball lag zum 1:4 im Tor. Bei dieser Aktion verletzte er sich und hat vermutlich eine Bänderdehnung davon getragen. Nun kam Robert Pinior doch noch zum Einsatz. Er verlieh der Abwehr mit guten Paraden Sicherheit und die Aufholjagd nahm ihren Anfang. Die Eagles machten nun mehr Druck, griffen früher an und kämpften sich ins Spiel zurück. Ein erster bescheidener Erfolg war die Stocheraktion von Hendik Benken, der dem besser postierten Bastian Dietrich den Anschlusstreffer zum 2:4 in der 32. Minute überließ.

Oldenburg verlagerte sich auf Defensivarbeit und gelegentliche Konter und Kaarst stürmte oft mit vier Spielern. Entweder blockte der Ball an Körpern oder Schlägern ab oder der Torhüter hielt den Ball in seinem Handschuh fest. Es wurde immer enger. Erlöst wurde der Kaarster Anhang dennoch durch eine schöne Kombination zwischen Michael Geiß und dem Torschützen Marco Hellwig, der in der 42. Minute den Anschlusstreffer zum 3:4 erzielte. Mike Höfgen markierte schließlich den Ausgleich (48.). Kaarst drückte aufs Tempo und erhöhte den körperlichen Einsatz. Drei Minuten später war es soweit. Sascha Drehmann wurschtelte irgendwie den Ball zu Cédric Rauhaus und der netzte im Fallen zum 5:4 ein. Den Schlusspunkt setzte David Walczok (58.).