Duisburg Ducks schaffen die riesige ÜberraschungDer Achte wirft Hauptrundensieger Crefelder SC raus

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„Das war zu 100 Prozent verdient“, lobte der Coach, dem die mitgereisten Anhänger zweimal während des Spiels ein Geburtstagsständchen sangen, seine Mannschaft. „Nur in den ersten zehn Minuten waren wir noch etwas zu ehrfürchtig.“ Zweimal ging der Tabellenführer der Punktrunde, der bis zum ersten Play-off-Spiel gegen Duisburg alle Heimspiele gewonnen hatte, in Führung. Zweimal dauerte es ein Handumdrehen, ehe die Ducks ausglichen und schließlich mit einer 4:3-Führung in die erste Pause gingen. Nachdem die Enten schon beim 5:2-Sieg in Spiel eins eine defensive Meisterleistung geboten hatten, glichen die Krefelder in der 23. Minute zwar nochmal aus – konnten danach aber Felix Tauer im Duisburger Tor nicht mehr überwinden. Das letzte Drittel endete torlos, was seit Einführung gestoppter Spielzeit in der Bundesliga so selten ist wie Klee mit vier Blättern.

„Krefeld hat nicht ein so aggressives Forechecking wie in Duisburg gespielt“, konstatierte Kindler. Und das verwundert, schien das beim 10:6 des CSC in der Sporthalle Süd eine Woche zuvor doch der Schlüssel zum Erfolg der Bears gewesen zu sein. „Wir konnten daher lange den Ball halten und haben zudem diesmal erfolgreich im Powerplay gespielt“, so Kindler. Zudem konnten die Enten die Kreise von Dustin Diem besser einengen – der Duisburger im Krefelder Trikot hatte in Duell zwei überragend gespielt. Stark agierte wieder einmal Youngster Eli Nachtwey, der zweimal traf. Sebastian Schröder, der während der Saison aus Essen kam, hat sich inzwischen hervorragend ins Team eingefügt und war ebenfalls zweimal erfolgreich. Zudem trafen André Petry per Penalty (Kindler: „So abgezockt wie immer“) und Kapitän Philip Müller, der mit dem 5:4 das entscheidende Tor erzielt hatte.

Nun geht es für die Ducks im Halbfinale gegen den HC Köln-West Rheinos weiter. „Wir müssen nicht übertrieben selbstbewusst sein, das ist das Duell des Zweiten gegen den Achten“, sagt Kindler, „aber wir haben in drei Spielen gegen Krefeld gezeigt, zu was wir in der Lage sind“, schickt er eine Kampfansage hinterher. Das erste Spiel steigt am Sonntag um 18 Uhr; auch das Heimspiel wird eine Woche später voraussichtlich sonntags stattfinden müssen, da Eli Nachtwey einen U-19-Lehrgang absolviert und für ein Samstagabendspiel wohl nicht freigestellt wird.

Tore: 1:0 (3:40) Rabe (Kleindienst), 1:1 (4:53) Schröder (Loch/4-3), 2:1 (5:26) Diem (Max Zillen), 2:2 (6:09) Petry (Penalty), 2:3 (11:22) Nachtwey (Loch/4-3), 2:4 (11:42) Schröder (Könnig), 3:4 (15:23) Max Zillen (Rabe), 4:4 (22:50) Max Zillen (Diem), 4:5 (27:42) Müller, 4:6 (34:01) Nachtwey (Könning). Strafen: Krefeld 14, Duisburg 8.


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