Ducks stehen im Halbfinale

Ducks starten gegen AhausDucks starten gegen Ahaus
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Die Halle Duisburg-Süd war rappelvoll. Und die Play-off-Stimmung hat sich längst auf die Ränge übertragen. Ein Beispiel: Als eine von vielen fieberte eine Mutter eines Ducks-Nachwuchsspielers mit. „Nein. Nein. Nichts da!“, rief sie immer wieder eher hoffend, wenn der TV Augsburg angriff. Sie litt mit. „Schieß! Schieß!“, wenn die Duisburg Ducks im Angriff waren. Und dieser aufjuchzende Jubel, als die Hausherren zwei Minuten vor dem Ende den Einzug ins Halbfinale der Skaterhockey-Bundesliga perfekt gemacht haben. Am Ende gewannen die Duisburg Ducks mit 4:3 (1:2, 1:0, 2:1) und damit die Best-of-Three-Serie mit 2:1.

Wie der Duisburger Siegtreffer aber fiel, das war besonderes Pech für TVA-Goalie Andreas Fuchs. Denn wieder war seine Leistung herausragend – denn im zweiten Drittel hätten die Duisburger längst führen müssen. Dann aber die 58. Minute: Ein Pressschlag von Ducks-Stürmer Manuel Ningel und Augsburgs Fabian Schenk prallte auf Fuchs' Schulter und kullerte von dort irgendwie ins Tor. „So etwas passiert“, sagte Ducks- und Bundestrainer Manfred Schmitz und kündigte an, ihn in seiner Funktion als ISHD-Coach im Auge zu behalten.

Vorher sahen die rund 400 Zuschauer ein immens spannendes Spiel. Denn die Augsburger dachten gar nicht daran, sich nach dem Duisburger Serien-Ausgleich in der Vorwoche geschlagen zu geben. Im Gegenteil: Das tiefe Forechecking stellte die Duisburger immer wieder vor einige Probleme. In der zwölften Minute ging Duisburg in Führung. Tim Schmitz zog ab, Fabian Schenk wurde angeschossen – 1:0 für Duisburg. Doch Augsburg blieb dran und ging seinerseits in Führung. Erst glich der TVA durch Kevin Hnida in Überzahl (14.) aus, dann traf Lukas Fettinger zum 1:2 (19.).

Die zweiten 20 Minuten verbuchten die Gastgeber für sich, brachten sich aber nur einmal auf die Anzeigetafel. Dafür war Tim Schmitz zuständig, der einen Verteidiger aussteigen ließ und einnetzte. Danach ließen die Ducks zu viele Chancen liegen. Manuel Ningels Schuss (29.) rutschte Fuchs zwar durch, über die Linie kullerte der Ball aber nicht. Dann ein 2:0-Konter von Markus Bak und Manuel Ningel. Dann verpasst Dominik Müller nach einem starken Zweikampf von Tim Schmitz hinter dem Tor. Und fünf Sekunden vor der zweiten Pause hätte erneut Müller treffen können.

Also wenn es die Duisburger nicht machen, dann eben die Augsburger. In Unterzahl schloss Stefan Gläsel einen Konter in Unterzahl zur erneuten Führung ab. Doch das frühe Saisonaus für Duisburg? Nein, denn Tim Schmitz war in der 50. Minute zum dritten Mal zur Stelle, glch zum 3:3 aus. Und dann eben dieser Pressschlag, der die Duisburger – auf dem Feld und auf den Rängen – jubeln ließ.

„So habe ich das Spiel erwartet“, sagte Ducks-Trainer Manfred Schmitz. „Die Zuschauer werden ihren Spaß gehabt haben.“ Der Gegner im Halbfinale steht fest: Es gibt das Ruhrderby gegen die Rockets Essen, die sich mit 7:4 im entscheidenden Spiel beim TSV Schwabmünchen durchgesetzt haben. „Das ist gut. Das wird wieder spannend, wir haben keine weite Reise und im ersten und dritten Spiel Heimrecht“, kann Schmitz mit dem Gegner gut leben.

Tore: 1:0 (12.) Tim Schmitz (Manuel Ningel), 1:1 (14.) Kevin Hnida (Lukas Fettinger), 1:2 (19.) Lukas Fettinger (Thomas Kastenmeier), 2:2 (25.) Tim Schmitz (Patrick Schmitz), 2:3 (46.) Stefan Gläsel (Michael Pierron), 3:3 (50.) Tim Schmitz (Patrick Schmitz), 4:3 (58.) Manuel Ningel. (the)