Drei Punkte in zwei Spielen bescheren Tabellenführung

Drei Punkte in zwei Spielen bescheren TabellenführungDrei Punkte in zwei Spielen bescheren Tabellenführung
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Das erste von zwei schweren Spielen begann alles andere als gut für die Panther, bei denen Tommy Sellmann auf Grund einer Trainingsverletzung passen musste. Die Gäste aus der Wedemark hatten sichtlich Probleme sich an den relativ stumpfen Boden in der Lüdenscheider Halle zu gewöhnen.

Trotz einiger Schusschancen der Panther waren es die Gastgeber, die nach knapp sechs Minuten in Führung gingen. Da die Panther auch weiterhin Probleme beim Spielaufbau hatten und die Marschroute möglichst viele Bälle aufs Tor zu bringen nicht umsetzten, war der Treffer zum 2:0 für die Highlander folgerichtig. Die Panther vertändelten viele Bälle durch unnötige Einzelaktionen und produzierten zu viele Strafen. Die Führung der Gastgeber war somit verdient. Da bis zur ersten Pause nichts mehr passierte, galt es nun im zweiten Abschnitt endlich Fahrt aufzunehmen.

Zwar kamen die Panther nun zu deutlich mehr Abschlüssen, ein Treffer wollte aber nicht gelingen. Und so waren es die Lüdenscheider, die in der 32. Minute ihren Vorsprung auf 3:0 ausbauen konnten. Dieser Gegentreffer war so etwas wie eine Initialzündung für die Bissendorfer. Endlich aufgewacht kamen sie noch im zweiten Drittel durch einen beherzten Schuss in den Winkel im Powerplay durch Benjamin Hahnemann zu ihrem ersten Treffer in der 36. Minute. Als Florian Surkemper sich wenige Sekunden vor Drittelende vors Tor kämpfte und den 2:3 Anschluss für die Panther erzielte, war die Partie wieder offen.

Der Schlussabschnitt hatte dann einiges zu bieten. Neun Minuten lang hielten die Torhüter ihre Kisten sauber. Dann folgte eine atemberaubende Schlussphase mit sieben Treffern in den letzten elf Minuten. Zunächst erhöhten die Gastgeber auf 4:2 im Powerplay. Die Panther waren nun aber am Drücker. Nur 43 Sekunden später der Anschlusstreffer durch Fabian Rudloff. Als Markus Köppl und Marlon Czernohous innerhalb von 83 Sekunden das Spiel für die Panther gedreht hatten, war der zu Anfang in weite Ferne gerückte Auswärtssieg zum Greifen nahe. Durch eine unnötige Strafzeit knapp zwei Minuten vor dem Ende brachten sich die Panther aber um die hart erkämpfte Führung. Lüdenscheid glich im Powerplay in der 59. Minute aus und ging 24 Sekunden später nach einem Freistoß sogar wieder in Führung. Noch 72 Sekunden waren zu spielen. Die letzte Chance zum Punktgewinn dann 57 Sekunden vor dem Ende durch eine Strafe gegen die Gastgeber. Coach Abstoß nahm Julian Gorski aus dem Tor und brachte einen fünften Feldspieler. Bei 5 gegen 3 Überzahl dann der ersehnte Ausgleich, als Markus Köppl den Ball mit seinem zweiten Treffer im Nachsetzen über die Linie stocherte. Erneut Köppl hatte dann noch den Siegtreffer auf dem Schläger, scheiterte aber zwei Sekunden vor der Schlusssirene am Torhüter der Highlander.

Am Folgetag ging es für die Panther nach der späten Ankunft aus Lüdenscheid gegen den bislang ungeschlagenen Ligakrösus aus Duisburg. Die Bissendorfer mussten auf Marlon Czernohous und Benjamin Garbe verzichten, jedoch meldete sich Tommy Sellmann wieder zurück.

Im Gegensatz zur Partie am Vortag spielten die Panther vor heimischem Publikum wie ausgewechselt. Hochkonzentriert und die Marschroute der Trainer umsetzend. Auch der frühe Führungstreffer der Duisburger schockte die Panther nicht, denn nur 24 Sekunden später traf Florian Surkemper mit einem Kracher in den Winkel zum 1:1. Die Panther waren nun die spielbestimmende Mannschaft, ein weiterer Treffer gegen den gut aufgelegten Gästekeeper Hippler wollte aber zunächst nicht gelingen. Eine Strafzeit brachte die Panther dann in der 15. Minute aus dem Tritt. Das äußerst gefährliche Powerplay der Duisburger schlug zu und es stand nicht ganz verdient 1:2. Es sollte trotz weiterer Unterzahlspiele der Bissendorfer jedoch der einzige Treffer bei numerischer Überlegenheit der Ducks bleiben, was ein Garant für den späteren Sieg darstellte. In der 16. Minute hämmerte Stephan Nebel einen Schlagschuss neben das Tor, Benjamin Hahnemann nahm den von der Wand abprallenden Ball direkt und der erneute Ausgleich war geschafft. Erste Pause, die Trainer waren im Gegensatz zum Vortag zufrieden mit der Leistung ihrer Schützlinge. Besonders Nachwuchstalent Maxim Faber machte an der Seite von Stephan Nebel in der Verteidigung in seinem ersten Spiel in der 1. Bundesliga von Anfang an einen Spitzenjob.

Auch im zweiten Drittel ein abwechslungsreiches Spiel mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Die Torhüter konnten sich mehrfach mit tollen Paraden auszeichnen. In der 24. Minute war es dann Markus Köppl, der die einzige Powerplaysituation der Gastgeber ausnutzte, als er frei vorm Tor auftauchte und in typischer Goalgettermanier zur vielumjubelten 3:2-Führung traf. Die Panther arbeiteten weiter konsequent und hatten die starken Stürmer der Gäste weitestgehend im Griff. Das zahlte sich aus. In der 32. Minute setzte Sebastian Miller zum Solo an, ließ zwei Gegenspieler alt aussehen und verwandelte eiskalt zum 4:2. Die Duisburger erhöhten nun den Druck, die Bissendorfer hielten aber auch dank starker Paraden von Goalie Danny Sellmann den Vorsprung bis zur zweiten Pause.

Im letzten Abschnitt musste der bislang ungeschlagene Tabellenführer aus Duisburg nun kommen. Die Panther versteckten sich jedoch nicht und hielten dagegen. Trotz zweier weiterer Unterzahlsituationen hielten sich die Bissendorfer schadlos und spielten klug. Die Zeit lief den Ducks davon. Eine knappe Minute vor dem Ende setzten die Gäste alles auf eine Karte und nahmen ihren Torhüter zu Gunsten eines fünften Spielers vom Feld. Es dauerte nur wenige Sekunden, bis sich Tommy Sellmann der Ball erkämpft hatte, nach vorne marschierte und mit einem Schlagschuss ins verwaiste Tor der Gäste zum 5:2 traf. Die verbleibenden Sekunden wurde auf der mit 350 Zuschauern wiederum gut gefüllten Tribüne schon gefeiert und die Panther retteten den Vorsprung über die Zeit. Der Sieg war perfekt und die Bissendorfer überholten die Duisburger in der Tabelle und belegen nun zum ersten Mal in dieser Saison Platz eins.