Dramatisch ins dritte Finale

Ducks starten gegen AhausDucks starten gegen Ahaus
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Und dann? Dann kam Kevin Wilson. Der Meisterpokal war schon ausgepackt. Warum auch nicht? Der HC Köln-West führte bei den Duisburg Ducks in der 53. Minute bereits mit 7:4 – ehe der Duisburger Stürmer noch fünfmal zulangte, damit die Verlängerung erzwang und auch den Schlusspunkt unter den 10:8 (1:2, 2:3, 4:2, 3:1)-Sieg der Enten setzte. Damit kommt es am Samstag, 5. Dezember, um 19 Uhr in Köln-Bocklemünd zum entscheidenden dritten Play-off-Finalspiel um die Deutsche Skaterhockey-Meisterschaft.

Zwei Drittel lang war der HC die zwar nur knapp, aber immerhin doch bessere Mannschaft. Den Ducks schienen die Mittel zu fehlen. Fast schon nervenaufreibend, dass die Ducks zweimal auf ein Tor heran kamen, die Kölner aber postwendend den alten Abstand nur Sekunden später wieder herstellten. So waren es bei den Gastgebern zunächst vor allem zwei Spieler, die an allen bisherigen acht Meistertitel beteiligt waren, die ihr Team immer wieder vorantrien: Markus Bak und Patrick Schmitz. Doch als das Spiel zu Gunsten Kölns entschieden schien, drehten plötzlich die Duisburger auf. Und es wurde dramtisch. Nach Kevin Wilsons ersten Treffer zum 5:7, entschieden die Schiedsrichter 92 Sekunden vor dem Ende auf Penalty für Duisburg, nachdem die Kölner den Ball über die Bande ins Seitenaus befördert hatten. Wilson lief an – und traf. Dann verließ Ducks-Keeper Lars Tannhof den Kasten und Wilson markierte per Gewaltschuss das 7:7 – nur 32 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit.

Spätestens im vierten Drittel lief die Partie schließlich für die Gastgeber. Nach einem langen Pass von Gordon Kindler, war Kevin Wilson alleine durch und erzielte den vierten Treffer in Folge (64.). Zwar glich David Weisheit mit seinem vierten Treffer in der 69. Minute aus. Doch dann wurde es bitter für die Kölner. Als alles auf ein Penaltyschießen hinauszulaufen schien, spielte Tim Schmitz 40 Sekunden vor der Schlusssirene einen harten Pass in den Slot, wo Robin Weisheit den Ball ins eigene Tor abfälschte. Als noch 17 Sekunden zu spielen waren, machte Kevin Wilson mit einem Empty-Net-Goal alles klar.

Tore: 1:0 (8.) Patrick Schmitz (Markus Bak), 1:1 (10.) David Weisheit (Kai Esser), 1:2 (20.) David Weisheit (René Müller), 2:2 (23.) Patrick Schmitz (Markus Bak), 2:3 (24.) Kai Esser, 2:4 (27.) René Müller (Hans-Hermann Merkel), 3:4 (38.) Gordon Kindler (Markus Bak/4-3), 3:5 (39.) René Müller, 4:5 (42.) Patrick Schmitz (Sascha Wilson/4-3), 4:6 (50.) David Weisheit, 4:7 (53.) Robin Weisheit (Kai Esser/4-3), 5:7 (54.) Kevin Wilson (Sascha Wilson), 6:7 (59.) Kevin Wilson (Penalty), 7:7 (60.) Kevin Wilson (Sascha Wilson), 8:7 (65.) Kevin Wilson (Gordon Kindler), 8:8 (69.) David Weisheit (René Müller), 9:8 (80.) Tim Schmitz, 10:8 (80.) Kevin Wilson (Patrick Schmitz/ENG). (the)