Dragons warten weiterhin auf den ersten Sieg

Dragons setzen erstes AusrufezeichenDragons setzen erstes Ausrufezeichen
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Auch nach dem dritten Saisonspiel in der 1. Skaterhockey-Bundesliga Süd warten die Dragons Heilbronn weiterhin auf ihren ersten Sieg. Gegen die Breisgau Beasts aus Freiburg gab es eine knappe 5:6 (1:3, 1:2, 3:1)-Heimniederlage.

In den vergangenen beiden Saisonen konnten die Dragons noch alle vier Vergleiche beider Teams für sich entscheiden. Doch in dieser Saison fand das baden-württembergische Derby unter veränderten Vorzeichen statt. Die Dragons mussten in ihrer vierten Bundesliga-Saison den Abgang der kompletten zweiten Reihe verkraften und befinden sich im Umbruch. Dagegen konnten sich die Gäste aus dem Breisgau Beasts punktuell verstärken und ansonsten auf bewährtes Personal zurückgreifen.

Einer der Neuzugänge der Beasts stand von Beginn an im Mittelpunkt. Die Dragons nahmen zu Beginn das Heft in die Hand und erspielten sich mehrere Chancen. Dabei wurde jedoch klar, dass mit Christoph Mathis, zweiter Torhüter des Eishockey-Oberligisten EHC Freiburg, ein Könner seines Fachs zwischen den Pfosten der Beasts steht. Benjamin Stehle besorgte mit einer schönen Einzelaktion die 1:0-Führung für die Gäste (8.). Keine zwei Minuten später erzielte REV-Kapitän Frederick Keck den 1:1-Ausgleich. Doch auch dieser Spielstand währte nur kurz: In der 13. Minute stellte Philipp Perin freistehend vor dem Heilbronner Gehäuse das 1:2. Zwei Minuten nach der erneuten Freiburger Führung schoss Luis Dischinger von hinten an den Schläger von REV-Torhüter Martin Friedrich, von wo der Ball den Weg ins Heibronner Gehäuse fand – 1:3.

Im zweiten Drittel kam eine alte Freiburger Krankheit zum Tragen: die Undiszipliniertheit. Zunächst erhielt Eduard Khaidarov in der Drittelpause eine gelbe Karte wegen unsportlichen Verhaltens, und in der 23. Minute setzte Oliver Willnauer mit seiner Roten Karte noch eins drauf. Aus den resultierenden Strafen konnten die Dragons allerdings kein Kapital schlagen, da sie sich durch Alexander Weiss und Andreas Nägele selbst jeweils fünf Strafminuten einhandelten. Während die Dragons weiterhin am Freiburger Torhüter scheiterten, nutzten die Breisgau Beasts ihre Chancen eiskalt aus. In Überzahl erhöhte Ibrahim Weissleder auf 4:1 (32.). In der 36. Spielminute konnte Michael Häfele auf 2:4 verkürzen, doch schon im Gegenzug stellte erneut Philipp Perin den alten Spielstand wieder her.

Im Schlussabschnitt machten dann wieder fast nur die Dragons das Spiel. Und diesmal waren die Versuche auch von Erfolg gekrönt. Durch Treffer von Alexander Weiss (49.) und Dennis Werner (53.) kamen die Dragons auf 4:5 heran. Freiburg blieb durch Konter gefährlich, scheiterte aber mit zwei Alleingängen an REV-Torhüter Martin Friedrich. Der konnte in der 55. Minute einen Schuss von Benjamin Stehle zwar noch abwehren, den Abpraller verwertete Stehle selbst aber zum 4:6. Die Entscheidung schien gefallen. Die Dragons versuchten noch einmal alles und ersetzten Friedrich durch einen fünften Feldspieler. Mit Erfolg: Lennart May erzielte 79 Sekunden vor Spielende das 5:6. Heilbronn spielte bis zum Spielende mit fünf Mann, der nach einem überzeugenden Schlussabschnitt verdiente Ausgleich wollte jedoch nicht mehr fallen.

Tore: 0:1 (7:48) Stehle (Sedlak), 1:1 (9:17) Keck (Weiss), 1:2 (12:56) Perin (Stehle), 1:3 (14:29) Dischinger, 1:4 (31:04) Weissleder (Sedlak), 2:4 (35:39) Häfele (Weiss), 2:5 (36:24) Perin (Stehle), 3:5 (48:28) Weiss (Häfele), 4:5 (52:31) Werner (Keck), 4:6 (54:23) Stehle (Perin), 5:6 (58:41) May (Weiss). Strafen: Heilbronn 16, Freiburg 19 + Gelb (Khaidarov) + Rot (Sonner) + Rot (Willnauer).