Direkter Klassenerhalt in weiter Ferne

Devils starten ins UnbekannteDevils starten ins Unbekannte
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Nach dem grandiosen Saisonstart der SG Langenfeld Devils etablieren sich die Teufel langsam als Schießbude der Liga. In Uedesheim unterlag Langenfeld mit 4:16 (1:4, 2:3, 1:7).

Vor einem Monat wollten die Devils beim Heimspiel gegen Kollnau den Vorentscheid im Kampf um den Klassenerhalt. Dieser Vorentscheid fiel jedoch zugunsten der Kollnauer, schlimmer noch, für die Teufel endete das Spiel in einem 3:12-Debakel. Im Anschluss kriselte es im Lager der Devils. Thomas Beilstein, der seit Jahren eine verlässliche Größe in der Langenfelder Abwehr darstellte, beendete sein Engagement in der ersten Mannschaft, die anderen Teufel schworen sich nach einer Aussprache neu ein. Trainer Thomas Schütt steigerte die Trainingsintensität, die Motivation der Spieler stieg sichtlich. Fest entschlossen arbeite Langenfeld auf das Erreichen des schier unmöglichen hin: zwei Siege aus den letzten drei Spielen. Nach dem deutlichem Dämpfer von diesem Wochenende ist der direkte Klassenerhalt in weite Ferne gerückt.

Die Uedesheim Chiefs waren den Devils in allen Belangen deutlich überlegen. Langenfeld war zwar stets bemüht, fand aber kein adäquates Mittel gegen die Gastgeber. Im Spiel nach vorne taten sich erneut die alt bekannten Mängel bei der Ballbehandlung auf springenden Böden auf. So gewannen die Chiefs den Großteil der Zweikämpfe, für den Zuschauer sah es aus, als würden die Teams in verschieden Klassen spielen. Besonders ein Spieler der Uedesheimer machte der Langenfelder Defensive zu schaffen. Sebastian Muhs wurde zum schier unlösbaren Problem vor dem Tor der Devils. Sechs der 16 Treffer gingen alleine auf sein Konto. Auf Seiten der Teufel zeigte sich nur Kevin Stein in guter Verfassung. Er erzielte zwei Tore und legte bei den beiden anderen Treffern Robert Heimann und Giacomo Cannoni auf.

Nach diesem Wochenende bestehen nur noch theoretische Chancen für die Devils, direkt in der Liga zu bleiben. Dafür muss Langenfeld die beiden ausstehenden Spiele gewinnen. Am 28. September sind die punktlosen Dragons Heilbronn zwar eine lösbare Aufgebe, vorher wartet jedoch am 14. September der TV Augsburg. Beim diesem letzten Heimspiel der regulären Saison (Sonntag, 16Uhr, Sporthalle des K-A-G) empfangen die Devils einen der ganz Großen, schließlich haben die Schwaben erst zwei Spiele verloren. Selbst wenn Langenfeld dieses Kunststück gelingen würde, wären sie auf Schützenhilfe angewiesen, denn wenn Kollnau gegen Bräunlingen gewinnt, haben Kollnau, Düsseldorf und Langenfeld gleich viele Punkte. Im entscheidenden direkten Vergleich hätten alle Mannschaften zwei Siege, die Devils würden allerdings wegen des schlechtesten Torverhältnisses den Kürzeren ziehen.

Somit kann man sich in Langenfeld auf die Relegation einstellen. Gespielt wird Best of Three (Langenfeld hätte davon zwei Heimspiele), mögliche Gegner sind Menden, Iserlohn, Kaarst und Krefeld.