Die Pokalsieger stehen fest – Essen siegt bei den HerrenFinalspieltag in Krefeld

Lesedauer: ca. 16 Minuten

Herren: Essen Rockets – Crash Eagles Kaarst 8:4 (3:1, 3:1, 2:2)

Die Rockets Essen werden zum zweiten Mal Deutscher Pokalsieger nach einem 8:4-Sieg gegen starke Crash Eagles Kaarst.

Am Ende eines langen Pokaltages steht das Finale der Herren. Für dieses hatten sich die Essen Rockets relativ locker qualifiziert, im Halbfinale hatten sie die Skating Bears bezwungen. Ähnlich souverän marschierten die Crash Eagles Kaarst ins Finale. Im Halbfinale bezwangen sie relativ locker die Rhein Main Patriots aus Assenheim mit 7:2. Wie auch die Skating Bears müssen die Crash Eagles den Gang in die zweite Liga  antreten. Dies würden sie jedoch gerne als Pokalsieger tun, was den Abstiegsschmerz ein wenig lindern würde. Aber Essen als Liga-Primus möchte nach 2012 den zweiten Pokalsieg einfahren.

Das Finale begann ein wenig zerfahren, viele Fehlpässe auf beiden Seiten. Offensichtlich mussten sich beide Teams erst wieder an das Krefelder Geläuf gewöhnen. Ab der vierten Minute lief es dann auf beiden Seiten deutlich runder. Kaarst versuchtes es meist über Einzelaktionen, Essen eher mit Kombinationsspiel. Beide Teams erspielten sich Chancen, die aber alle nicht zwingend waren. Erst in der neunten Minute waren es die Rockets, die vom Bully weg schnell vor das Tor spielten und durch Tobias Stöckhardt mit 1:0 in Führung gingen. In der 14. Minute zogen die Crash Eagles mit zwei schnellen Pässen Richtung Essener Tor und erzielten durch Tim Dohmen nach schöner Vorarbeit von Timo Dietrich das 1:1. Im Gegenzug rettete die Latte die e Eagles vor der erneuten Führung der Rockets. Die kam aber nur eine knappe Minute später durch Dominic Luft.  Im Gegenzug hatte Kaarst die große Chance erneut auszugleichen, scheiterte aber am Essener Goalie Tim Kozial. Auch in der 18. Minute rettete der Essener Goalie seine Mannen gleich mehrfach vor dem Ausgleich. 98 Sekunden vor der ersten Pause gab es die erste Strafe des Spiels in der sehr fairen Partie. Es traf die Rockets, die jedoch sehr gut standen und kaum Torschüsse der Crash Eagles zuließen. Dann war schon Pause in der sehr kurzweiligen chancenreichen  Finalbegegnung der Herren.

In der 23. Minute musste dann erstmals in dieser Begegnung ein Kaarster auf die Strafbank. Das rächte sich nach nur 25 Sekunden, als Stefan Dreyer oben links einnetzte. Kurz darauf erneut eine Strafe für Kaarst, die aber durch das 4:1 der Rockets hinfällig wurde. Damian Schneider hatte Malte Rütten getunnelt. Und wieder musste ein Spieler in die Kühlbox. Diesmal war es ein Essener. Überzahl können die Eagles auch. Mit einem schönen Zusammenspiel erzielte Andre Ehlert den 4:2 Anschlusstreffer. Die Partie wurde jetzt ein wenig hitziger, es gab die nächste Strafe für die Crash Eagles. Diesmal stand Kaarst besser, die Überzahl brachte den Rockets nichts ein. Ein Fehlpass der Crash Eagles sorgte in der 34. Minute für einen Konter durch Tim Wegener, der Malte Rütten im Eagles-Tor zum 5:2 überwinden konnte. Dann gab es die nächste Überzahlchance für die Crash Eagles. Die Eagles spielten ein starkes Überzahlspiel, kamen zu sehr guten Chancen scheiterten aber an Tim Koziol im Essener Kasten, der mit riesen Saves den Anschlusstreffer verhinderte. In der 38. Minute durften die Rockets dann mal wieder Überzahl spielen und nutzten dies erneut aus, 6:2 für Essen. Und dann war Pause.

Mit einem ganz kuriosen Tor kamen die Crash Eagles in der 42. Minute wieder ins Spiel. Ein relativ harmloser Schuss wurde von Tim Koziol nach oben abgewehrt und flog eine Bogenlampe über ihn hinweg ins eigene Tor. Und die nächste Strafzeit folgte, diesmal wieder für die Rockets, eine gute Chance für die Eagles noch näher heranzukommen. Aber erneut scheiterten sie am Essener Goalie. Und es gab die nächste Strafe, diesmal wieder für Kaarst. Essen brachte aber seinerseits nicht viel zustande und nahm sich dreißig Sekunden vor Ablauf die Überzahl durch eine eigene Strafe. Dann war Kaarst in Überzahl, es kam aber auch nichts Zählbares heraus. Es ging hin und her, beide Teams mit guten Torchancen und guten Torhütern. Es folgte gut vier Minuten vor dem Ende die nächste Strafe für die Crash Eagles. In der 59. Minute dann der endgültige k. o. für die Crash Eagles durch Stefan Dreyer. Eine weitere Überzahl nutzten die Crash Eagles 16 Sekunden vor Schluss noch zur Ergebniskosmetik, 7:4, doch weitere acht Sekunden später stand es dann 8:4, weil die Rockets durch Florian Breves zurückschlugen.Und dann war Schluss in der trotz relativ vieler Strafzeiten sehr fairen Partie. Die Essen Rockets werden Deutscher Pokalsieger 2014 in einer kurzweiligen Partie gegen die stark spielenden Crash Eagles Kaarst.

Damen: Düsseldorf Rams – Duisburg Ducks 8:3 (3:1, 2:0, 3:2)

Die Düsseldorf Rams gewinnen den Deutschen Pokal der Damen nach 8:3-Sieg gegen die Duisburg Ducks.

In einem weiteren Rheinischen Derby treffen bei den Damen Duisburg und Düsseldorf aufeinander. Die Rams, Dauerfinalist nicht nur heute, sondern auch bei den Damen-Pokal-Finalspielen, wollen ihren sechsten Sieg im 15. Anlauf verbuchen. Die Ducks wollen dies unter allen Umständen vermeiden. Aber es ging nicht wirklich gut los für die Ducks. In der zweiten Minute bereits traf Kira Riepe zum 1:0 für die Rams. In der vierten Minute bekamen die Ramser Damen eine Strafzeit, die die Ducks durch Stefanie May zum Ausgleich nutzten.  In der neunten Minute eroberte sich Jana Bagusat den Ball zog zum Tor und zog  von links ab. Der Ball schlug unhaltbar oben rechts im Winkel ein. Danach passierte eine ganze Zeit nicht viel. In der 18. Minute erhöhten die Rams durch Elena Unterlöhner auf 3:1. So ging es auch in die erste Pause.

Im zweiten Drittel bekamen die Ducks den Ball nicht so richtig aus ihrer Hälfte, das nutzte Kira Riepe mit einem Rückhandschuss zum 4:1 für die Rams.  Die Ducks müssten etwas mehr in das Spiel investieren, wenn sie es noch drehen wollen, doch im Moment kommt von den Ducks nicht viel und die Rams müssen ja nicht so viel tun.  Aber sie investieren eindeutig mehr, spielen strukturiert, Duisburg kommt so gut wie nicht aus der eigenen Hälfte. In der 35. Minute kommt einmal ein platzierter Schuss auf das Düsseldorfer Tor, stellt aber für die Torfrau kein Problem dar.  In der 39. Minute dürfte dann die Entscheidung gefallen sein. Vena-Marie Kanters geht durch die komplette Duisburger Abwehr, wird dabei noch behindert, setzt sich aber durch und vollstreckt zum 5:1 Pausenstand.

Das letzte Drittel läuft. Die Ducks müssten jetzt eine Offensive starten, kommen auch recht schnell zu zwei Torschüssen. Nach fünf gespielten Minuten im letzten Drittel kann man klar sagen, die Ducks bemühen sich sehr um den Anschlusstreffer und machen ihn auch in der 46. Minute durch einen schönen Schuss von Jana Gowinkowski. Wirkten die Ducks im zweiten Drittel resigniert, machten die Rams jetzt einen müden Eindruck, kommen kaum noch zu Torchancen und strafen mich in der 50. Minute Lügen, indem sie durch Jana Bagusat auf 6:2 erhöhen. Kurz darauf muss eine Düsseldorferin in die Kühlbox und die Ducks nutzen die Überzahl erneut aus.  Stefanie May traf zum 6.3. Anstatt nun den Druck auf das Düsseldorfer Tor zu erhöhen, lassen sich die Ducks in die eigene Hälfte zurückfallen, mit der Folge dass die Rams durch Vena-Marie Kanters den alten Abstand wieder herstellen konnte, 7:3 für die Rams. In der 56. Minute musste dann eine  Duisburgerin auf die Strafbank, die Überzahl nutzten die Rams jedoch nicht aus. In der letzten Minute erhöhten die Rams dann noch auf 8:3 durch Jana Bagusat. Die Ramser Damen werden verdient deutscher Pokalsieger. Die Ducks haben insbesondere im zweiten Drittel zu wenig getan, um den Rückstand aufzuholen, die Rams hingegen haben clever und routiniert gespielt.

Schüler: Langenfeld Devils – Crefelder SC 0:3 (0:0, 0:1, 0:2)

Der Pokalendspieltag begann, wie in den letzten sechs jahren bereits mit dem Endspiel der Schüler. Das Finale erreichten hier die Langenfeld Devils, dritter in der ersten Schülerliga und der Tabellenführer die Skating Bears. Im Ligabetrieb konnte jedes Team einen Sieg im Duell gegeneinander erreichen. Es war also eine spannende zu erwarten.

Die Devils versuchten von Beginn an die Initiative zu ergreifen, checkten gut vor und hatten nach knapp zwei Minuten die erste Chance, die die Bears mit einem schnellen Konter beantworteten.  In der Folge entwickelte sich ein spannendes hin und her und einem leichten Chancenplus für die Skating Bears. In der elften Minute wurde es dann erstmals richtig brenzlig für die Skating Bears, denn sie mussten in Unterzahl agieren. Die standen aber ganz gut, ließen kaum Torchancen zu und überstanden die Unterzahl schadlos. So ging es dann mit einem leistungsgerechten 0:0 in die erste Pause .

Die Skating Bears hatten gleich zu Beginn des zweiten Drittels mehrere gute Chancen scheiterten aber an der aufmerksamen Torhüterin der Devils. Aber auch die Devils kamen zu guten Chancen, die wiederum von der Torhüterin der Skating Bears entschärft wurden. In der 23. Minute gab es erneut eine Strafe gegen den CSC, die Devils erspielten sich ein paar gute Chancen, konnten aber keinen zählbaren Erfolg erzielen. In der 27. Minute versuchte es der Krefelder Assistent Alexander Scheuss einmal aus der zweiten Reihe und traf zum 1:0 für die Skating Bears. Die Bears hätten noch wenige Sekunden vor der Pause nachlegen können, aber erneut war Endstation bei Mara Pieterek im Kasten der Devils.

Das dritte Drittel ging richtig flott los und es ging hin und her, beide Teams hatten gleich zu Beginn gute Einschussmöglichkeiten, die hochkarätigeren hatten jedoch die Devils. Aber Hannah Onckels im Krefelder Tor war hochkonzentriert und hielt glänzend. Eine hochklassige Partie zeigten beide Schüler Teams bislang in diesem Finale. In der 35. Minute hatten die Devils erneut die Chance in Überzahl zu spielen und den Ausgleich zu erzielen.  40 Sekunden vor Ablauf der Strafe musste ein weiterer Bär auf die Strafbank, so dass es nun vier gegen zwei weiter ging. Die Skating Bears standen aber gut und überstanden die erste Strafzeit. Die Bears kämpften aufopferungsvoll und überstanden auch die andere Strafe. Dann hatten die Devils Glück bei einem Pfostenschuss des CSC, kurz danach aber die Bären bei einer Großchance der Devils, eine unglaublich spannende Partie. In der 42. Minute hatten dann die Skating Bears ihre erste Chance in Überzahl die Entscheidung zu erzielen, die erste Chance hatten aber die Devils. Die Skating Bears kamen nicht so richtig in die Box und machten sich mit einem Foul den Vorteil der Überzahl zunichte, 100 Sekunden vor Schluss. Direkt mit Bully-Gewinn ging Alexander Scheuss auf das Langenfelder Tor zu und netzte Eiskalt zum 2:0. Nur wenige Augenblicke später machte er dann in Unterzahl mit seinem Hattrick zum 3:0 alles klar.

Jugend: Düsseldorf Rams – HC Köln-West Rheinos 6:4 (4:3, 0:0, 2:1)

Die Düsseldorf Rams werden Deutscher Pokalsieg der Jugend bezwingen Köln mit 6:4.

Ein rheinischer Klassiker alle Sportarten folgte nach dem Schüler-Finale bei der Jugend. Düsseldorf gegen Köln, Rams gegen Rheinos. Die Partie war noch nicht wirklich dran, da stand es bereits 1:0 für die Rams. Nach nur 21 Sekunden versenkte Christian Schmidt von rechts den  Ball oben links in den Winkel. Die Rheinos waren jedoch wenig beeindruckt und glich nach genau drei Minuten aus. Im Gegenzug vom Bully weg, erzielte Christian Schmidt mit einer Kopie seines ersten Tores die erneute Führung für die Rams. Erneut zeigten sich die Rheinos nicht geschockt und glich in der sechsten Minute wieder aus. Diesmal traf Max Achenbach.  Die nächste Großchance für die Rams hatte erneut Ch. Schmidt. Diesmal scheiterte er mit einem Schuss von der Mittellinie am Kölner Pfosten. In der zehnten Minute legten die Rams wieder vor. Einen Abpraller nach Schuss von Vena Marie Kanters netzte Marc Sprengnöder zum 3:2 ein. Und wieder fackelten die Kölner nicht lange und glichen zum dritten Mal aus. Diesmal war es Jesko Pfotenhauer, der für die Rheinos traf.  Anderthalb Minuten vor der Pause gingen die Düsseldorfer wieder in Führung Luc Mausfeld versenkte den Pass von Vena Marie Kanters zum 4:3. Eine interessante und torreiche Partie ging mit 4:3 für Düsseldorf in die erste Pause.

Wir sind nun schon in der siebten Minute des zweiten Drittels und die Partie plätschert so vor sich hin, mehr so eine Aneinanderreihung von Einzelaktionen und jetzt die erste große Chance für Düsseldorf im zweiten Spielabschnitt. Kurz darauf scheitert Köln zweimal sehr aussichtsreich. Riesen Save von Düsseldorfer Goalie, der den Kölner Ausgleich verhindert. Die Kölner erspielen sich ein Chancenplus , nehmen sich aber in der elften Minute mit einem Stockschlag den gerade erspielten Feldvorteil. Aber die Rams zeigen in dieser Überzahl zu wenig und kommen kaum zu Torschüssen. Die Partie ist im zweiten Drittel sehr abgeflacht, kaum große Torchancen, wenige Spielzüge. Das erste Drittel war deutlich interessanter.

Im letzten Spielabschnitt wollten die Teams wohl das schwache zweite Drittel vergessen machen. Bereits nach 13 Sekunden tunnelte Luc Mausfeld den Kölner Goalie mit einem Schuss aus der zweiten Reihe zum 5:3. Beim 6:3 durch Marc Sprengnöder auf Vorlage seines Bruders Tom sah der Kölner Goalie nicht gut aus, eine Vorentscheidung für die Rams? Die Rheinos versuchten nun Druck zu machen, was den Rams die Chance zum Kontern bot. In der 37. Minute hatten die Rheinos die Chance in Überzahl den Anschlusstreffer zu erzielen. Die Chance erhöhte sich, als ein weiterer Düsseldorfer in die Kühlbox musste. Die Kölner erspielten sich ein paar Chancen scheiternten aber zunächst am Düsseldorfer Goalie. Als dann die Rams wieder zu dritt waren, trafen die Rheinos durch Marcel Mörsch zum  6:4. Gute zwei Minuten vor dem Ende gab es noch einmal eine Hinausstellung für die Rams. Die spielten ganz clever und kamen zu guten Konterchancen. Köln brachte nichts mehr nach vorne. Letztlich gewinnen die Rams verdient den Deutschen Pokal mit einem 6:4-Sieg gegen die Köln Rheinos.

Junioren: Düsseldorf Rams – Crefelder SC 6:11 (1:2, 2:5, 3:4)

Die Skating Bears Junioren gewinnen nach den Schülern auch den Deutschen Pokal der Junioren.

„Aller guter Dinge sind drei“ denken sich die Rams sicher nach bereits zwei gewonnenen Finalspielen bei der Jugend und den Damen am heutigen Tag. Doch die Skating Bears wollen dies verhindern und den Sieger Pokal in Krefeld behalten.

Und dann geht’s los. Die Bears machen gleich Druck, doch die erste Chance haben die Rams nach einem Abspielfehler. In den ersten fünf Minuten haben die Rams leichtes Chancenübergewicht. Die Partie ist im Vergleich zu den vorherigen recht körperbetont und laufintensiv. Dann bekommen die Rams einen Freistoß, weil der Krefelder Goalie den Ball gehalten hat, obwohl kein Düsseldorfer in der Nähe war. Den nutzen die Rams zur 1:0 Führung, machen danach richtig Druck und scheitern nur wenige Augenblicke darauf am Pfosten.  Danach hatten die Skating Bears ein paar kleiner Chancen, die für Caro Walz im Düsseldorfer Tor kein Problem darstellten. Nach einer Auszeit der Bears, stand plötzlich ein anderes Team auf dem Platz, es brannte teilweise lichterloh im Ramser Torraum, aber Caro Walz behielt die Übersicht. 18. Minute: Auszeit Düsseldorf und Freistoß aus der eigenen Hälfte. Man hatte so das Gefühl in den letzten Minuten, die Bears hätten Mist am Schläger. Es bedarf eines Solos von Maximilian  für den Ausgleich, der war wichtig. Vom Bully weg fuhren die Bears wieder auf das Tor der Rams zu. Jannik Jost legte den Ball quer vor das Ramser Tor, dort wartete Jannik Kleindienst und vollstreckte zur 2:1 Führung für die Skating Bears. Spiel gedreht in 18 Sekunden, das tut weh. Aber die Rams haben eine starke Truppe, die die ersten zehn Minuten deutlich dominiert haben. Die Skating Bears brauchten den Weckruf in der Auszeit.

Und weiter geht´s in dieser rasanten und spannenden Begegnung. Es geht hin und her. Düsseldorf versucht Ruhe ins Spiel zu bringen und kommt in der 22. Minute glücklich durch Patrick Sylvester zum Ausgleich. Nahezu im Gegenzug marschiert Jannik Jost über die linke Seite und zieht einfach mal ab und erzielt die erneute Führung für die Skating Bears. Danach war erst einmal der Schwung raus aus der Partie bis zur 29. Minute, da zog Dustin Diem vom eigenen Bully-Punkt ab und tunnelte die etwas verdutzte Düsseldorfer Torhüterin, der aber auch die Sicht verdeckt war.  Dann musste je ein Spieler beider Teams auf die Strafbank und kurz darauf gesellte sich ein weiterer Düsseldorfer hinzu, also viel Platz auf dem Feld. Der wurde noch größer als auch ein weiterer Krefelder in die Kühlbox musste.  In der vierunddreißigsten Minute ging  Dustin Diem allein Richtung Düsseldorfer Tor, umkurvte einen Verteidiger  und zog ab. Der Ball schlug unter rechts zum 5:2 für die Skating Bears ein. Die Bears hatten nun einen richtigen Lauf, ein Schuss von Jannik Kleindienst ging deutlich über das Tor, der Abpraller landete aber direkt wieder vor ihm und in Baseball-Manier schlug er den Ball zum 6:2 ins Düsseldorfer Netz. Wer meinte, dass war die Vorentscheidung sah sich getäuscht, denn nur wenige Sekunden später verkürzte Colin Dehnke mit einem Schlagschuss auf 6:3. Eine Minute vor der Pause musste erneut ein Düsseldorfer auf die Strafbank. Zunächst fuhren die Rams einen Konter, aber danach waren es die Bears, die das Düsseldorfer Tor unter Beschuss nahmen und das wieder erfolgreich. Eine Sekunde vor der Pausensirene spielte Daniel Schopp auf Jannik Kleindienst, der zum 7:3 einschoss. Die Bears ließen im zweiten Drittel gut den Ball laufen und die Rams nicht ins Spiel kommen, die wiederum kaum Mittel fanden, die Bears in ihrem Spielfluss zu stören.

Auf ins letzte Drittel. Die Skating Bears hatten sofort das Heft in der Hand und erzielten nach nur 76 Sekunden das 8:3. Daniel Schopp hatte von rechts freistehend abgezogen. Die sehr faire Partie plätscherte so dahin bis zur 48. Minute, als die Rams noch einmal verkürzen konnten. Erneut traf Colin Dehnke für die Rams, nur noch 8:4. In der 51. Minute musste dann ein CSC-Spieler auf die Strafbank, das nutzten die Rams zum 8:5 Anschlusstreffer durch Mike Grabs. Sollte es hier noch einmal spannend werden in den letzten neun Minuten. Aber danach sah es nicht aus, denn in der 53. Minute bewies Jannik Jost tolle Übersicht, passte klasse auf den freistehenden Patrick Hohlfeldt, der mit einem harten Schuss auf 9:5 erhöhte. Aber Düsseldorf kämpfte und verkürzte in der 54. Minute auf 9:6. Hier fielen nun die Tore wie die reifen Früchte. Ein Nachschuss von hinter der Grundlinie von Jannik Kleindienst mogelte sich irgendwie durch das Trikot von Caro Walz ins Tor, 10:6 für die Bears in der 56. Minute. Zwei Minuten vor dem Ende gab es noch einmal eine Strafe gegen die Bears und Düsseldorf setzte alles auf eine Karte nahm die starke Carolin Walz aus dem Tor und versuchte es jetzt fünf gegen drei. … und dann der Fehlpass, den Maximilian Hahn aufnahm und zum 11:6 ins leere Tor beförderte, neunzig Sekunden vor Schluss. Das war´s. Die Skating Bears gewinnen den deutschen Pokal und ziehen am heutigen Tag mit den Rams gleich. Beide haben nun zwei Pokalsiege am heutigen Tag. Nach verschlafenen zehn Anfangsminuten, haben die Bears das Spiel dominiert und hatten nur im letzten Drittel ein paar wenige Durchhänger.