Devils überzeugen auf ganzer Linie

SG Langenfeld DevilsSG Langenfeld Devils
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Die Ausgangssituation für das vorletzte Heimspiel der Devils am vergangenen Wochenende war alles andere als komfortabel. Langenfeld stand mit dem Rücken zur Wand und musste unbedingt punkten um den Klassenerhalt durch eigene Kraft ermöglichen zu können. Hinzu kam die historische 0:17-Niederlage bei den Rhein Main Patriots sowie erhebliche Probleme im Trainingsbetrieb über die spielfreie Sommerzeit. Das alles ist nun vorerst vergessen, denn die Teufel präsentierten sich auf den Punkt genau fit. Der Gegner aus Heilbronn stand auf dem zweiten Tabellenplatz und war hoch favorisiert, allerdings reisten die Dragons nur mit acht Feldspielern ins Rheinland. Langenfeld versuchte von Beginn an, die zahlenmäßige Überlegenheit zum eigenen Vorteil zu nutzen und legte ein enormes Tempo vor. Gerade im 1. Drittel hatten die Gäste arge Probleme hierbei mitzuhalten. Henke brachte die Teufel in der 6. Minute in Führung, nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich der Gäste (10.) drehte Langenfeld richtig auf. Auch die kurz darauf folgende 5-Minutenstrafe gegen M. Gladbach, wegen eines harten Checks, änderte daran nichts. Nick Rütten traf in Unterzahl und brachte die Teufel erneut in Führung (13.). Nachdem im Anschluss auch einer der Gäste auf der Strafbank Platz nehmen musste, erhöhte der von Markus Kruber mustergültig bediente Michael Kludig auf 3:1 (14.). Kurz vor dem Ablauf der 5-Minutenstrafe erzielte Rütten ein weiteres Tor in Unterzahl (16.) ehe er mit seinem dritten Tor für das 5:1 (19.) sorgte.

Im zweiten Drittel spielten die Teufel etwas vorsichtiger, was mit einer Reduzierung des Spieltempos einher ging. Die verschaffte Heilbronn Luft zum atmen und Raum zur Entfaltung der individuellen Fähigkeiten. Langenfeld zwischenzeitlich die deutliche Feldüberlegenheit und Lutz Kaufmann konnte sich durch zahlreiche sehr gute Paraden im Tor der Gastgeber beweisen. Nach einem Konter erzielte Christopher Beilstein das 6:1 für Langenfeld (28.). Sebastian Schwickart erhöhte in der 33. Minute in Überzahl auf 7:1. Dass die Gäste im Anschluss auf 7:2 verkürzten beunruhigte zu diesem Zeitpunkt nur wenig, denn gegen Ende des Drittels erlangten die Devils ihre anfängliche Überlegenheit zurück. Es fehlte einzig das Glück im Abschluss um die Führung weiter zu erhöhen.

Umso verwunderlicher waren die Ereignisse die sich zu Beginn des letzen Drittels abspielten. Plötzlich, und ohne Grund, wirkte Langenfeld indisponiert. Dies nutzte Heilbronn eiskalt aus und erzielte innerhalb von zwei Minuten drei Tore. Tim Dorneth wusste dies mit dem sehr wichtigen Treffer zum 8:5, direkt im Gegenzug, zu beantworten. Die aufkeimende Hoffnung der Gäste nach dem 8:6 in der 52. Minute wurde wiederum direkt durch Dornehts zweiten sehr wichtigen Treffer zur Nichte gemacht. In den letzten Minuten ließen die Devils nichts mehr anbrennen und brachten den Sieg über die Zeit.