Devils starten ins Unbekannte

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An diesem Wochenende starten die SG Langenfeld Devils in der Nordgruppe der 2. Skaterhockey-Bundesliga mit zwei Auswärtsspielen in Berlin und Bissendorf (bei Hannover). Seit 2004 steigen die Teufel kontinuierlich ab und im Folgejahr wieder ins Oberhaus auf – ob dies auch dieses Jahr klappt bleibt abzuwarten.

Nach der langen Saison 2008, die mit zwei verlorenen Relegationsrunden erst Ende November abgeschlossen wurde, startete die Vorbereitung für 2009 erst spät. Der Trainingsbetrieb läuft seither auch nur mit Abstrichen auf Hochtouren. Urlaub, Verletzungen, berufliche, schulische oder private Verhinderungen hatten zufolge, dass selten in voller Besetzung trainiert werden konnte. Hinzu kommt, dass Langenfeld in diesem Jahr auf drei starke Stürmer verzichten muss, die in der Winterpause wechselten. Kay Braun konnte die lange Anreise aus Aachen nicht länger Schultern und tritt nun in der Regionalliga für Aachen an. Kevin Stein sucht eine neue sportliche Herausforderung bei den Düsseldorf Rams (1. Liga) und Robert Heimann verließ den Verein und spielt nun beim neuen Ligakonkurrenten Bochum. Tommy Melkko bleibt zwar den Teufeln treu, arbeitet allerdings nun in München und kann folglich am wöchentlichen Trainingsbetrieb nicht mehr teilnehmen. Zu allem Überfluss verletzte sich der beste Stürmer der Devils, Moritz Matzieks, in einem Vorbereitungsspiel und fällt mit ausgekugeltem Ellebogen lange aus.

Dem stehen drei Neuzugänge sowie die Rückkehr von zwei Langzeitverletzten entgegen. Julian Gemein und Christian Ruthus kamen vom Zweitligaaufsteiger Bockum, Sebastian Jonen, der früher in Düsseldorf spielte, schnürt nach einem Jahr Hockeypause nun die Skates für Langenfeld. David Jener hat seinen Kreuzbandriss überwunden und auch Dominik Gladbach ist nach einer einjährigen Verletzungspause durch ein entzündetes Hämatom wieder einsatzbereit. Zusätzlich setzt Devils Coach, Thomas Schütt, auf den Nachwuchs und hat damit begonnen fünf Juniorenspieler (unter anderem Junioren-Nationalmannschaftsspieler Marc Andre Grefen) in das Training der ersten Mannschaft zu integrieren.

Der Blick auf die Ligakonkurrenz zeigt fast ausschließlich den Devils unbekannte Mannschaften. Zu den Favoriten zählt in jedem Fall die Mannschaft aus Krefeld, die im letzten Jahr ebenfalls in der 1. Liga antrat. Bei ihren ersten vier Saisonspielen (die Saison hat bereits begonnen) gaben sie mit vier Siegen und 49:16 Toren gleich ein ordentliches Statement ab. Die hoch gehandelten und technisch starken Berliner mussten zu Beginn zwei knappe Niederlagen gegen Oberhausen und Bochum hinnehmen. Es wird also mit allen drei Teams zu rechnen sein. Die anderen Mannschaften sind von Seite der Devils noch nicht einzuschätzen und lauten: Hannover, Bissendorf, Hamburg, Holtenau (Kiel), Bockum (Krefeld) und Wilhelmshaven.

Als positiv werten die Langenfelder, dass im Norden vermehrt in Turnhallen und nicht auf Betonboden gespielt wird. Die Vergangenheit zeigte, dass die Devils sich auf gefedertem Turnhallenboden stets etwas leichter taten.

Abschließend bleibt zu sagen, dass für einen Absteiger selbstverständlich der Wiederaufstieg das Ziel ist. Realistisch betrachtet bleibt es angesichts der genannten Schwierigkeiten allerdings fraglich. ob sich die Teufel tatsächlich in den ersten beiden Tabellenplätzen einsortieren können oder ob man sich in Langenfeld in diesem Jahr mit weniger begnügen muss.