Deutschland peilt sechsten EM-Titel an

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Deutschland und Duisburg beginnen jeweils mit einem „D”. Im Skaterhockey ist das kein Zufall. Wenn die Nationalmannschaft von Freitag bis Sonntag in Stegersbach (Österreich) um die Europameisterschaft kämpft, sind mit Mario Säs, Sebastian Czajka, Tim Schmitz, Sascha Wilson, Manuel Ningel und Patrick Schmitz gleich sechs Spieler der Duisburg Ducks dabei. Dazu kommen René Hippler und Christian Sohlmann von den Rockets Essen, die ebenfalls Duisburger sind – und Manfred Schmitz ist in Personalunion der Coach der Ducks und der ISHD-Auswahl.

Dabei hätte Schmitz gerne noch andere Spieler dabei. Vor allem vom Deutschen Meister und Europapokalsieger HC Köln-West. Doch die Domstädter stellen nur Michael Kemmerling ab. Wie kommt's? „Das weiß ich auch nicht so genau. Ich bin jedenfalls sehr enttäuscht”, mach Schmitz keinen Hehl daraus, beispielsweise die Brüder Robin und David Weisheit gerne in Nationalmannschaft zu sehen. „Aber Kölner Spieler kommen entweder gar nicht zu den Lehrgängen oder sagen aus beruflichen Gründen ab”, so der Bundestrainer. „Aber es gibt auch andere gute Spieler.” Das hat die ISHD-Auswahl in den letzten Jahren bewiesen. So gut wie immer ging es ins Finale. Und bei elf Europameisterschaften sprang fünfmal der Titel heraus. Zuletzt gewann der „Erzrivale” Schweiz. Dass daher nur der Titel das Ziel sein kann, versteht sich von selbst. „Etwas anderes wäre doch unglaubwürdig”, so Schmitz.

Den Kader hat der Coach indessen verjüngt. „Der Altersschnitt ist von 26,2 auf 24 gesunken”, sind nun auch drei 19-Jährige (Steffen Müller, Dennis Holthausen und Lukas Fettinger) im Kader, dazu laufen mit Sebastian Czajka, Michael Kemmerling, Peer Scheiff und Christian Sohlmann weitere Debütanten auf. „Dennoch sind die erfahrenen Spieler immens wichtig. Sie müssen die jungen Spieler führen. Auf sie müssen wir uns immer verlassen können.”

Neben Deutschland ist – selbstverständlich – Titelverteidiger Schweiz einer der Favoriten. „Aber auch Österreich und Dänemark sind nicht zu unterschätzen. Und mit ihren bisherigen U-21-Torhüter sind auch die Niederländer stärker geworden”, so Schmitz. Außerdem sind Großbritannien und Außenseiter Polen dabei.

Der Kader:

Torhüter: Rene Hippler (Rockets Essen), Steffen Müller (Crefelder SC), Mario Säs (Duisburg Ducks).

Verteidiger: Sebastian Czajka (Duisburg Ducks), Benjamin Hahnemann (Bissendorfer Panther), Dennis Holthausen (Crefelder SC), Patrick Komor (Uedesheim Chiefs), Marcel Mörsch (Uedesheim Chiefs), Peer Scheiff (Rockets Essen), Tim Schmitz (Duisburg Ducks), Sascha Wilson (Duisburg Ducks).

Stürmer: Lukas Fettinger (TV Augsburg), Michael Kemmerling (HC Köln-West), Manuel Ningel (Duisburg Ducks), Patrick Schmitz (Duisburg Ducks), Christian Sohlmann (Rockets Essen), Florian Surkemper (Bissendorfer Panther), David Tözen (Bissendorfer Panther), Alexander Weiß (Dragons Heilbronn).

Betreuerstab: Manfred Schmitz (Trainer), Stefan Gehrig (Co-Trainer), Klaus Molitor (Betreuer), Ralf Zingsheim (Betreuer), Dr. Dietmar Sowa (Mannschaftsarzt), Stefanie Alberg (Physiotherapie), Stefan Brütt (Manager).

Der Spielplan:

Vorrunde: Freitag, 3. Oktober, 10 Uhr: Deutschland – Großbritannien; 14 Uhr: Deutschland – Dänemark; Samstag, 4. Oktober, 9 Uhr: Deutschland – Niederlande; 14 Uhr: Deutschland – Österreich; 18 Uhr: Deutschland – Schweiz; Sonntag, 5. Oktober, 10 Uhr: Deutschland – Polen; Halbfinale: 13 Uhr und 15 Uhr; Spiel um Platz 3: 17 Uhr; Finale: 18.30 Uhr.

Die bisherigen Europameister:

1997 Großbritannien, 1998 Dänemark, 1999 Deutschland, 2000 Deutschland, 2001 Dänemark, 2002 Schweiz, 2003 Deutschland, 2004 Schweiz, 2005 Deutschland, 2006 Deutschland, 2007 Schweiz.