Deutliche Niederlage in Bissendorf

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„0:9 hört sich natürlich krass an“, so Elesen. „Aber ganz so schlecht war es nicht und wir haben uns das auch selber zuzuschreiben.“ Besonders mit dem Beginn seiner Truppe war Elesen zufrieden. „Wir haben alles das umgesetzt, was wir wollten und waren voll drin im Spiel. Leider haben wir vergessen, ein paar Tore zu machen.“ Beim Blick auf den Statistikzettel kann dem geneigten Betrachter fast die Luft wegbleiben. Elesen: „Wir standen alleine 16 Mal völlig frei vor dem Tor. Eins auf Null, Zwei auf Null. Wenn du dann kein Tor erzielst, hast du keine Chance zu gewinnen. Sicher war der Keeper der Panther richtig gut drauf, aber das kann nicht der einzige Grund sein.“

Folgerichtig fielen die Treffer auf der anderen Seite. Denn dass die Niedersachsen auch richtig gut Hockey spielen können, steht außer Frage. In der 8. Minute traf Surkemper zum 1:0. Dieser Treffer schien die Chiefs aus dem Konzept gebracht zu haben, denn danach lief nur noch wenig zusammen und Marc Baumgarth musste bis zum Ende des ersten Drittels noch vier Mal hinter sich greifen.

Nach nur 37 Sekunden im Mitteldrittel fiel das 6:0 für die Hausherren. Sollten bis dahin noch letzte Hoffnungen auf ein Comeback existent gewesen sein, zerplatzte dieser Traum spätestens jetzt. Nach zwei weiteren Treffern rückte Juniorenkeeper Malte Rütten zwischen die Pfosten der Chiefs. Er war an Stelle des kurzfristig ausgefallenen Olli Derigs mitgereist und konnte bei seinem ersten Einsatz gleich überzeugen. Elesen: „Er kommt rein, macht sein erstes Spiel auf diesem Level und hat wahnsinnig gut gehalten. Malte war heute neben Sebastian Schreiber unser einziger Lichtblick.“

Bis zur 57. Minute konnte Rütten seine Jungs vor einem weiteren Gegentreffer bewahren, ehe es zum letzten Mal und zum Endstand von 9:0 bei ihm einschlug. Den Chiefs wollte auf der anderen Seite trotz aller Bemühungen noch nicht mal mehr der Ehrentreffer gelingen. „In der Kabine war es natürlich sehr ruhig“, stellte Elesen fest. „Aber ich habe ihnen gesagt, dass das Ergebnis jetzt nur noch Nebensache ist. Egal ob wir 8:7 oder 9:0 verloren haben, es steht nur 1:0 für Bissendorf und wir haben am Sonntag alle Chancen, das Ding zu drehen und dann noch mal hierher zu kommen. Nochmal werden wir sicher nicht torlos bleiben, das ist bei unserer Qualität fast nicht möglich.“

Elesen hofft auch auf die Unterstützung der Fans, wenn am kommenden Sonntag (3. Oktober, 16 Uhr) Spiel zwei im „Chiefs Garden“ steigt. Mit einigen nach Bissendorf mitgereisten Fans war der Niederländer nicht ganz einverstanden. „OK, super dass die Jungs die lange Fahrt auf sich nehmen, aber keiner hat ein Recht meine Mannschaft zu beschimpfen. Das ist nicht förderlich, denn es spielt ja niemand absichtlich schlecht. Aber so wie ich die Fans kenne, ist das nächste Woche vergessen und wir haben dann ihre volle Unterstützung.“

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