Deutliche Niederlage gegen Köln

Gelungener Einstieg in die neue SaisonGelungener Einstieg in die neue Saison
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Eine klare 4:12-Niederlage mussten die Crash Eagles Kaarst in erstem Play-off-Viertelfinalspiel beim HC Köln-West einstecken. Dabei verschlissen die Domstädter beide Kaarster Torhüter Robert Pinior und Oliver Winter, die im Laufe des Spiels nicht zu ihrer Normalform fanden. Achtmal schlug der Ball im Netz ein, als das Spielgerät aus der Entfernung abgefeuert wurde. Von spielerischer Überlegenheit der Kölner war nichts zu sehen. Irgendwie verunsichert liefen sie lange Zeit ideenlos über das Feld. Die Pokalniederderlage gegen Duisburg unter der Woche steckte wohl noch in den Köpfen. So verlegten sie sich nur aufs Schießen, dies allerdings sehr erfolgreich. Kaarst hielt mit viel Kampfgeist lange dagegen, verspielte aber auch zu viele gut gerausgespielte Torchancen. Erst ab dem 8:4 war die Gegenwehr nicht mehr ganz so groß.

Köln ging durch ein Schlenzertor von Tobias Adam in der zweiten Minute in Führung. Kaarst blieb ruhig und erhöhte den Offensivdrang. Das Team musste wegen der verletzten Verteidiger Michael Geiß und Marco Branko umgestellt werden und Coach Marcus Drücker beorderte den frischgebackenen Meisterspieler der zweiten Mannschaft, Marco Täger, neben Bastian Dietrich in die Abwehr. Dort machte er seinen Job ausgezeichnet. Genau in Spielminute 5:55 knipste Pascal Patten einem Kölner Verteidiger den Ball vom Schläger und überlistete Kölns Keeper Michael Ohrem. Das Spiel war wieder offen. Die drei Kaarster Reihen beschäftigten gut die Kölner Abwehr. Dennoch gelang ihnen kein Führungstreffer. Der fiel auf der anderen Seite. Ein schon gehaltener Schuss von Kai Esser rutschte letztendlich durch die Schoner von Robert Pinior und trudelte in der 10. Minute über die Torlinie. Kaarst war kurz geschockt, verlagerte aber wieder nach einigen wenigen Momenten das Spielgeschehen in die Kölner Hälfte. Bei einem Angriff der Domstädter holte der Ex-Kaarster Martin Fonken von der Seitenlinie aus und traf zum 3:1 in der 15. Minute. Bis dahin war Kaarst gleichauf und eigentlich einem Ausgleichstreffer näher als einem erneuten Rückstand. Kölns Kapitän Hans-Herrmann Merkel erhöhte zweiMinuten später auf 4:1 und überlistete dabei den Torhüter, indem er genau in die 10 Zentimeter große Lücke zwischen Torpfosten und Schoner einlochte. Pause und Keeper Robert Pinior räumte entnervt seinen Kasten.

Kaarsts Coach impfte seinen Mannen genug Optimismus ein, so dass sie zunächst dominierten. Mike Höfgen erkämpfte sich vor dem Kölner Tor ein Bully und umspielte zwei Verteidiger ehe er per Schlenzer auf 2:4 in der 42. Minute verkürzte. 1 Minute später hatten die Adler während fünf Strafminuten die große Chance näher heranzukommen. Leider vergaben sie alle Einschussmöglichkeiten und Köln rettete sich geschickt über dieses kritische Phase. Sie waren keine 20 Sekunden wieder komplett auf dem Feld, als erneut Kai Esser von der Seitenlinie einen Kracher aufs Tor von Oliver Winter abzog, der von der Latte noch über die Torlinie fiel. Dieses Tor zum 5:2 musste erst einmal wieder verdaut werden. Nach kurzer Besinnung kamen die Adler wieder in Schwung. Köln blieb immer gefährlich, aber selten durch Kombinationsspiel sondern eher durch die Gewaltschüsse. In der 36. Minute landete der dritte Treffer von Nationalspieler Kai Esser im Kaarster Kasten.

90 Sekunden später hatte Juniorenspieler Brandon Bernhardt die Nase vorn, als er vor dem Kölner Torhüter den Pass von Oliver Latocha erwischte und ihn über den fallenden Keeper einlochte. Mit diesem 6:3-Rückstand ging es in die letzte Pause.

Nach 30 Sekunden musste ein Kölner Spieler in die Kühlbox. Diese Überzahlsituation nutze Mike Höfgen mit seinem heutigen zweiten Treffer aus. 6:4 – jetzt wurde es interessant. Der zahlreiche Kaarster Anhang versuchte lautstark seine Mannen nach vorne zu brüllen. Durch die Mannschaft ging ein Ruck und ein erneuter Kaarster Treffer lag in der Luft. In dieser wichtigen Phase war die Chancenverwertung jedoch mangelhaft. So kam es wie es kommen musste. René Müller erhöhte per Doppelpack auf 8:4 (45., 47.). Danach durfte Kai Esser wieder ran. Womit? Natürlich per Schlagschuss! 51. Minute 9:4. Der zehnte Treffer fällt unter die Kategorie Fußballtor. Von den Inlinern des Torschützen Tim Osterholt kullerte der Ball noch an die Inliner des Torhüters, der sich in diesem Moment nicht in Luft auflösen konnte und so landete der Ball hinter die Linie. Leider regelgerecht, aber ohne Einfluss eines Hockeyschlägers. Frei nach dem Fußballer Sprichwort: „Wenn man schon kein Glück hat, dann kommt auch noch Pech hinzu“. Den letzten Treffer spielten die Kölner erstmalig in Überzahl gekonnt heraus und Bruder Simon Osterholt war es vorbehalten, den Schlusspunkt zu setzen.


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