Derbysieg zum Saisonabschluss

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Ein 4:3 (1:0, 0:2, 3:1)-Derbysieg vor prall gefüllten Rängen rundet den Saisonabschuss der Düsseldorf Rams in der Skaterhockey-Bundesliga trotz der verpassten Play-offs positiv ab. Immerhin sechs Spiele in Folge konnte der Meister HC Köln-West nun nicht mehr gegen die Landeshauptstädter gewinnen. In den letzten vier Spielen gingen die Rams sogar immer als Sieger vom Platz.

Beiden Teams fehlten für die Partie wichtige Leute. Bei den Kölnern wiegten die Ausfälle aber quantitativ schwerwiegender, denn sie konnten nur mit acht Feldspielern auflaufen. In einem guten ersten Drittel von beiden Seiten spielten sich die Widder leichte Chancenvorteile heraus, und gingen verdient durch den Treffer von Raphael Scheu (Marco Esser) mit 1:0 in Führung. Kurz zuvor im gleichen Einsatz scheiterte das Duo noch am guten Kölner Goalie, aber beim Treffer von Scheu passte der Ball genau in den linken Knick. Mit diesem Spielstand ging es in die erste Pause.

Im zweiten Abschnitt zeigte sich erneut das „Zweite-Drittel-Gesicht“ der Rams, denn hier gab es schon in der Vergangenheit oft Nachlässigkeiten in der Konzentration. Eine Sekunde nach Ablauf der Strafzeit glich Köln aus. Ärgerlich für Düsseldorf, denn bei 4 gegen 4 hatte der Gegner bis dahin nicht allzu große Chancen und die Strafe war eigentlich überstanden. Das 1:2 ließ dann nicht lange auf sich warten und Köln ging mit einer Führung in die letzte Pause.

In den letzten 20 Minuten sind dann wohl alle Zuschauer auf ihre Kosten gekommen: Schöne Spielzüge und Konter, bissige Zweikämpfe und zwei Teams, die auf Sieg spielten. Von Anfang an war klar, dass ein frühes Tor erzielt werden musste, damit die immer sicher werdenden Kölner nicht mit zwei Toren davon ziehen könnten. Matt van Hout erzielte wie ersehnt mit einem Schlagschusstor in Überzahl den Ausgleich zwei Minuten nach Wiederbeginn. Trotzdem wurden Druck und Chancenanzahl der Domstädter immer größer. Ein Garant für den Sieg war zu diesem Zeitpunkt Junioren-Torhüter Felix Tauer, der im letzten Saisonspiel erneut die Gelegenheit bekam, sich zu präsentieren. Tauer strahlte Ruhe bei allen Aktionen aus und zeigte starke Reflexe. Zusammen mit seinen Vorderleuten konnte aber auch er nicht den dritten Treffer der Kölner verhindern. Knapp zehn Minuten vor Schluss lagen die Rams erneut mit einem Tor zurück – Kühn sei Dank aber nicht lange. Direkt nach dem Mittelbully fiel Sebastian Kühn der Ball vor den Schläger, dann zog er im vollen Lauf an zwei Gegenspielern vorbei und machte sogar, bedrängt durch Halten und Haken der Gegenspieler, den direkten Ausgleich zum 3:3. Nun folgten zehn Minuten mit offenem Schlagabtausch, in dem die Kölner mehr Torchancen hatten als die Düsseldorfer, ihnen aber immer wieder ein Schläger oder Felix Tauer im Weg stand. Fünf Minuten vor Schluss sorgte dann der Kapitän für den entscheidenden Treffer. Über die linke Seite konnte Marco Esser seinen Gegenspieler abschütteln und zog vors Tor. Der mitgelaufene Scheu stand ebenfalls einschussbereit am langen Pfosten, doch Esser sah, dass sowohl Gegenspieler als auch Torhüter auf den Pass spekulierten und netzte den Ball in den linken oberen Winkel zum 4:3-Endstand ein. Der Versuch ohne Torhüter mit dem fünften Mann noch den Ausgleich zu erzielen, gelang den Kölnern nicht. Ärgerlich für Köln, denn ein Punkt hätte gereicht, und sie wären als Tabellenführer in die Play-offs gestartet.

Am 12. Oktober um 16 Uhr gibt es für alle, die dieses Spiel gesehen oder verpasst haben, eine Neuauflage, denn dann findet das Pokalhalbfinale zwischen diesen beiden Teams statt. Auch hier werden die Widder versuchen, die Serie nicht brechen zu lassen...