Den Vizemeister in die Knie gezwungen

Highlander müssen unnötig zitternHighlander müssen unnötig zittern
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Während das Publikum mit Standing Ovations in den letzten beiden Spielminuten der Schlusssirene entgegenfieberte, mit lauten Jubelgesängen „seine“ Spieler feierte, ließen die Gäste aus Duisburg längst die Köpfe hängen. Als die Sirene dann ertönte, gab es bei den Highlandern Lüdenscheid kein Halten mehr, obwohl die Erschöpfung kaum mehr eine Bewegung zuließ. Die Anspannung fiel den Akteuren aber wie Zentnerlasten von den Schultern.

Mit 6:3 zwangen die Bergstädter am Samstag die Duisburg Ducks in der Skaterhockey-Bundesliga in Knie, führten den siebenfachen Deutschen Meister und mehrfachen Europapokalsieger aus dem „Pott“, den großen Favoriten vor 250 frenetisch jubelnden Zuschauern teils vor, heimsten den vierten Sieg im vierten Spiel ein.

Das Spitzenspiel der Nordgruppe hielt am Samstag, was es versprach. Vor den Augen der Führungsspitze des ISHD entwickelte sich von Beginn an ein Spiel auf Hochtouren. Die „Enten“ legten los wie die Feuerwehr, bombardierten schon in den Anfangsminuten Highlander-Goalie Sven Doual, der aber hielt, was zu halten war. So sollte der erste Jubelschrei dem Krause-Team gehören: Novak legte quer auf Martin Schymainski, der eiskalt zur Führung verwandelte - Torpremiere für den DEL-Profi gegen den Ex-Verein. Ein prächtiger Einstand.

Patrick Schmitz egalisierte den Rückstand indes flott (15.), von da an spielten aber nur noch die Highlander. Der Einsatz, die Verteidigung gegen die ballsicheren Baks, Wilsons und Nagats, die Kombinationen nach vorne - die „Schotten“ setzten nach den ohnehin schon prächtigen Auftritten in der Ferne bei der Heimpremiere am Samstag noch einen drauf. Und auch wenn Lüdenscheids Tschechen weitestgehend aus dem Spiel genommen wurden, es sprangen andere ein. Wie Tim Linke. Ein überragendes Spiel des Ex-Iserlohners. Linke (2) und Balazs schraubten das Ergebnis auf 4:1, die Ducks taumelten schon jetzt wie ein angeschlagener Boxer. Patrick Schmitz verkürzte zwar noch vor dem Schlussdrittel, Svejdas 5:2 machte aber alles klar. Toll, wie die Bergstädter nach Tim Schmitz’ 3:5 jetzt auch eine doppelte Unterzahlsituation meisterten, ehe André Bruch den Schlusspunkt unter einen denkwürdigen Abend im Bergstadt-Gymnasium setzte.