Deggendorf Pflanz verlieren zum SaisonauftaktTim Bernhard fällt lange aus

Deggendorf Pflanz verlieren zum SaisonauftaktDeggendorf Pflanz verlieren zum Saisonauftakt
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Eine starke Ingolstädter Mannschaft belehrte die Pflanz aber eines besseren und gewann gegen nervös wirkende und hektische agierende Deggendorfer absolut verdient mit 6:11. Doch das ist nicht alles, denn bereits vor dem Spiel musste die Mannschaft um Spielertrainer Bauer eine Hiobsbotschaft hinnehmen: Neuzugang und Topscorer der Vorbereitung, Tim Bernhard, brach sich am Freitagabend den Ellbogen und wird den Pflanz voraussichtlich mehrere Monate lange fehlen.

In Drittel eins konnten sich die Pflanz noch bei Goalie Manuel Früchtl bedanken, dass man dieses noch einigermaßen ausgeglichen gestalten konnte. Viele Abspiel- und Stockfehler ermöglichten den Ingolstädtern durch Topscorer Dimitri Kurnosow mit 1:0 in Führung zu gehen. In Überzahl konnte Stefan Bauer in der zwölften Minute noch ausgleichen, Ingolstadt ging aber nur zwei Zeigerumdrehungen später erneut in Führung.

Den Grundstein für die Niederlage legten die Pflanz im zweiten Drittel. Durch eine kopflose Spielweise auf rutschigem Untergrund, luden die Deggendorfer die „Schanzer“ zum Tore schießen ein! Viel zu häufig verlor man den Ball aufgrund unnötiger Einzelaktionen noch in der eigenen Spielhälfte. Sage und schreibe sechs Gegentore innerhalb von 15 Minuten, brachten die eiskalten Lumberjacks auf die Siegerstraße.

Nach einer etwas lauteren Pausenansprache, versuchten sich die Pflanz wieder auf ihre Tugenden zu besinnen und nochmal alles in die Waagschale zu werfen. Das letzte Drittel war zwar ausgeglichen und den Pflanz konnte man den Kampf und Einsatz wahrlich auch nicht absprechen, doch jedes Mal, wenn man das Ergebnis etwas verschönern konnte, schlug Ingolstadt umgehend – auch bedingt durch unnötige Strafzeiten der Pflanz – zurück.

„Ehrlicherweise muss man sagen, dass uns heute ohne Benji Frank und Tim Bernhard einfach auch die Qualität fehlte, um diese abgezockte Ingolstädter Mannschaft zu schlagen. Dennoch darf dies keine Ausrede für ein derart schwaches zweites Drittel sein. Vielleicht war das der Warnschuss zur richtigen Zeit, denn wenn nicht jeder Einzelne den Kampf annimmt und mit hundertprozentiger Leistungsbereitschaft und Köpfchen agiert, gewinnt man keine Spiele“, so ein sichtlich verärgerte Stefan Bauer.